Weniger Abstürze: Chrome wird Virenscanner bald aussperren
Die Entwickler des Chrome treffen jetzt Maßnahmen, mit denen das Einschleusen von Code in den Browser besser unterbunden werden soll. Das wird vor allem die Hersteller von Antiviren-Software treffen, die sich mit ihren Produkten immer wieder in die Applikation reinhängen und letztlich zu einer enormen Instabilität führen.
Etwa zwei Drittel aller Chrome-Nutzer haben laut den Daten des Entwickler-Teams Software auf ihrem Rechner, die sich in die Prozesse des Chrome einklinken. Die Browser, bei denen dies der Fall ist, stürzen 15 Prozent häufiger ab als solche, die unbehelligt von anderen Anwendungen bleiben. Neben Virenscannern sind es oft auch Bedienungshilfen für Anwender mit einer Behinderung, die auf einen solchen Weg zurückgreifen.
Die Entwickler entsprechender Software haben nun noch bis zum kommenden Sommer Zeit ihre Applikationen umzustellen. Dann sollen weitergehende Maßnahmen verhindern, dass sich externe Codes einfach so in den Browser einklinken. Alternativen zu einem solchen Vorgehen gibt es eigentlich längst. So können externe Anwendungen beispielsweise die Schnittstellen nutzen, die für Plugins vorgesehen sind - oder aber auch das Native-Messaging-API.
Im Juli wird mit Chrome 68 dann das Einschleusen der Codes unterbunden - allerdings nur, wenn dies den Start des Browsers selbst nicht behindert. Im Zweifelsfall wird man die externe Software dann weiter wie gewohnt verfahren lassen. Eine vollständige Blockade will Google dann erst einige Monate später mit der Version 72 einführen, die im Januar 2019 erscheinen soll.
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Die Entwickler entsprechender Software haben nun noch bis zum kommenden Sommer Zeit ihre Applikationen umzustellen. Dann sollen weitergehende Maßnahmen verhindern, dass sich externe Codes einfach so in den Browser einklinken. Alternativen zu einem solchen Vorgehen gibt es eigentlich längst. So können externe Anwendungen beispielsweise die Schnittstellen nutzen, die für Plugins vorgesehen sind - oder aber auch das Native-Messaging-API.
Im April geht es los
Einen ersten Schritt zur Beendigung des jetzigen Zustands wird Google bereits im Frühjahr gehen: Wenn im April die Version 66 des Browsers veröffentlicht wird, erfolgt eine konkretere Information des Users. Bei einem Absturz wird ihm dann mitgeteilt, dass nicht der Browser selbst, sondern eine externe Software für das Problem verantwortlich zu machen ist. Hier wird dann eine Entfernung der Software empfohlen.Im Juli wird mit Chrome 68 dann das Einschleusen der Codes unterbunden - allerdings nur, wenn dies den Start des Browsers selbst nicht behindert. Im Zweifelsfall wird man die externe Software dann weiter wie gewohnt verfahren lassen. Eine vollständige Blockade will Google dann erst einige Monate später mit der Version 72 einführen, die im Januar 2019 erscheinen soll.
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