EU wird Unitymedia-Übernahme durch Vodafone wohl untersagen
Aus der jüngsten Mega-Fusion im deutschen Infrastruktur-Markt wird nun wohl doch erst mal nichts. Die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone wird nämlich von den EU-Wettbewerbshütern dann doch nicht einfach so hingenommen. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf informierte Kreise.
Im Mai des letzten Jahres hatte Vodafone bekannt gegeben, dass man sich mit dem Unitymedia-Mutterkonzern Liberty Global auf die Übernahme der Kabelnetze für 18,4 Milliarden Euro geeinigt habe. Es ging dabei nicht nur um die Infrastruktur in Deutschland, sondern auch um jene in Tschechien, Ungarn und Rumänien. Hierzulande ist Unitymedia in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen aktiv.
Die für den Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager hatte bereits zur Einleitung der EU-Untersuchung zu dem Vorgang erklärt, dass die Fusion nicht "zu höheren Preisen, weniger Auswahl und einer eingeschränkten Innovation" führen dürfe. Insbesondere hinsichtlich der Situation in Deutschland hatte man bereits zum Beginn der Prüfung ernste Bedenken angemeldet. Und diese haben sich in den letzten Monaten wohl nicht aufgelöst.
Im Prinzip hätte die EU-Kommission bis Anfang Mai Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Dass man nun schon Klarheit gewonnen hat und der Übernahme in der gegebenen Form nicht zustimmen will, deutet darauf hin, dass auch kleinere Anpassungen in den Verträgen wohl nicht dazu führen werden, dass der Fusion doch noch zugestimmt werden könnte.
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Die für den Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager hatte bereits zur Einleitung der EU-Untersuchung zu dem Vorgang erklärt, dass die Fusion nicht "zu höheren Preisen, weniger Auswahl und einer eingeschränkten Innovation" führen dürfe. Insbesondere hinsichtlich der Situation in Deutschland hatte man bereits zum Beginn der Prüfung ernste Bedenken angemeldet. Und diese haben sich in den letzten Monaten wohl nicht aufgelöst.
Es gibt diverse Probleme
Die EU-Kommission befürchtet, dass hier ein dominanter Anbieter entsteht, der beispielsweise nur wenig Wettbewerbsdruck hat, die nächste Technologie-Generation in den Kabelnetzen zügig voranzutreiben. Weiterhin würde Vodafone durch den Zusammenschluss wohl auch in eine extrem starke Verhandlungsposition gegenüber den Fernsehsendern kommen, denen man dann quasi schon die Bedingungen für ihre Verbreitung über das Kabelnetz diktieren könnte.Im Prinzip hätte die EU-Kommission bis Anfang Mai Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Dass man nun schon Klarheit gewonnen hat und der Übernahme in der gegebenen Form nicht zustimmen will, deutet darauf hin, dass auch kleinere Anpassungen in den Verträgen wohl nicht dazu führen werden, dass der Fusion doch noch zugestimmt werden könnte.
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