Alibaba fährt Rekorde ein: Black Friday? Da lachen ja die Räuber!

China, shopping, Alibaba Bildquelle: Alibaba
Während Amazon gern den Eindruck erweckt, der anstehende Black Friday sei das größte Online-Shopping-Event überhaupt, kann der chinesische Konkurrent Alibaba über die Aktion wohl nur müde lächeln. Denn dieser hat bei seinem Singles Day-Shopping ein Vielfaches an Umsatz generiert und einmal mehr Rekorde aufgestellt. Der Singles Day wurde ursprünglich als Alternative zum Valentinstag erfunden, damit auch alleinstehende Menschen eine Art Feiertag haben. Begangen wird das Event am 11.11., wobei die Einsen für Personen ohne Partner stehen. Der Tag hat sich im asiatischen Raum schnell zu einem eigenen Aktions-Tag für den Handel entwickelt, an dem es zahlreiche Sonderaktionen gibt.

Und vor allem die Handelsplattform Alibaba schafft es dabei, enorme Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen - natürlich vor allem in China, mittlerweile aber auch über die Landesgrenzen hinaus. Wie das Unternehmen mitteilte, habe man am gestrigen Tag einen neuen Umsatzrekord von 30,8 Milliarden Dollar aufgestellt. Im vergangenen Jahr summierten sich die Bestellungen noch auf 25,3 Milliarden Dollar. Infografik: Kaufrausch am Tag des SinglesKaufrausch am Tag des Singles

Enorm schneller Start

Und es scheint zahlreiche Nutzer zu geben, die schon vor dem offiziellen Start den Finger auf dem Kaufen-Button haben, um bei den limitierten Sonderangeboten schnell dabei zu sein. Das würde es zumindest erklären, dass das Bestell-Volumen von einer Milliarde Dollar bereits nach nur 85 Sekunden überschritten wurde. Rund eine Stunde nach dem Verkaufsstart waren dann die ersten 10 Milliarden Dollar erreicht. Zum Vergleich: Amazon generierte am Black Friday 2017 in den USA insgesamt 5 Milliarden Dollar Umsatz.

Die erneute deutliche Steigerung wurde von Alibaba übrigens trotz spürbar schlechterer Bedingungen erreicht. So hat der Handelsstreit mit den USA bereits verschiedene Artikel im chinesischen Heimatmarkt verteuert, wodurch das Interesse der Nutzer schwindet. Und auch die chinesische Währung ist nicht mehr ganz so kaufstark wie noch im letzten Jahr. Trotzdem konnten letztlich auch US-Anbieter ordentlich profitieren - Apple, Dyson, Gap und Nike gehörten zu den meistverkauften Marken des gestrigen Tages, hieß es.

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