Explosion des Starship SN9: Erneut gelingt Flug, aber nicht Landung

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Nach mehreren Verzögerungen war es in der Nacht auf heute wieder einmal soweit, SpaceX hat einen neuerlichen Testflug seines Starship absolviert, dieses Mal war die Seriennummer SN9 an der Reihe. Und dieser Flug lief im Prinzip genauso ab wie der davor: Nach einem Bilderbuchflug folgte eine spektakuläre Explosion.

Das Starship ist ein essentieller Bestandteil der Ambitionen von SpaceX. Denn dieses Raumschiff, das genau genommen die zweite Stufe darstellt (für den eigentlichen Start wird später die Super Heavy-Rakete verantwortlich sein), soll einmal zum Mond und dann auch Mars fliegen. Der Weg dahin ist aber noch ein weiter.

Denn auch der Flug der SN9 verlief nicht ganz nach Plan. Oder besser gesagt: Der Flug verlief vollständig nach Wunsch, die Landung gelang aber erneut nicht. Starship SN9 erreichte wie geplant eine Höhe von zehn Kilometern und konnte dann in eine horizontale Position gebracht werden, um den Flugkörper zu bremsen.

Knapp vor der Landung wurde das Starship SN9 wieder in vertikale Position gebracht. Es kam dann sofort zur Zündung eines Triebwerkes, damit sollte die Rakete mehr oder weniger sanft aufsetzen. Doch das gelang nicht. Die vertikale Position konnte nicht erzielt werden, stattdessen "schwang" das Starship in die entgegengesetzte Richtung und hatte einen Winkel, der ein Aufsetzen unmöglich machte. Die Folge war dieselbe wie Mitte Dezember 2020: eine Explosion nach einer Flugzeit von 6 Minuten und 26 Sekunden.

"Müssen an Landung arbeiten"

SpaceX feierte den Flug aber dennoch als Erfolg: "Wir hatten wieder einen großartigen Flug, wir müssen nur noch ein bisschen an der Landung arbeiten", sagte SpaceX-Ingenieur John Insprucker, der die Web-Übertragung kommentierte. Demnach habe man wertvolle Daten sammeln und auch erfolgreich die Steuerung der Rakete und des Wiedereintritts in die Unterschallphase demonstrieren können.

Die wahren Probleme könnten SpaceX aber erst bevorstehen: Denn es wird immer klarer, dass das Raumfahrtunternehmen auf Konfrontationskurs mit der Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration geht. Die FAA kündigte gegenüber CNBC eine Untersuchung an, da mittlerweile bekannt wurde, dass der Dezember-Start ohne Erlaubnis der FAA stattfand und SpaceX sich über Verbote hinweggesetzt hat.


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Klingt wie: Operation gelungen, Patient tot
 
@Farron: Bei der NASA waren aber auch einige solche "Patienten" verstorben und später leider auch Menschen.
 
Never Comeback Airline
 
Sooo ein Feuerball JUNGE!
 
Also um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, ob ich am Ende mit so nem Teil fliegen würde. Das Teil fällt wie ein Stein zu Boden um dann kurz vorm Aufschlag die Triebwerke zu zünden und sich in Landeposition zu drehen. Um Ehrlich zu sein sieht mir das schon ein bisschen arg optimistisch aus.
 
@Knarzi81: Nach aktuellem Stand würde ich mein Leben auch eher der ach so altmodischen NASA anvertrauen. Ich meine, okay, mit einem SpaceX-Raumschiff wäre der Abgang natürlich irgendwie saucool, aber das bringt mir dann ja auch nicht mehr viel... ^^
 
@DON666: Vor allem 6 Monate in dem Ding eingepfercht für einen Bauchklatscher auf dem Mars. Und aktuell sind da nur 3 Triebwerke drin. Am Ende sind es 9, die alle nach 6 Monaten Schockfrosten wieder anspringen müssen. Ich hoffe, die haben da noch ne Backuplösung auf dem Reißbrett.
 
@Knarzi81: 3 sealevel, 3 vaccuum. Und da die mit cryo-Treibstoffen arbeiten, sind schockgefrostete Triebwerke wohl weniger ein Problem ... schwieriger wird es eher sein die Treibstoffe über die lange Zeit auch im cryo-Zustand im Tank zu halten. Im Grunde werden die Triebwerke vor der Zündung sogar mit den Triebstoffen noch gekühlt, damit sie überhaupt gezündert werden können. Wenn man bedenkt, dass in den Laderaum 825m³ passen und die 100 Leute transportieren wollen, dann gibt es bestimmt angenehmere Dinge, aber Sardinendose würde ich nicht sagen ...
 
@JoePhi: 3 qm pro ist schon ganz schön kuschelig
 
@Knarzi81: in der Raumfahrt gibt es keinen Plan B, maximal Improvisation wenn was schief läuft.
 
@Knarzi81: dass die ersten bemannten Missionen zum Mars eher Selbstmordmissionen sind ist bekannt. Das größte Problem ist lange bekannt und mittlerweile dank Corona auch für jeden nachvollziehbar. Man sitzt eingepfercht mit allen anderen auf einem Haufen. Keiner kann raus, keiner kann abbrechen, keiner hat so richtig Privatsphäre. Und das hört ja nach den 6 Flugmonaten nicht auf. In den Wohneinheiten auf dem Mars wird es kaum luxuriöser zugehen.
 
@DON666: 1) Anzahl der Raketen, die die Nasa aktuell überhaupt hat: 0. 2) Space X arbeitet agil. Während Nasa, ESA und Konsorten konservativ jahrelang versteckt von der Öffentlichkeit irgendwelche Sachen schwerfällig testen, arbeitet SpaceX erstens komplett transparent (Jeder Test wird im Internet übertragen, Explosionen gehören zum Entwicklungsprozess dazu), und zweitens sehr sehr schnell. Änderungen werden schnellstmöglich ausprobiert. 3) Während SpaceX bisher ein paar Test-Raketen geschrottet hat, sind die Unfälle mit Menschen bisher immer mit Nasa (die großartiges geleistet hat und leistet!) und Konsorten passiert.

Also, kein Mensch wird mit diesem Teil so wie es da stand irgendwohin fliegen. Weil wir hier Zeuge eines Testflugs mitten in der Entwicklung waren. Weil das Ding mitten in der Entwicklung ist. Und weil man mit möglichst vielen Fehlern möglichst viel Wissen gewinnen kann, bin ich überzeugt, dass das Teil in Kürze sicherer ist als irgendwelche Raketen, die jahrelang hinter Vorhängen entwickelt wurden, wo sich das Team aus Kostengründen nicht leisten kann dass die erste Rakete in die Luft geht. Dort hast nämlich keine Daten was schief gehen kann.
 
@Tintifax: Es geht doch nicht darum ob irgendwer was besseres hat oder wie gearbeitet wird. Es geht einfach nur darum, das es mir aktuell schon sorgen bereiten würde, mit 200 km/h auf den Boden zuzufallen um dann 100 Meter überm Boden mich drauf zu verlassen, dass die Triebwerke für die nötige Vollbremsung auch zünden. Das ist und bleibt eine sehr wagemutige Landemethode. Um mehr ging es hier doch gar nicht. SpaceX hat schon oft bewiesen, dass sie das in Griff bekommen können, aber nach aktuellem Stand, würde ich da eben nicht unbedingt die ersten 100 Flüge mitmachen, wenn es mal fertig ist. Wenn Menschen drin sitzen, dann gibt es keinen Platz für Toleranz wie bei den Boostern.
 
@Knarzi81: Hab ich irgendwo was von besser oder schlechter arbeiten geschrieben? Es geht um anders arbeiten. Die NASA arbeitet im Hintergrund, und SpaceX offen und transparent. Deshalb sieht man solche Sachen überhaupt. Ich bin mir sicher: In dem Moment, in dem SpaceX Menschen reinsetzt, ists dort sicher. Die haben im Gegensatz zur Nasa aktuell Raketen die Menschen in den Weltraum befördern. Ich wüsste nicht warum ich der Nasa aktuell mehr Vertrauen schenken sollte als SpaceX - Nur weil die den Entwicklungsprozess KOMPLETT transparent machen und deshalb die ganz normalen Fehlschläge zu sehen sind.
 
@Tintifax: Ja, und wer wie arbeitet ist völlig belanglos, weil es einzig um die Landemethode geht. Die würde ich auch bei der ESA oder NASA mit ihrer Intransparenz erstmal nicht für vertrauenswürdig halten. Du tust aber so, als hätte man SpaceX kritisiert, was gar nicht das Thema war!
 
@Knarzi81: Nein, es geht nicht um die Landemethode. Es geht darum, dass wegen einer Explosion mitten in einer Entwicklungsphase so getan würde als ob da irgendwas unsicherer ist als zB bei der NASA.
 
@Tintifax: Willst du mir jetzt erklären, was ich wie gemeint habe? Du kommst mir hier gerade wie ein 14-jähriges Mädchen aus den 90ern vor, dem ich gesagt habe, dass ich den aktuellen Titel von Take That nicht so mag. Die haben das dann auch gern direkt als Generalkritik verstanden.
 
@Knarzi81: Aktuell würde sich natülrich niemand auch nur im Ansatz nähern. Wenn man aber bedenkt, dass im Grunde jeder vor dem Flug von SN8 überhaupt gespannt war, ob dieses einzigartige neue Triebwerk überhaupt so eine Flugphase leisten kann, dann ist das durchaus beeindruckend. Weiter sieht man, dass dieses Manöver durchaus möglich ist (allein ein 12-stückiges Hochhaus von 100t innerhalb von so kurzer Zeit überhaupt so aufzustellen, ist beeindruckend. Und eines ist klar: Das schwierigste kommt erst noch: Das Abbremsen in der Atmosphäre. Und weiter ist auch klar: Bevor man überhaupt nachdenkt, dass hier Menschen mitfliegen, muss das Teil hunderte Male ohne Probleme geflogen sein. Aber ... trotzdem ist der Kommentar traurig ... wenn man sieht, was da schon möglich ist (wir sprechen hier über den 2. Prototypen, der überhaupt einen Höhenflug absolviert hat), ist das eher die Zeit gespannt auf die Fortschritte zu sein und nicht zu meckern. Zum Glück wird das in den USA gemacht und nicht hier. Dort schaut man eher auf das Potential ... hier in Dtl. ist das Fokus eher auf den Fehlern. Genau deshalb haben wir im Vergleich ein Innovationsnachteil. Was nicht geht, ist irrelevant ... relevant ist zu schauen, was wie machbar ist. Leider typisch Deutsch, dieser Fokus.
 
@Knarzi81: Warum gibts immer wieder irgendwelche halblustigen Menschen, die glauben jede Diskussion nutzen zu müssen um möglichst schnell und sinnlos zu eskalieren? Ich hab ursprünglich nicht dir geantwortet, sondern dem DON666. Ich hab mich bezogen auf den Satz "Nach aktuellem Stand würde ich mein Leben auch eher der ach so altmodischen NASA anvertrauen.". du hast dich eingemischt. Und jetzt spielst dich auf als ob ich mich eingemischt hätte? Halt einfach die Füße still, alles gut. Du bist eh super.
 
@JoePhi: Das waren auch meine Gedanken und ich finde das absolut beeindruckend für den 2ten Flug. Noch ein paar und das Ding landet stehend und dann gehts an die Details. Wenn man bedenkt, dass die Nasa 60 Jahre nix an ihrem Ansatz geändert hat und was Space X innerhalb von 10 Jahren aufgestellt hat, da schlackert man schon etwas mit den Ohren.
 
@Tintifax: ähm, nein. Knarzi hatte den ersten Kommentar geschrieben, woraufhin Don666 geantwortet hat. Von "einmischen" kann da also irgendwie keine Rede sein.
Und auch Don666 hat sich nur auf den Abgang bezogen, so wie Knarzi, während du ein "mimimi die reden schlecht über SpaceX" daraus gemacht hast.
Lies es dir doch einfach nochmal in Ruhe durch? :)
 
@Joyrider: don666 hat den von mir zitierten Satz geschrieben, ich hab auf den Kommentar geantwortet. Damit werd ich wohl wissen worauf ich mich beziehe... was davor war ist komplett irrelevant
 
@DON666: NASA hat halt leider momentan überhaupt nichts zu bieten, bezüglich bemannter Raumfahrt. Schau dir mal Falcon 9 von SpaceX an, die macht das momentan ganz gut ;)
 
@DON666 und @Knarzi81: Naja, womit fliegt denn die NASA derzeit? Mit russischen Raumschiffen. Die Landung mit einer Sojus-Kapsel läuft wie ab? Die fällt wie ein Stein zu Boden, um dann kurz vor dem Aufschlag den Fallschirm zu entfalten. Was auch schon schiefgegangen ist...

Überhaupt ist bei den Russen auch viel schiefgelaufen, bevor die im All waren. Die haben das allerdings aus politischen Gründen damals nicht so an die große Glocke gehängt, kalter Krieg und so. Und heute kräht halt keiner mehr danach, weil's ja schon so ewig lange her ist.

Tatsächlich siehts zur Zeit wohl so aus, daß die Russen die einzigen sind, die bis auf weiteres planbar und regelmäßig Menschen in's All und wieder zurück bringen können. Die NASA hat seit der Stilllegung ihrer Shuttles nichts mehr in dieser Hinsicht zu bieten. Außer ich hab was übersehen. Ja, es gibt Pläne... aber die fliegen noch lange nicht.
 
@Knarzi81: es gibt im netz genug Videos, als Mercedes und Porsche in den 70er Jahren Crash-Tests mit den Sicherheitshurten vollzog, bevor es Pflicht wurde. Würde ich dauerhaft solche Videos anschauen, würde ich auch nicht mehr in ein Auto sitzen wollen
 
@AlexKeller: Was ist das denn für ein Vergleich? Falle ich mit einem Mercedes oder Porsche dem Boden entgegen, ohne irgendeine Kontrolle zu haben? Da bin ich der Fahrer und entscheide mit meinem Fahrstil ob ich Angst haben muss.
 
@Knarzi81: Wenn der Sicherheitsgurt nicht funktioniert, ist die Chance zu sterben schon bei 30km/h so hoch, dass man dieses Risiko nicht eingehen sollte. Sprich ... ohne das wäre das Auto mit einer solch niedrigen Geschwindigkeit im Grunde nicht nutzbar. Allein aus diesem Grund ist der Vergleich nicht ganz falsch.
 
@Knarzi81: "Da bin ich der Fahrer und entscheide mit meinem Fahrstil ob ich Angst haben muss."

Das ist ein Trugschluß. Du bist nicht alleine auf der Straße, und hast auch keine Kontrolle über den Fahrstil der anderen. Und genau deswegen solltest Du eigentlich permanent Angst haben, wenn Du Auto fährst. Wenn Dir einer in Dein Auto fährt, hast Du nicht die geringste Kontrolle über irgendwas. ;-)

Ich hatte das "Vergnügen" erst vor ein paar Wochen. Die Dame hinter mir hat mich erst registriert, als ihr Airbag in sich zusammengefallen war. Kontrolle ist eine Illusion.
 
@starship: "Kontrolle ist eine Illusion." Die der Mensch aber braucht um zu überleben. Es gibt aber ein paar Wenige die wissen um diesen Umstand ohne Angst zu bekommen.

Ich bin da aber völlig bei dir, man sollte sich im klaren sein, dass alles was man nicht selbst beeinflusst zum potentiellen Risiko werden kann.
 
@Knarzi81: Ob du dem Boden entgegen fällst oder auf eine Mauer zurast ist erstmal egal. Und bei Tempo 200 kann man auch bei einem Auto nicht mehr von Kontrolle reden. Passiert irgendwas unvorhergesehenes z.B. ein Reifen platzt, etwas liegt auf der Straße, ein Stein fällt von der Brücke, dann hat man das gleiche Gefühl wie Elon Musk bei dieser Landung.
 
@Knarzi81: Das ist fast wie bei den früheren Space Shuttles der NASA. Die Teile waren nämlich eigtl. nicht flugfähig und auch nicht darauf ausgelegt, dafür sind die Flügel viel zu klein. Darum hatten Space Shuttles ja auch nur einen einzigen Versuch für die Landung, der gelingen musste sonst Absturz. Space Shuttles fallen ja auch nach Eintritt in die Atmosphäre vom Himmel runter wie ein Stein, die Piloten müssen den Sturzflug in einem genau berechneten Bogen zur Landebahn hin durchführen und dann im letzten, ebenfalls genau richtig getimeten Moment die Nase stark hochziehen, um die hohe Fallgeschwindigkeit in möglichst viel Auftrieb für ein sanftes Aufsetzen umzuwandeln. Ohne das Aufbauen einer hohen Geschwindigkeit durch den nahezu freien Fall bis kurz vor dem Aufsetzen wäre das Teil aufgrund seiner miesen Flugeigenschaften nicht in der Lage in horizontaler Aufsetzlage genügend Auftrieb zu erzeugen um nicht auf dem Boden zu zerschellen.

SpaceX zieht eben im letzten Moment nicht hoch, sondern zündet die Triebwerke. Die Sache mit der Verringerung der vertikalen Sturzgeschwindigkeit im letzten Moment und nur eine einzige Chance in einem kleinen Zeitfenster haben beide jedoch vollkommen gemein. Bei dem einen musst du dich drauf verlassen, dass die Triebwerke alle auch wirklich noch zünden, bei dem anderen darauf, dass die Ruder durch den Eintritt in die Atmosphäre nicht beschädigt wurden und den weit höheren Belastungen im Vergleich zu einem normalen Flugzeug kurz vor dem Aufsetzen noch standhalten.
 
Vielleicht sollte man sich von dem Konzept der aufrechten Landung verabschieden ?
Es sieht so aus als das diese Art der Landung momentan nicht zuverlässig in den Griff zu bekommen ist.
Wenn es leere Raketen sind, ist es egal. Aber es sollen ja auch mal Menschen damit befördert werden.
Wer will das riskieren ?
 
@Brassel: Nunja, wenn sowas dazu führen würde, das auf der ISS Luft knapp wird und die den Gürtel enger schnallen müssen, da der Nahrungsnachschub ausbleibt, wäre es nicht viel besser .. mit ner in dem Sinne menschenleer bleibenden Rakete.
 
@Brassel: Es gab in der Wissenschaft immer Rückschläge bei der Erprobung und Erforschung. Wir wären heute nicht auf diesem Stand, hätte man immer bei zwei erfolglosen Versuchen, gleich das Handtuch geschmissen.
Die derzeitige Starship-Produktion ist darauf ausgelegt, möglichst schnell neue Prototypen zu produzieren und starten zu lassen, und schlussendlich auch zu verlieren. Das hat SpaceX schon früh erkannt, dass das notwendig ist. Derzeitiger Intervall ist bei etwa 6 Wochen, wobei sie das noch verkürzen wollen.
Diese völlig neue Art von Raketenlandung muss nun mal getestet und Erfahrung gesammelt werden. Damals Anfang des letzten Jahrhunderts, hatten sie die umgekehrte Problematik: Die Raketen mussten erstmal starten und stabil fliegen. Mit unzähligen Explosionen hat man sich die heutige Raketentechnologie erlauft.
 
@modercol: Das bezweifel ich gar nicht. Versuch und Irrtum, probieren bis es klappt.
Ich habe nur so meine Bedenken das wir mit der zur Verfügung stehenden Technik, diese Form der Landung in den Griff bekommen können.
 
@Brassel: Das hat Space-X aber doch schon bewiesen, dass sie das können. Nun geht es darum die Technik mit höherer Last in Bemannten Raumschiffen stabil zum laufen zu bekommen.

Booster wiegen weniger und wenn sie daneben Landen oder eben Explodieren ist das Ärgerlich aber kein menschlicher Verlust.

Die Tatsache, dass sie es da aber hinbekommen haben erübrigt doch jeden Gedanken darüber, dass es hier nicht klappen sollte.
 
@Brassel: Auch hier den Vermerk zur Falcon 9 die das fast schon perfekt hinbekommt. Dürften bald über 100 Landungen sein, wenn ich mich nicht irre? Und das aufrecht. Dieses Starship oben ist halt eine neue Entwicklung, das dauert eine Weile bis das zuverlässig wird.

Die aufrechte Landung ist vorallem auch hinsichtlich des Mars wahrscheinlich die beste Methode da dort die Atmosphärischen Begebenheiten ganz anders sind als auf der Erde.
 
@MiezMau: Und weil es mit den Landebahnen dort etwas mau aus sieht.
Ist schon klar.
 
@Brassel: Wenn man dies aufgibt ... und wir sprechen hier ja über 'propulsive Landing', also die Landung an einem Punkt ohne runway ... kann man direkt den Besuch auf anderen Planeten vergessen. Außer man schickt vorher den Weihnachtsmann hin, damit der eine Landebahn baut. Von daher ... entweder man bekommt das so hin, oder man kann es im Grunde direkt sein lassen. Und wieso sollte man sich schon nach dem 2. Prototypen, der das überhaupt probiert hat, aufgeben. Bei SN8 hat man gesehen, dass das sTeil schon aufrecht war ... wenn da der Druck auf dem Methan-Tank dagewesen wäre, hätte das Teil gestanden. Und jetzt hat man gesehen, dass nur eines der zwei Triebwerke gezündet hat (das andere ist eher explodiert), was dafür geführt hat, dass das Überschwingen nicht gestoppt werden konnte. Sprich ... das Ansatz ist schon gut ... die Frage was genau für den Ausfall des Triebwerks geführt hat, wird auch rasch geklärt werden. Das erste Problem haben sie ja auch innerhalb von wenigen Wochen hinbekommen. Ich denke ab Mitte des Jahres werden die Teile stabil landen. Spannend wird dann aber die Wiedereintrittsphase ... denn das hat bis jetzt nur das Shuttle gemacht ... und wir wissen wie schwierig das dort war ... sprich: Hier muss SpaceX zeigen, dass sie das auch wiederholt können, ohne, dass man den Hitzeschild dauernd tauschen muss. Aber nach dem 2. Fehlschlag direkt aufgeben? Was ist das denn für eine Einstellung?
 
@JoePhi: Ich habe nie geschrieben das dieses Konzept aufgegeben werden soll.
 
@Brassel: o5 Zitat: "Vielleicht sollte man sich von dem Konzept der aufrechten Landung verabschieden ?"
 
@PatrickH: Den Satz danach nicht gelesen ?
 
@Brassel: natürlich funktioniert das Konzept... Auch schon mehrmals bewiesen... Hier ist aber ein neuer Raketen Typ...
 
@Brassel: wo ist das Problem? Bei den falcons funktioniert einwandfrei... Es war ein Testflug und die zerstörung war erwartbar... Hätte es geklappt wär es ok gewesen, wenn nich dann nicht
 
"Ein bisschen an de Landung arbeiten" wäre für mich ja, wenn das wiederverwendbare Raumschiff dabei reparable Schäden nimmt, statt heile runterzukommen - will sagen: Passagieren und Fracht würde nichts passieren. Wenn das ganze Ding explodiert ist das doch ziemlich schöngeredet.
 
@DRMfan^^: ich glaube die Ironie an der Aussage hat im Grunde jeder rausgehört .... oder nicht?
 
@JoePhi: Ironie oder Marketinglüge fragt man sich da doch einfach.
 
@DRMfan^^: Marketinglüge? Verkauft Space-X Autos, dass sie die Sichtweise der Allgemeinheit interessieren muss? Sie liefern hier Transparent die Entwicklung neuer Technologien für interessierte und wer sich dafür interessiert kann das auch entsprechend einsortieren.
 
@DRMfan^^: ich glaub das Ding kennt nur 2 Zustände. Aufrecht Landen und Explodieren. Zum einen wird es wahrscheinlich nicht genügend Bremsschub geben, wenn das Raumschiff schräg steht, zum anderen ist es vermutlich so schwer, dass es sogar explodiert, wenn es aus dem Stand umfällt.
 
Winfuture mal wieder.....
Es ist garnicht geplant gewesen das SN9 ohne Probleme landet. Wenn es geklappt hätte, wäre gut aber eben nicht geplant.
Die Testflüge sind nur dafür da um genug Daten zu sammeln wie sich SN9 im Flug verhält.
Die Falcon 9 landungen sind am Anfang auch fast alle schief gegangen.
 
@Riplex: Jetzt komm hier nicht mit Aufklärung die noch bilden würde und passe dich der Sensation an. :P Langsam verstehe ich aber wie Luftschiffe/Zeppeline und Transrapid uns bis heute in der steinzeitlichen Infrastruktur gelassen haben wenn die Meldungen da ähnliche waren. Klar waren da Menschenleben betroffen aber daraus sollte man eben wie auch hier lernen und nicht voreilige moralische/emotionale Schlüsse ziehen.
 
Also Grundsätzlich keine Schlechte Idee die Kiste kurz vor Aufschlag Abzufangen und zu die Triebwerke zum Boden zu Richten.
Grundsätzlich ist die Idee gut nur das Timing welches in der Praxis dann eine Variable ist wegen Zuladung dürfte schwierig sein.
Im Video sah es sehr Stark nach Komplett Falschem Timing aus Rollen viel zu Spät und die Triebwerke haben oder konnten nicht mehr Ausreichenden Schub generieren um die Sinkrate Stark genug zu verringern.
Ich verstehe eh nicht wieso man hier so Kompliziert sein will außer weil es Cool aussieht lieber ganz Klassisch Fallschirme oder Fahrwerk und man hätte dennoch ein Mehrweg Raumschiff.
Bin von Musk hier eh sehr Enttäuscht er ist ja die Grüne Ikone könnte man meinen wieso fliegen die Teile dann nicht mit Strom das wäre mal Öko bedenkt man den Schadstoff Ausstoß können 1000 Diesel in 100 Jahren nicht schaffen.
Und das Ziel ist ja am Ende viele Flüge hin und zurück Täglich.
 
@Freddy2712: An dieser Stelle merkt man, dass du dich mit Raketenwissenschaften noch nie auseinander gesetzt hast :P
Um die Erde verlassen zu können, ist enorm viel Kraft nötig. Dabei muss bedacht werden, dass die Atmosphäre dünner wird, also klassisches Prinzip eines Propellers zB irgendwann gar nichts mehr bringt. Düsen sind daher die einzige wirklich brauchbare Technologie, da sie die größte Rückstoßkraft erzeugen können, die uns bisher möglich ist.
Jetzt wirds ein wenig mathematisch, aber ich versuche es möglichst einfach zu halten. Die Kraft definiert sich aus der Summe aus Änderung von Masse und Geschwindigkeit über die Zeit. Also Kraft = (Masseänderung * Geschwindigkeit) + (Masse * Geschwindigkeitsänderung).
Die Geschwindigkeitsänderung ist nichts anderes als eine Beschleunigung in Richtung weg von der Erde in unserem Fall. (Die Formel ist eigentlich ein Integral, aber ums einfach zu halten nehmen wir mal die "Schulform")
Da die Masse in den meisten unserer Anwendungsfälle gleich bleibt, ist der Teil = 0, daher lernen wir in der Schule auch nur den Teil F =m*a (also Kraft gleich Masse mal Beschleunigung).
Um die Erde zu verlassen müssen wir also stets eine größere Kraft aufwenden, als F = m_Rakete * g (Gravitationsbeschleunigung). Das Problem ist aber, dass die Gravitationskraft nur sehr schwach mit der Entfernung abnimmt, also an der Stelle wo die Atmosphäre sehr dünn ist, noch fast genauso groß ist wie auf der Oberfläche. Während die Kraft auf dem Boden dank hohem Druck und dichter Luft schon lächerlich einfach überwunden werden kann mit einem Propeller, ist es weiter oben nicht mehr möglich.

Wenn wir aber mit unseren Technologien nicht in der Lage sind, die Beschleunigung so enorm hoch zu treiben, wie es nötig ist, damit die Kraft ausreicht um die Rakete von der Erde weg zu beschleunigen, um sie auch tatsächlich verlassen zu können, müssen wir uns dem zweiten Teil der Gleichung auch bedienen: Masseänderung. Beim Ausstoßen des Treibstoffs wird die Rakete leichter, somit erhöhen wir die ausgeübte Kraft der Rakete (bzw. auf die Rakete), was uns letztendlich dazu ermächtigt die nötige Kraft zu erreichen. Auch das Abwerfen der verschiedenen Endstufen, um das eigentliche Ziel, also einen Shuttle oder Satelliten, ist ein wichtiger Teil des Vorgangs. Bisher hat man die einfach verglühen lassen oder als Müll ins Meer fallen lassen und an diesem Punkt setzt Musk an und möchte diesen Müll (und den Bedarf die Endstufen neu bauen zu müssen) verhindern. Daher auf lange Sicht auch günstiger und umweltfreundlicher.

Das Ganze ist natürlich insgesamt noch etwas komplexer, auch aufgrund der Aerodynamik, die sich je nach Höhe auch ändert, wo Winde auch nochmal eine Rolle spielen usw. Ist jetzt auch etwa 7 Jahre her, als ich das zuletzt durch gerechnet hab, deswegen könnte ich es auch nicht viel detaillierter erklären, ohne nochmal nachschlagen zu müssen.

Was ich damit sagen will, auch der gute Musk ist nicht in der Lage sich über die Regeln der Physik hinweg zu setzen und voll auf Öko zu setzen. Daher nutzten wir alle immer noch Raketen. Erst mit einer neuartigen Antriebsform (Ionenantrieb bspw., oder wenn wir in die SciFi rücken, einen Antrieb der die Gravitation verändert). Aber es muss sich erst zeigen, ob die aktuell erforsche Technologie des Ionenantriebs diese Kraft erzeugen kann (aktuell macht nur der Betrieb im All Sinn, da hierfür spürbar weniger Treibstoff benötigt wird, arbeitet aber auch nur nach dem Rückstoßprinzip). Und solange wir es noch nicht geschafft haben Gravitonen zu erzeugen, sind wir weiterhin an Raketen gebunden.
Musk macht einfach das Naheliegendste: Die Technologien nutzen, die es zu seiner Lebzeit gibt, um den Mars zu erreichen.
 
@Freddy2712: von welchem schadstoffausstoss sprichst du? Ein Großteil ist Sauerstoff und methan
 
@Freddy2712: die Atmosphäre auf dem Mars ist viel zu dünn, damit das mit Fallschirmen hinhaut. Curiosity wiegt 900 kg und konnte nwr in den niedrigeren Regionen landen. Ein neuer 35-Meter-Fallschirm der Nasa soll 2-3 Tonnen bremsen können. Das Starship soll 100 Tonnen und 50 Tonnen Nutzlast für die Landung auf die Waage bringen. Das sind ganz andere Dimensionen.
 
Hab ich was verpasst?
Ist SN10 gecrasht?
Ach, nein!
Der Crash von SN9 vom 03.02.21 taucht hier heute auf.
UND SN10 ist NOCHT NICHT getestet.
 
Statt erstmal eine Methode, den Plastikmüll aus den Meeren zu entfernen zu finden, wird jetzt erstmal sinnlos der Mars angeflogen. Bei jedem Start werden Unmengen an Dreck in die Atmosphäre geblasen. Reicht die jetzige Umweltzerstörung nicht mehr. Müssen wir immer wieder einen draufsetzen?
 
@Joshua2go: Irgendwann wird der Plastikmüll das geringste Problem sein, sondern eher die Überbevölkerung. Deshalb ist Raumfahrt nötig und wichtig, weil eines Tages werden wir hier weg müssen. Ich persönlich finde es gut, daß es Visionäre wie Elon Musk gibt, die das Ganze jetzt im Eiltempo vorantreiben. Mit der NASA oder anderen staatlichen Weltraumbehörden alleine werden wir nicht weit kommen. Außerdem ist es utopisches Wunschdenken, daß der Mensch es eines Tages schafft, gerecht, friedlich und mit sauberer Umwelt zu leben. Dafür ist er einfach zu egoistisch. Und bevor jetzt wieder kommt, der Mensch ist für den Weltraum nicht geschaffen. Es gab Zeiten, da war es für den Menschen unmöglich die Weltmeere zu überqueren oder von einem Ort zum anderen zu fliegen. Heute ist es Alltag.
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