Microsofts Gaming-Abteilung glänzt schon vor dem Weihnachtsgeschäft

Für gewöhnlich ist eigentlich das bald beginnende Weihnachtsgeschäft die wichtigste Zeit für Microsofts Gaming-Sparte. Doch schon im letzten Jahresviertel konnte die Abteilung regelrecht glänzen. Im Nachgang der Bilanzpräsentationen zum Ende der vergangenen Woche wurde nun ein detaillierteres Bild des Geschäftssegments sichtbar.
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Und dabei zeigte sich eine enorme Steigerung der Einnahmen. Der Umsatz ging hier im Jahresvergleich um satte 44,4 Prozent auf 2,74 Milliarden Dollar nach oben. Stärkstes Zugpferd war dabei die Spielekonsole Xbox One, die ihre Einnahmen nahezu verdoppeln konnte. Während die Geräte-Verkäufe vor einem Jahr eher durchwachsen waren, zogen sie mit der Xbox One X kräftig an, was die Hardware-Umsätze um 94 Prozent klettern ließ.

Zunehmend macht sich aber auch die Installationsbasis der Xbox One bemerkbar, die wesentlich stärker als die Vorgänger-Generationen auf die Vermarktung zusätzlicher Angebote in Form von Abos und Online-Verkäufen setzt. In Verbindung mit verschiedenen neuen Gaming-Titeln auch von Drittherstellern wuchsen die Software- und Services-Einnahmen um 36 Prozent.


Wachsende Bedeutung im Konzern

Schon zur Veröffentlichung der Konzernbilanzen hatte Microsofts Finanzchefin Amy Hood angemerkt, dass sich die Ergebnisse des Gaming-Bereichs besser als erwartet entwickelt hätten. Und das hat Folgen: Die Abteilung ist in der Redmonder Konzernstruktur der "More Personal Computing"-Sparte zugeordnet, zu der auch Windows, die Suchmaschine Bing und die Surface-Systeme gehören. Und hier baute der Bereich seinen Umsatzanteil aus und kommt nun mit 25,5 Prozent auf mehr als ein Viertel der Gesamteinnahmen.

Wenn nichts dazwischen kommt, könnte in Kürze auch ein weiterer Meilenstein gesetzt werden: Die Spieleabteilung trägt auch schon 9,4 Prozent zum Gesamtumsatz bei und könnte demnach bald die 10-Prozent-Marke knacken. Das wäre durchaus ein beachtlicher Schritt. Allerdings ist das auch bei einem starken Wachstum im Weihnachtsgeschäft noch nicht garantiert: Denn Microsofts Cloud-Dienste legen ebenfalls rasant zu.

Siehe auch: Xbox One: Erste Firmware mit Tastatur- und Maus-Support ist da
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