Intel will Grafikkarte für leistungshungrigen Virenscanner nutzen
Der Chiphersteller Intel will zukünftig die oft brach liegende Leistung von Grafikprozessoren verwenden, um tiefergehend nach Malware auf Computern zu suchen. Die GPUs sollen dabei vor allem den Arbeitsspeicher im Auge behalten, in dem sich moderne Malware-Varianten gern einmal exklusiv verstecken.
Ein wenig fühlt man sich bei der jüngsten Intel-Ankündigung in die Zeit zurückversetzt, in der erstmals Prozessoren mit mehreren Kernen bei den normalen Nutzern ankamen. Damals scherzte man gern, dass der zweite Core benötigt würde, um den Virenscanner zu betreiben. Ähnliche Anmerkungen liegen entsprechend auf den Lippen, da Intel nun die GPU als Antrieb für die Malware-Erkennung verwenden will.
Infografik: Intels CPU-Bezeichnungen kurz erklärt
Dies soll beim so genannten "Advanced Memory Scanning" der Fall sein, berichtet Ars Technica. Hier trägt Intel der Tatsache Rechnung, dass fortgeschrittene Malware immer häufiger darauf verzichtet, sich auf dem Massenspeicher eines Gerätes einzunisten. Denn hier sind stets die herkömmlichen Virenscanner aktiv und es besteht die Gefahr einer Entdeckung. Die Schädlinge beschränken sich daher ausschließlich auf den Arbeitsspeicher - die Infektion ist damit zwar nach einem Neustart wieder weg, doch werden Systeme dank fortgeschrittener Schlaf-Modi nur noch relativ selten rebootet.
Neben dieser Technik bringt Intel außerdem die Advanced Platform Telemetry. Diese funktioniert im Wesentlichen wie die bereits bekannten Verfahren, bei denen auch unbekannte Malware anhand ihres Verhaltens identifiziert werden soll. Die neue Intel-Technologie konzentriert sich dabei nun aber auf ein bestimmtes Prozessor-Verhalten, das unter anderem auch auf Angriffe über die Spectre-Schwachstelle hindeuten kann.
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Dies soll beim so genannten "Advanced Memory Scanning" der Fall sein, berichtet Ars Technica. Hier trägt Intel der Tatsache Rechnung, dass fortgeschrittene Malware immer häufiger darauf verzichtet, sich auf dem Massenspeicher eines Gerätes einzunisten. Denn hier sind stets die herkömmlichen Virenscanner aktiv und es besteht die Gefahr einer Entdeckung. Die Schädlinge beschränken sich daher ausschließlich auf den Arbeitsspeicher - die Infektion ist damit zwar nach einem Neustart wieder weg, doch werden Systeme dank fortgeschrittener Schlaf-Modi nur noch relativ selten rebootet.
Auch CPU soll beobachtet werden
Ein Scanner, der ständig den Arbeitsspeicher im Auge behält, kann jedoch bis zu 20 Prozent der CPU-Leistung beanspruchen und ist daher für viele Anwender schlicht nicht akzeptabel. Das ist der Grund, warum Intel hier nun lieber die Grafikeinheit heranziehen will. Denn wenn die Nutzer nicht gerade Spiele nutzen oder Videos rendern, sind diese nur zu Bruchteilen ausgelastet. Während die CPU-Belastung auf rund 2 Prozent zurückgeht, erledigt die GPU ihre neue Aufgabe quasi nebenbei.Neben dieser Technik bringt Intel außerdem die Advanced Platform Telemetry. Diese funktioniert im Wesentlichen wie die bereits bekannten Verfahren, bei denen auch unbekannte Malware anhand ihres Verhaltens identifiziert werden soll. Die neue Intel-Technologie konzentriert sich dabei nun aber auf ein bestimmtes Prozessor-Verhalten, das unter anderem auch auf Angriffe über die Spectre-Schwachstelle hindeuten kann.
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Christian Kahle
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