Samsung vor ungewisser Zukunft:
Der Lack beginnt zu bröckeln
Wenn es um Samsung Electronics geht, sollte man sich von den aktuellen Bilanzen nicht täuschen lassen. Die Zahlen sehen derzeit zwar ziemlich gut aus, doch bauen sich unter der Haube immer größere Probleme auf. Es ist bereits damit zu rechnen, dass diese in den kommenden Wochen spürbare Wirkung entfalten.
Noch zehrt Samsung von den Entwicklungen der letzten Monate und konnte jetzt für das abgelaufende Geschäftsquartal einen Rekord beim operativen Gewinn ausweisen: 15,47 Milliarden Dollar Überschuss wurden von den verschiedenen Produktsparten erwirtschaftet. Den Löwenanteil daran hatte die Halbleiter-Produktion: Generell war die Nachfrage nach NAND-Flash noch immer groß und die Aufträge von Apple - wo verschiedene Samsung-Chips in den neuen iPhones landen - sorgten für einen zusätzlichen Boom.
Allerdings steht der Gewinn auf einem schmalen Fundament: Vier Fünftel des Profits wurden zuletzt von der Chip-Sparte generiert. Die anderen beiden großen Abteilungen, in denen Smartphones und Fernseher hergestellt werden, werfen nur wesentlich geringere Überschüsse ab. Und es ist kaum damit zu rechnen, dass diese wesentlich stärker werden - denn in beiden Segmenten tut Samsung sich immer schwerer damit, gegen die Konkurrenten aus China, die zu geringeren Preisen ebenfalls hochwertige Produkte anbieten, mitzuhalten.
Das wäre für Samsung Electronics dann eine ziemlich herbe Katastrophe. Da hilft es auch nicht, dass die Umsätze immer weiter steigen - zuletzt um 5,5 Prozent auf 57,6 Milliarden Dollar. Die Anleger sind angesichts der Prognosen vorsichtig geworden und der Aktienkurs Samsungs verlor in diesem Jahr bereits 16 Prozent.
Allerdings steht der Gewinn auf einem schmalen Fundament: Vier Fünftel des Profits wurden zuletzt von der Chip-Sparte generiert. Die anderen beiden großen Abteilungen, in denen Smartphones und Fernseher hergestellt werden, werfen nur wesentlich geringere Überschüsse ab. Und es ist kaum damit zu rechnen, dass diese wesentlich stärker werden - denn in beiden Segmenten tut Samsung sich immer schwerer damit, gegen die Konkurrenten aus China, die zu geringeren Preisen ebenfalls hochwertige Produkte anbieten, mitzuhalten.
NAND-Markt in Bewegung
Vor allem NAND-Flash wird in der nächsten Zeit aber schlicht kein Goldesel mehr sein. Sowohl Toshiba als auch Hynix stehen kurz davor, große, neue Fertigungslinien in Betrieb zu nehmen. Das wird die Verfügbarkeit von Speicherkomponenten deutlich entspannen und die Preise sinken lassen. Es kann sogar passieren, dass sich eine Überproduktion aufbaut und die Gewinnmargen komplett einbrechen.Das wäre für Samsung Electronics dann eine ziemlich herbe Katastrophe. Da hilft es auch nicht, dass die Umsätze immer weiter steigen - zuletzt um 5,5 Prozent auf 57,6 Milliarden Dollar. Die Anleger sind angesichts der Prognosen vorsichtig geworden und der Aktienkurs Samsungs verlor in diesem Jahr bereits 16 Prozent.
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Samsungs Aktienkurs in Euro
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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