Im Ausland shoppen: Neue EU-Regel drückt Preise für Paketversand
Um den Online-Handel über Landesgrenzen hinweg zu beleben, hat die EU eine neue Verordnung erlassen. Diese soll für mehr Transparenz auf dem Paketmarkt sorgen und so die Versandpreise innerhalb der EU deutlich senken. Verbraucher sollen an einer zentralen Stelle schnell Einsicht bekommen, welcher Anbieter die günstigsten Preise bieten kann.
Studie zu Versandpreisen in der EU
Die neue Verordnung verpflichtet alle Paketdienstleister, die in EU-Mitgliedstaaten tätig sind, ihre Preise für Auslandssendungen offenzulegen. Verbraucher sollen sich dann über eine zentrale Webseite darüber informieren können, welcher Anbieter für den geplanten Versand die günstigsten Konditionen bieten kann. Diese Transparenz soll wiederum dafür sorgen, dass Unternehmen mit überhöhten Preisen ganz automatisch durch den verstärkten Wettbewerb abgedrängt werden. Zu guter Letzt stärkt die Verordnung die Kompetenzen der nationalen Aufsichtsbehörden und soll so eine bessere Überwachung des Liefermarktes herbeiführen, da diese unter anderem mehr Informationen von den Paketdienstleistern abfragen können.
Versand in Europa heute noch sehr teuer
Der Online-Handel ist unmittelbar mit dem Paketmarkt verknüpft und Versandpreise sind ein großer Faktor bei der Entscheidung von Benutzern, wo sie ihre Produkte am Ende bestellen. Laut der EU-Kommission sind dabei aber bisher beim Versand über Landesgrenzen noch sehr deutliche Hürden zu registrieren. Der Versand eines Pakets wird in der EU aktuell drei bis fünfmal teurer, wenn dieses die Landesgrenzen verlässt. Am heutigen Dienstag hat das EU-Parlament jetzt eine neue Verordnung erlassen, die hier ab dem voraussichtlichen Inkrafttreten im Mai eine Änderung herbeiführen soll.
Studie zu Versandpreisen in der EU
Die neue Verordnung verpflichtet alle Paketdienstleister, die in EU-Mitgliedstaaten tätig sind, ihre Preise für Auslandssendungen offenzulegen. Verbraucher sollen sich dann über eine zentrale Webseite darüber informieren können, welcher Anbieter für den geplanten Versand die günstigsten Konditionen bieten kann. Diese Transparenz soll wiederum dafür sorgen, dass Unternehmen mit überhöhten Preisen ganz automatisch durch den verstärkten Wettbewerb abgedrängt werden. Zu guter Letzt stärkt die Verordnung die Kompetenzen der nationalen Aufsichtsbehörden und soll so eine bessere Überwachung des Liefermarktes herbeiführen, da diese unter anderem mehr Informationen von den Paketdienstleistern abfragen können.
Starker Impuls für den EU-weiten Online-Handel erhofft
Wie die EU-Kommission in einer eigenen Studie ermittelt haben will, wird der Online-Handel in der EU vor allem durch die Sorge der Kunden vor zu hohen Lieferkosten ausgebremst. So hätten zwei Drittel der befragten Kunden angegeben, dass sie sich wegen der hohen Kosten für den Versand gegen eine eigentlich geplante Online-Bestellung entschieden hätten. Auch Handelsexperten erwarten von der Verordnung positive Impulse. "Der aus Kundensicht sowieso transparentere und günstigere Online-Handel wird dadurch noch einmal einen Aufschwung erleben, weil er noch einmal günstiger wird", zitiert heise Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein.
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