2-Faktor-Login-Pflicht: Es rumort heftig bei gehackten Politikern & Co.
Strafverfolgungsbehörden bemühen sich aktuell darum, die Hintergründe des massiven Datenlecks um Politiker und Prominente zu klären. In der Zwischenzeit wird über mögliche Konsequenzen diskutiert - dabei wird unter anderem auch eine Pflicht zur Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ins Spiel gebracht. Eines scheint klar: Schwache Passwörter und Schutzmaßnahmen haben viele der Betroffenen zu leichten Opfern gemacht.
Infografik Studie fragt: Passwort oder biometrische Authentifizierung?
So fordern die vom Leak betroffenen Grünen-Politiker Konstantin von Notz und Malte Spitz in einem Gastbeitrag auf Spiegel Online, dass Online-Portale mit einer Pflicht zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen ihre Nutzer vor solchen Angriffen schützen sollten: "Die Zwei-Faktor-Authentifizierung muss ebenso zum verpflichtenden Standard werden wie starke Passwortvorgaben." Notz und Spitz führen weiter aus: "Jeder Einzelne, auch Abgeordnete, ist in der Pflicht, seine Passwörter zu stärken, Verschlüsselung nicht nur zu bejahen, sondern auch anzuwenden und seine Profile in den sozialen Medien so abzusichern, dass seine Kommunikation mit Dritten nicht gefährdet ist."
Diesem Wunsch scheint auch die Bundesjustizministerin Katarina Barley nachkommen zu wollen, die aktuell infolge des Politiker-Leaks nach Aussagen des Ministeriums strengere Sicherheitsvorgaben für Softwarehersteller und Betreiber von Internetplattformen prüft. Barley sagte der Welt am Sonntag: "Wir prüfen, inwieweit hier schärfere gesetzliche Vorgaben sinnvoll und erforderlich sind." Aber auch aus ihrer Sicht sei eine "starke Sensibilisierung beim Umgang mit persönlichen Daten unerlässlich".
Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck geht laut Golem nach eigener Aussage den Schritt, seine Konten bei Twitter und Facebook zu löschen. Im ARD-Morgenmagazin formulierte er am Montag auch eine Forderung nach einer effektiven "Cyber-Polizei". "Wenn eingebrochen wird, muss man auch den Täter fangen. Und wenn jetzt nichts passiert, dann wird das eine Ermutigung für alle anderen sein, weiter einzubrechen in unsere Daten", warnte Habeck.
2FA soll von den Plattform-Betreibern zur Pflicht gemacht werden
Wir wir heute unter der Überschrift "Politiker-Leak: BKA durchsucht auf Suche nach "0rbit" Zeugen-Wohnung" berichten konnten, bemühen sich Strafverfolger aktuell noch um eine Aufklärung der genauen Hintergründe des Leaks, viele der Betroffenen ziehen aber jetzt schon erste Konsequenzen. Darüber hinaus wird eine Diskussion um die Sicherheit von Online-Konten angestoßen, bei der auch die Anbieter in die Pflicht genommen werden sollen - allerdings zeigt sich, dass viele der Leak-Opfer wohl selbst viel mehr für ihre Sicherheit hätten tun können.Infografik Studie fragt: Passwort oder biometrische Authentifizierung?
So fordern die vom Leak betroffenen Grünen-Politiker Konstantin von Notz und Malte Spitz in einem Gastbeitrag auf Spiegel Online, dass Online-Portale mit einer Pflicht zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen ihre Nutzer vor solchen Angriffen schützen sollten: "Die Zwei-Faktor-Authentifizierung muss ebenso zum verpflichtenden Standard werden wie starke Passwortvorgaben." Notz und Spitz führen weiter aus: "Jeder Einzelne, auch Abgeordnete, ist in der Pflicht, seine Passwörter zu stärken, Verschlüsselung nicht nur zu bejahen, sondern auch anzuwenden und seine Profile in den sozialen Medien so abzusichern, dass seine Kommunikation mit Dritten nicht gefährdet ist."
Diesem Wunsch scheint auch die Bundesjustizministerin Katarina Barley nachkommen zu wollen, die aktuell infolge des Politiker-Leaks nach Aussagen des Ministeriums strengere Sicherheitsvorgaben für Softwarehersteller und Betreiber von Internetplattformen prüft. Barley sagte der Welt am Sonntag: "Wir prüfen, inwieweit hier schärfere gesetzliche Vorgaben sinnvoll und erforderlich sind." Aber auch aus ihrer Sicht sei eine "starke Sensibilisierung beim Umgang mit persönlichen Daten unerlässlich".
Wer nicht alles sichert, sichert zu wenig
Das Beispiel des ebenfalls vom Leak betroffenen Youtubers Simon Unge zeigt, dass die von der Politik jetzt schnell erdachte Pflicht zur 2FA trotzdem voraussetzt, dass diese bei allen Plattformen konsequent genutzt wird. So schreibt Unge zum Ablauf: "Mein Twitter Konto hatte 2FA aktiv allerdings nicht das Gmail Konto mit dem Twitter verknüpft war, über dieses Konto hatte der Hacker mit Twitter Email Kontakt und hat so Mitarbeiter davon überzeugt 2FA von meinem Twitter Account zu deaktivieren."Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck geht laut Golem nach eigener Aussage den Schritt, seine Konten bei Twitter und Facebook zu löschen. Im ARD-Morgenmagazin formulierte er am Montag auch eine Forderung nach einer effektiven "Cyber-Polizei". "Wenn eingebrochen wird, muss man auch den Täter fangen. Und wenn jetzt nichts passiert, dann wird das eine Ermutigung für alle anderen sein, weiter einzubrechen in unsere Daten", warnte Habeck.
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