Opera: Internet Explorer 8 untergräbt Standards

Browser Nach Auffassung von Opera-Chef Jon von Tetzchner wird auch der neue Internet Explorer 8 wieder die aktuellen Webstandards untergraben. Microsoft sei zwar auf dem richtigen Weg, für Opera reicht dies jedoch nicht aus. Gegenüber 'The Register' erklärte von Tetzchner, dass das grundlegende Problem Microsofts Entscheidung sei, den Nutzern weiterhin die Möglichkeit zur Ansicht von Milliarden alter Webseiten zu geben, die für den Internet Explorer 6 oder 7 entwickelt wurden. Microsoft beeinflusse die Entwicklung des Internets dadurch weiterhin negativ und könne zudem dem Wettbewerb im Browser-Markt schaden, so von Tetzchners Vorwurf.

Opera wolle sicherstellen, dass es Wettbewerb und eine Art Schiedsrichter gibt - damit alle die Regeln befolgen. Offenbar sieht von Tetzchner auch die Missachtung von Web-Standards als Versuch Microsofts, den Wettbewerb bei den Browsern zu behindern. Der Konzern hätte seiner Meinung nach seine Größe nutzen können, um das Problem ein für alle Mal zu beseitigen.

Microsoft habe eine einzigartige Stellung - sobald das Unternehmen einen neuen Browser heraus bringt, würden sofort Millionen von Anbietern dafür entwickeln, so von Tetzchner. Er befürchtet nun, dass Microsoft durch seine Marktmacht versucht, die Entwicklung und Adaption neuer Web-Technologien auszubremsen.

So hat der Konzern zwar HTML5 und CSS2.1 im IE8 implementiert, die bei Google, Mozilla und Opera eingeführte Unterstützung für SVG (Scalable Vector Graphics) fehlt aber weiterhin. Als weiteres Beispiel für Microsofts Möglichkeit, den Markt nach eigenem Gutdünken zu beeinflussen, nennt von Tetzchner den Flash-Ersatz Silverlight, der erst durch Bemühungen von Dritten für andere Systeme als Windows zugänglich wurde.
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