Streaming hat Folgen: Lange Songs werden zunehmend zur Rarität
Die Dauer von Musikstücken wurde lange Zeit vor allem durch die Laufzeiten des Trägermediums limitiert, ansonsten hatte der Künstler eine Menge Freiheit. Inzwischen macht sich aber die Eigenart der Streaming-Dienste spürbar bemerkbar, dass die Einnahmen vor allem dann steigen, wenn kürzere und somit mehr Songs am Stück abgespielt werden.
Immer kürzere Laufzeiten
Der Marktführer Spotify spricht nicht öffentlich darüber, wie viel die Musiker tatsächlich erhalten - die Zahlungen bewegen sich aber zwischen 0,004 und 0,008 Dollar pro Titel, berichtet das US-Magazin Quartz. Und dabei ist es unerheblich, wie lang der jeweilige Track ist. Und da die Anteile des Streamings am Gesamtumsatz der Musikindustrie in den USA binnen der letzten fünf Jahre von 21 auf 75 Prozent gestiegen sind, werden die Produktionen an die neuen Gegebenheiten angepasst.
Und das bedeutet natürlich, dass es besser ist, statt eines 5-Minuten-Songs zwei Tracks mit 2:30 Minuten auf ein Album zu packen. Denn zumindest wenn die Fans die komplette neue Produktion anhören, verdoppelt das natürlich die Einnahmen. Aus diesem Grund ist die Spieldauer der Titel, die in den Top-100-Charts der US-Musikindustrie gelistet sind, ebenfalls binnen der vergangenen fünf Jahre von durchschnittlich 3:50 auf 3:30 Minuten gefallen.
Und die kürzer werdenden Spielzeiten betreffen keineswegs nur die Songs, die für Chartplatzierungen als Single ausgekoppelt werden. So dauerte beispielsweise der durchschnittliche Song auf Kendrick Lamars 2012er Album "Good Kid, M.a.a.d. City" noch 5:37 und kein Track war hier kürzer als 3:30. Auf dem jüngsten Release "DAMN" ist die durchschnittliche Laufzeit auf 3:57 gesunken und es gibt auch nur noch zwei Songs, die die 5-Minuten-Marke überschreiten, das war beim erstgenannten noch neun Mal der Fall. Und ähnliche Entwicklungen sind auch bei nahezu allen anderen bekannteren Musikern zu finden.
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Immer kürzere Laufzeiten
Der Marktführer Spotify spricht nicht öffentlich darüber, wie viel die Musiker tatsächlich erhalten - die Zahlungen bewegen sich aber zwischen 0,004 und 0,008 Dollar pro Titel, berichtet das US-Magazin Quartz. Und dabei ist es unerheblich, wie lang der jeweilige Track ist. Und da die Anteile des Streamings am Gesamtumsatz der Musikindustrie in den USA binnen der letzten fünf Jahre von 21 auf 75 Prozent gestiegen sind, werden die Produktionen an die neuen Gegebenheiten angepasst.
Und das bedeutet natürlich, dass es besser ist, statt eines 5-Minuten-Songs zwei Tracks mit 2:30 Minuten auf ein Album zu packen. Denn zumindest wenn die Fans die komplette neue Produktion anhören, verdoppelt das natürlich die Einnahmen. Aus diesem Grund ist die Spieldauer der Titel, die in den Top-100-Charts der US-Musikindustrie gelistet sind, ebenfalls binnen der vergangenen fünf Jahre von durchschnittlich 3:50 auf 3:30 Minuten gefallen.
Weniger bringt mehr
Im Jahr 2013 waren Stücke mit einer Dauer von maximal 2:30 Minuten die absolute Ausnahme - sie machten gerade einmal 1 Prozent der Charts-Platzierungen aus. Inzwischen ist der Anteil auf 6 Prozent gestiegen. Das sind Zeiten, die vor einigen Jahrzehnten schon fast vom Gitarren-Solo eines großen Hits eingenommen wurden.Und die kürzer werdenden Spielzeiten betreffen keineswegs nur die Songs, die für Chartplatzierungen als Single ausgekoppelt werden. So dauerte beispielsweise der durchschnittliche Song auf Kendrick Lamars 2012er Album "Good Kid, M.a.a.d. City" noch 5:37 und kein Track war hier kürzer als 3:30. Auf dem jüngsten Release "DAMN" ist die durchschnittliche Laufzeit auf 3:57 gesunken und es gibt auch nur noch zwei Songs, die die 5-Minuten-Marke überschreiten, das war beim erstgenannten noch neun Mal der Fall. Und ähnliche Entwicklungen sind auch bei nahezu allen anderen bekannteren Musikern zu finden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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