SpaceX zeigt neues spektakuläres HD-Video des Starship SN10-Fluges

Vor zwei Wochen gelang es SpaceX, dem Weltraumraum-Un­ter­neh­men von Elon Musk, erstmals, sein Starship zu starten, auf rund zehn Kilometer Höhe aufsteigen zu lassen und dann zu lan­den. Letz­te­res ist zwar mit einem Aber zu versehen, doch den Flug kann man nun noch einmal erleben - in be­ein­dru­cken­den Bildern.

An sich kann man die Starts der Starship-Prototypen, die SpaceX seit geraumer Zeit durchführt, in Live-Feeds erleben. Nach ersten "Hopsern" gab es insgesamt drei Flüge in rund zehn Kilometer Höhe. Diese Marke konnte stets erreicht werden, die Flugkörper mit den Seriennummern SN8 und SN9 explodierten aber gleich bei der Landung bzw. dem Versuch. Bei SN10 gelang das Manöver vollständig, SpaceX konnte die Rakete, die später als zweite Stufe auf einem Super-Heavy-Booster sitzen wird, sicher landen.

"Sicher" ist allerdings Definitionssache: Denn einige Minuten nach dem Aufsetzen des Starship SN10 gab es dennoch eine spektakuläre Explosion. Grund dafür war, dass die Landung nicht ganz so sanft war, wie sie im Stream ausgesehen hat. Denn später verriet Elon Musk, dass das Triebwerk nur noch wenig Schub gehabt habe, "da es (wahrscheinlich) teilweise Helium aus dem Kraftstofftank aufgenommen hatte. Der Aufprall von 10 m/s zertrümmerte Beine und einen Teil der Schürze."

Spätere Explosion ist nicht zu sehen

Dennoch kann und muss der SN10-Flug als voller Erfolg gewertet werden und das macht SpaceX auch. Aus diesem Grund hat man ein Video veröffentlicht, das man nur mit Worten wie spektakulär und sehenswert umschreiben kann. Denn in dem knapp zwei Minuten langen "Best-of" des SN10-Fluges kann man alle wichtigen Manöver sehen und das in hochaufgelösten "Mittendrin, statt nur dabei"-Aufnahmen.

Die Explosion oder das Brechen der "Beine" kann man darin hingegen nicht sehen. Das ist nicht überraschend, denn schließlich ist das ein Clip, der die Erfolgsstory zeigen will. Kurzum: Es ist de facto ein Werbevideo. Das soll die Qualität der Aufnahmen aber dennoch nicht schmälern.

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Immer wieder total surreal wie behäbig und gleichzeitig graziös sich die Teile bewegen ... wenn man da an die guten alten Trägerraketen mit massig Triebwerken denkt, die rasend schnell beschleunigen und mit Höllengetöse davon schießen ... schon geil.
 
@kallinski: Das Zeug muss ja auch steuerbar sein. geht wahrscheinlich mit "behäbig" fliegenden Objekten besser als bei Hyperschall.
 
@F98: Ich wundere mich z.B. immer was so alles möglich ist wenn die Science gegenüber der Fiction den 2ten Platz macht. Und ja erinnert mich irgendwie immer an die Filme mit einem Zeppelin. Da hatte man mit ähnlichem Feuerwerk auch lange geübt normal zur Schwerkraft zu landen. Immer wieder schön anzuschauen.
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