Project Mu: Microsoft gibt der Welt ein verbessertes UEFI zurück
Jetzt ist es auch wirklich ganz offiziell: Microsoft hat die Veröffentlichung der UEFI-Firmware, die unter anderem in den Surface-Systemen zum Einsatz kommt, in ein Open Source-Projekt überführt. Unter dem Namen "Project Mu" soll die Öffentlichkeit hier von diversen Weiterentwicklungen am ursprünglichen Code profitieren können.
Microsoft setzte ursprünglich auf TianoCore, eine offene Implementierung des UEFI-Standards. Allerdings zeigte sich hier, dass zwar die nötigen Features abgedeckt werden, die Software aber nicht darauf ausgelegt ist, von einem Hersteller über verschiedene Produktlinien hinweg gepflegt und weiterentwickelt zu werden. Daher machten sich die Entwickler in Redmond an die Arbeit und unterzogen TianoCore einer tiefgreifenden Umgestaltung.
Project Mu bringt dabei so einiges mit, was andere UEFI-Implementierungen nicht zu bieten haben:
Microsoft-Entwickler sollen auch zukünftig kräftig mit an der Weiterentwicklung beteiligt sein. Natürlich hofft man in Redmond aber auch, dass vor allem auch andere Hardware-Hersteller Project Mu in ihren Systemen zum Einsatz bringen und entsprechend auch die Arbeit am Code unterstützen.
Siehe auch: Bessere Performance: Surface Book erhält größeres Firmware-Update
Viele Neuerungen
In der Folge entstand eine Firmware, die nun nicht nur in den verschiedenen Surface-Systemen Microsofts zum Einsatz kommt, sondern auch als zentraler Bestandteil in die Virtualisierungs-Umgebungen von Hyper-V eingebettet ist. Und alle Änderungen gibt Microsoft nun unter dem Namen Project Mu an die Öffentlichkeit zurück. Der Quellcode wurde im Zuge dessen bereits vor einigen Wochen auf GitHub veröffentlicht und nun erfolgte der offizielle Start des entsprechenden Open Source-Projektes.
Project Mu bringt dabei so einiges mit, was andere UEFI-Implementierungen nicht zu bieten haben:
- Code-Struktur und die Entwicklungsprozesse sind für das Firmware as a Service (FaaS)-Konzept optimiert
- Ein On-Screen-Keyboard ermöglicht auch Änderungen an den Einstellungen bei Tablets
- Es gibt ein sicheres Management der UEFI-Optionen
- Die Sicherheit wurde verbessert, indem durch Entfernen alter Code-Fragmente die Angriffsfläche verringert wurde
- High Performance-Booten
- Modernere BIOS-Menüs
- Diverse Test-Umgebungen und Werkzeuge für die Analyse und Optimierung von UEFI-Umsetzungen
Microsoft-Entwickler sollen auch zukünftig kräftig mit an der Weiterentwicklung beteiligt sein. Natürlich hofft man in Redmond aber auch, dass vor allem auch andere Hardware-Hersteller Project Mu in ihren Systemen zum Einsatz bringen und entsprechend auch die Arbeit am Code unterstützen.
Siehe auch: Bessere Performance: Surface Book erhält größeres Firmware-Update
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Christian Kahle
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