Facebook zensiert 'harmlose Beiträge' von Street-Art-Künstlerin Barbara
Seit Anfang des Jahres gilt in Deutschland das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG). Dieses soll eigentlich dafür sorgen, dass Hass, Beleidigungen und ähnliches in sozialen Medien abnehmen. Allerdings zeigt sich immer mehr, dass diese Regelung immer häufiger missbraucht und fehlinterpretiert wird. Das zeigt auch nun der Fall der Streetart-Künstlerin Barbara.
Die kreativen Klebe-Werke sind aus rechtlichen Gründen leicht entfernbar, weshalb man die Fotos davon am besten auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram sehen kann. Doch dort gibt es seit Anfang des Jahres zunehmend Probleme, wie die Künstlerin gestern in einem Facebook-Post schreibt (via FAZ): "In den letzten Wochen haben Facebook und Instagram zahlreiche Beiträge von mir gelöscht, weil sie angeblich gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen. Dabei wurde mir gedroht, dass mein Account gelöscht wird, wenn das nochmal passiert."
So wurde ein Bild mit dem Titel "Mein kleiner, grüner Kaktus" beanstandet, mit dem eine verfassungswidrige Schmiererei überklebt und kommentiert wurde. Außerdem wurde der Brief eines gewissen "Bernd H." entfernt, dieser lädt am 20. April zu einem (sehr deutschen) Geburtstagsfest ein.
Im Zuge der Zensur-Aktion ist ein Facebook-Mitarbeiter dann auch noch über andere Barabara-Werk gestolpert, darunter eine ganz und gar unpolitische Verschönerung eines Verkehrsschildes durch einen BH sowie ein in typischer Barbara-Manier kommentiertes Verbotsschild, bei dem sich offenbar jemand am Wort "Arschloch" gestört hat.
Das Vorgehen gegen die Künstlerin ist der bisherige Höhepunkt des NetzDG-Debakels. Denn es wird immer klarer, dass das Gesetz missbraucht wird, entsprechend viel Kritik prasselt seit Anfang des Jahres auf seine Erfinder ein.
Kleb-Art
Barbara, deren Vorname das einzige ist, was von ihr bekannt ist, gilt als die bekannteste Streetart-Künstlerin Deutschlands. Sie beklebt Verbotsschilder und sonstige öffentliche Texte mit humorig-ironischen Kommentaren, dabei bezieht sie auch Stellung und spricht sich in ihren Werken immer wieder für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit aus.Die kreativen Klebe-Werke sind aus rechtlichen Gründen leicht entfernbar, weshalb man die Fotos davon am besten auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram sehen kann. Doch dort gibt es seit Anfang des Jahres zunehmend Probleme, wie die Künstlerin gestern in einem Facebook-Post schreibt (via FAZ): "In den letzten Wochen haben Facebook und Instagram zahlreiche Beiträge von mir gelöscht, weil sie angeblich gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen. Dabei wurde mir gedroht, dass mein Account gelöscht wird, wenn das nochmal passiert."
"Harmlose Beiträge"
Barbara schreibt weiter, dass die gelöschten Werke aus ihrer Sicht "völlig harmlose Beiträge" seien, die sich "gegen rechtsradikale Schmierereien und diskriminierende Schilderbotschaften" gerichtet haben. Und tatsächlich beziehen die gelöschten Werke zwar teils Stellung gegen rechtes Gedankengut, allerdings wohl kaum in einer Weise, die man als beleidigend ansehen kann.So wurde ein Bild mit dem Titel "Mein kleiner, grüner Kaktus" beanstandet, mit dem eine verfassungswidrige Schmiererei überklebt und kommentiert wurde. Außerdem wurde der Brief eines gewissen "Bernd H." entfernt, dieser lädt am 20. April zu einem (sehr deutschen) Geburtstagsfest ein.
Im Zuge der Zensur-Aktion ist ein Facebook-Mitarbeiter dann auch noch über andere Barabara-Werk gestolpert, darunter eine ganz und gar unpolitische Verschönerung eines Verkehrsschildes durch einen BH sowie ein in typischer Barbara-Manier kommentiertes Verbotsschild, bei dem sich offenbar jemand am Wort "Arschloch" gestört hat.
Das Vorgehen gegen die Künstlerin ist der bisherige Höhepunkt des NetzDG-Debakels. Denn es wird immer klarer, dass das Gesetz missbraucht wird, entsprechend viel Kritik prasselt seit Anfang des Jahres auf seine Erfinder ein.
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