Musikindustrie jagt die mysteriöse "Music Mafia" - bisher ohne Erfolg

Software, Piraterie, Illegal, Downloads, Piracy Bildquelle: Dimitris Vetsikas/CC0
Damit wir den naheliegenden Kalauer gleich hinter uns bringen: Nein, Musikindustrie und "Musik-Mafia" sind nicht das Gleiche. Hinter dem zweiten Begriff versteckt sich eine im Hintergrund operierende Gruppierung, die seit dem Vorjahr Zugriff auf unveröffentlichte Songs, Demos und Videos verkauft. Die Recording Industry Association of America (RIAA), also der Verband der US-amerikanischen Musikindustrie kämpft seit Jahren und Jahrzehnten gegen alle nur denkbaren Formen der Piraterie. Zumeist sind die Fronten klar: Filesharer bieten alle nur denkbaren Inhalte an, die Anti-Piraterie-Vertreter bekämpfen diese Angebote und bestrafen immer wieder auch jene, die sie nutzen. Der Erfolg dieser Maßnahmen hielt und hält sich jedoch in Grenzen, erst mit dem Bereitstehen legaler Angebote wurde das Phänomen etwas in den Griff bekommen.
Music MafiaWer steckt hinter der 'Music Mafia'?
Laut dem Filesharing-Blog TorrentFreak gibt es nur eines, was die Musikindustrie mehr fürchtet und hasst als Piraterie und das sind Leaks vor der Veröffentlichung. Hier fällt seit etwa einem Jahr vor allem ein Name: "Music Mafia".

Wer steckt dahinter?

Das ist eine Gruppe von Insidern oder möglicherweise auch Hackern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, unveröffentlichtes Material an Meistbietende zu verkaufen. Zu szeneweiter Bekanntheit gelangte die Music Mafia als es gelang, zwei bisher unveröffentlichte Tracks von Kanye West lange vor deren offiziellem Release zu verbreiten.

Das Erstaunliche ist, dass die Seite der Music Mafia seit einem Jahr im Netz erreichbar ist und weiterhin gegen Bitcoins noch unveröffentlichtes Material anbietet. Im Programm hat man auch zahlreiche prominente Namen, darunter Beyoncé, Coldplay, Drake, Justin Bieber und Katy Perry. Tracks und Alben werden entweder versteigert oder regelmäßig zum Sofortkauf angeboten. TorrentFreak schreibt allerdings, dass die prominentesten Songs hinter den Kulissen verkauft werden.

Die RIAA versucht natürlich mit allen Mitteln, gegen diese Insider vorzugehen, bisher mit begrenztem Erfolg. Vor einigen Wochen hat man eine DMCA-Vorladung gegen den Registrar der Domain erwirken können, es ist aber nicht klar, ob die Tonic Domains Corp. dem nachgekommen ist. Das ist aber eher unwahrscheinlich, schließlich ist die Seite auch noch heute online. Das Mysterium, nämlich ob dahinter Industrie-Insider oder doch "nur" Hacker stecken, bleibt jedenfalls vorerst bestehen. Software, Piraterie, Illegal, Downloads, Piracy Software, Piraterie, Illegal, Downloads, Piracy Dimitris Vetsikas/CC0
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