Microsoft und Qualcomm ermöglichen jetzt auch 64-Bit-Apps auf ARM
Windows-Entwickler können jetzt auch 64-Bit-Anwendungen für die neue Windows 10-Plattform auf ARM-Prozessoren von Qualcomm bereitstellen. Microsoft hat eine entsprechende Zusage zur aktuell stattfindenden Entwickler-Konferenz Build 2018 erfüllt - wenn auch erst einmal nur in Form einer Preview.
Die neuen Notebooks mit Qualcomm-CPUs bringen aufgrund der sparsamen Chips zwar eine hohe Akkulaufzeit mit, doch müssen sich die Nutzer auch mit verschiedenen Einschränkungen herumschlagen. Ein Problem sieht beispielsweise so aus, dass auf dem ARM64-Befehlssatz des Qualcomm Snapdragon 835 derzeit lediglich 32-Bit-Anwendungen betrieben werden dürfen - was natürlich zu Performance-Einbußen führt.
Microsoft hatte aber schon angekündigt, dass man dies ändern will - und schreitet jetzt zur Tat. In der neuesten Beta-Version seiner Entwicklungsumgebung, im Visual Studio 15.8 Preview 1, ist nun auch die Vorabversion eines Software Development Kits (SDK) enthalten, mit dem sich 64-Bit-Applikationen entwickeln lassen.
Mit der 64-Bit-Funktionalität dürfte Microsoft eine wichtige Hürde für einen Erfolg der Plattform abbauen. Denn viele Nutzer schrecken vor allem vor einem Kauf zurück, weil viele Anwendungen erst einmal nur in einem Emulator laufen und entsprechend langsam sind. Das neue SDK dürfte Programmierer aber anhalten, mehr native Portierungen vorzunehmen und so die Situation ingesamt zu verbessern.
WinFuture-Special zur Build Alles zur Microsoft Entwicklerkonferenz
Microsoft hatte aber schon angekündigt, dass man dies ändern will - und schreitet jetzt zur Tat. In der neuesten Beta-Version seiner Entwicklungsumgebung, im Visual Studio 15.8 Preview 1, ist nun auch die Vorabversion eines Software Development Kits (SDK) enthalten, mit dem sich 64-Bit-Applikationen entwickeln lassen.
Store wohl nicht zwingend
Nach Angaben eines Qualcomm-Sprechers sollen die Anwendungen, die hier aus einem entsprechenden Entwicklungsprojekt herausfallen, schon jetzt auf entsprechenden Systemen lauffähig sein - zumindest theoretisch. Damit Entwickler sie zügig bereitstellen können, soll dabei auch ein eigener Vertrieb möglich gemacht werden. Es ist also nicht zwingend erforderlich, die Software über den Microsoft Store zu vertreiben.Mit der 64-Bit-Funktionalität dürfte Microsoft eine wichtige Hürde für einen Erfolg der Plattform abbauen. Denn viele Nutzer schrecken vor allem vor einem Kauf zurück, weil viele Anwendungen erst einmal nur in einem Emulator laufen und entsprechend langsam sind. Das neue SDK dürfte Programmierer aber anhalten, mehr native Portierungen vorzunehmen und so die Situation ingesamt zu verbessern.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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