Microsoft: Indien drängt zu "Wegwerfpreis"-Rabatten für Windows 10

Nach den jüngsten Ransomware-Attacken durch WannaCry und NotPetya drängt Indiens Regierung Microsoft zu einer einmaligen Rabattaktion für Win­dows 10. Die mehr als 50 Millionen Windows-Nutzer des Landes sol­len so zu einem Upgrade von älteren ... mehr... Microsoft, Logo, Indien Bildquelle: El crisol Microsoft, Logo, Indien Microsoft, Logo, Indien El crisol

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Letzten Endes weiß man nicht, was man davon halten soll. Am Ende fühlt sich Microsoft tatsächlich dazu genötigt, die durch Windows 10 gesammelten Daten nicht nur für interne Dienste zu verwenden, sondern auch gewinnbringend zu veräußern. Sollte mal drüber nachgedacht werden.
 
@SunnyMarx: Obwohl ich dir ein Plus und damit Recht gebe, ist selbständigen Faktenorientiertes nachdenken irgendwie eine Aussterbende Intelligenzleistung geworden, ist leider mein Einddruck.
 
@SunnyMarx: Die Idee, dass ein IT-Konzern (bei einer von Aktivisten geführten 3-Personen Codeschmiede mag es anders aussehen), zu gewinnbringenden Maßnahme gedrängt werden müsste, erscheint mir ziemlich weltfremd.
 
@dpazra: Na, dann such mal die Unterschiede zwischen Apple, Microsoft, Google und Facebook. Zwei der Softwareschmieden würden um Faktor 2 wachsen, wenn sie ihre Daten für Werbenetzwerke veräußern würden. Die Aktionäre würde es freuen.
 
@SunnyMarx: Die Kunden weniger. Also würde so eine Aktion massive Verluste von Marktanteilen bedeuten.
 
@moribund: Das ist richtig. Vor allem die Unternehmen, die richtig Geld rein bringen, durch Lizenzen etc. Die würden sich sowas nicht gefallen lassen.

Bei den privaten Nutzern glaube ich das noch nicht so wirklich. Klar, würde es auch dort Leute geben, die Microsoft den Rücken kehren, aber nicht so viele wie im Unternehmensumfeld.
 
@SunnyMarx: Ich gebe dir recht.
Im privaten Umfeld gibt es nunmal für die wenigsten eine ernsthafte Alternative zu Windows.
Viele würden aber auf ältere Windows-Versionen zurückwechseln.

Das ist im privaten Umfeld kaum Alternativen zu Windows gibt ist übrigens mein Hauptproblem mit MS:
dadurch hat sich bei MS so eine "wir können mit den Kunden machen was wir wollen, die können eh nicht wechseln!"-Mentalität entwickelt.
Das ist dann halt schädlich in anderen Bereichen wo man keine solche bequeme Stellung hat, weil die Kunden dann entsprechend schnell weg sind.
 
@moribund: Auf welche alte Windows-Version willst denn zurück wechseln? Windows 7? Bis 2020. Windows 8.1? Bis 2023... Und danach? Die offenen Lücken akzeptieren? Ich glaube nicht, dass dies eine Lösung sein kann.
 
@SunnyMarx: Bitte genau lesen!
Ich hab nicht gesagt das es eine Lösung (oder gar meine Lösung) wäre.
Ich habe gesagt, dass viele genau das trotzdem tun würden.
Viele würden dann bis 2018/23 warten und hoffen, dass Windows bis dahin zur Vernunft kommt (was ich persönlich aus den im zweiten Absatz meines vorigen Posts genannten Gründen bezweiflen würde ^^).
 
Am besten die Anti gang-rape and acid throwing edition.
 
habe vor 9 tagen erst den laptop meiner frau auf win10 umgestellt. lizenz war gratis und der laptop wurde vorher nicht im gratiszeitraum aktiviert
 
@mgfirewater: Geht hier aber wohl überwiegend um WinXP/Vista Rechner, da geht das leider nicht.
 
@mgfirewater: mit der upgade exe ist es auf jeden Fall weiterhin gratis, gerade gestern für jemand gemacht :)
 
@neuernickzumflamen: Richtig. Es geht sogar noch einfacher:

Voraussetzung: Aktiviertes Win 7 oder 8.1

- aktuelle 1703-er ISO herunterladen
- entpacken
- aus dem Entpack-Verzeichnis die Setup.exe ausführen
- Windows wird auf 10 aktualisiert UND aktiviert

Windows 10 gibt es somit tatsächlich immer noch als kostenloses Upgrade für 7 und 8.1.

Warum heißt es aber, das kostenlose Upgrade gab's nur 1 Jahr lang?

Ganz einfach: Das SICHTBARE ANGEBOT in Windows-Update und im Systray von Windows (rechts unten neben der Uhr), das kleine Prog. nannte sich "GWX", gab's nur ein Jahr lang. MÖGLICH ist das Upgrade aber auch jetzt immer noch.
 
Wie teuer könnte es für Microsoft denn werden? Also ganz grob, das wird überhaupt nicht klar. Wie relevant ist denn das Geschäft von Leuten, die wirklich in den Laden gehen um ein Windows Upgrade zu kaufen (ich kenne persönlich keinen einzigen Menschen, der das je getan hätte, deshalb frage ich)? Oder geht es hier rein um Firmenkunden? Macht es für Firmen, die zeitlich festgelegte Volumenlizenzen kaufen überhaupt einen preislichen Unterschied, welche Windows-Version sie nehmen?
 
@dpazra: Man muss da auch noch die ganzen Wartungs-, Strom-, Server-, Support-, Produktions-, und Personalkosten (die Mitarbeiter und Entwickler wollen auch für ihre Arbeit bezahlt werden) mit einbeziehen. Ein Unternehmen hat nicht nur Einnahmen sondern auch viele (hohe) Ausgaben,die auch bezahlt werden müssen.
 
@eragon1992: naja die hatten ja aber bereits ein upgrade programm für gratis gehabt. jetzt upgrades für günstig werfen wird nicht so teuer sein.
 
@My1: Oh doch. Wer stellt denn sicher das nur die berechtigten indischen Bürger, Regierungsorgane und Firmen das "Angebot" nutzen und nicht illegal an Dritte verscherbeln werden? Wenn Microsoft dem Nachgibt, werden andere Länder/Nationen auch auf die Idee kommen dauerhaft günstige oder kostenlose Windows- und Software Lizenzen von Microsoft zu verlangen. Und wenn Microsoft dem nachgeben sollte, sollten sich die europäischen und die Datenschützer nicht mehr über den Datenschutz bei Windows 10 beschweren, da die Endanwender sich die angebliche Datensammelwut durch ihren alles billig oder kostenlos haben wollen selbst eingebrockt haben. Es wäre wirklich besser, wenn solche Länder erstmal auf Linux Distributionen wechseln würden.
Ihr vergesst oft, dass Unternehmen laufende Einnahmen und Ausgaben haben. Das ist nicht so leicht wie es sich die Foristen vorstellen.
 
@eragon1992: aber das upgrade auf windows 10 konnte ja im ersten jahr mehr oder weniger jeder machen, also war von anfang an w10 de facto kostenlos.

es geht ja um eine "Upgrade-Aktion".

klar wäre linux mMn auch besser aber immerhin wäre das nicht das erste mal dass ms w10 nicht zum vollpreis weitergibt.
 
Ich vermute Microsoft wird mitspielen, weil man das Betriebssystem durch seine Daten bezahlt.
 
@MancusNemo: Bei Google vielleicht.

Microsoft hat überhaupt keine relevanten Werbekunden, die für die Daten (zwecks zielgerichteter Werbung) bezahlen würden, denn WO sollten die denn dann werben?

In Bing, einer Suchmaschine, die kein Aas nutzt?

Nee nee, bei Microsoft mache ich mir da überhaupt keine Gedanken. Bei Google schon eher, denn Google verkauft ja keine Software, sondern AUSSCHLIESSLICH Werbung, die haben nichts anderes zu verkaufen, Werbung ist deren einziges Geschäft. Wer nicht mit seinen Daten "zahlen" möchte, sollte eher Google meiden als Microsoft.
 
Gibts in Indien nicht die Möglichkeit, jeden mit Windows 7 oder neuer ausgelieferten Rechner gratis per Neuinstallation upzugraden (bzw. auch jede separat erworbene Lizenz)?
Falls ja, dann ist das ganze nur ein blödes Gequatsche eines Politikers, der wie üblich von der Materie keine Ahnung hat. Für alte XP-Rechner bringt das nichts, da auf kaum einen von ihnen Windows 10 halbwegs vernünftig läuft, wenn es sich überhaupt installieren lässt.
 
@Link: Auf neueren XP Rechnern schon ganz ordentlich, auf Vista Rechnern sowieso im Normalfall.
 
@PakebuschR: gut, die 5 oder 6 Vista-Rechner, die es noch in Indien gibt, hab ich mal bei meiner Betrachtung weggelassen. ;-) Treiber könnten dennoch in manchen Fällen ein Problem sein (wenn wir mal davon ausgehen, dass da "normale" Nutzer ihre Rechner upgraden sollen). Aber OK, für die könnte das u.U. interessant sein.

Was sind aber "neuere XP-Rechner"? XP-Rechner, die nach Vista-Start verkauft wurden, hatten i.d.R. nicht genug Leistung bzw. insbesondere RAM für Vista und damit auch für 10 (von irgendwelchen Gaming-PCs vielleicht mal abgesehen, aber davon wirds in Indien auch nicht so viele geben, dass sich die Politik drum kümmern müsste).
Dann ist die Frage, ob man XP auf 10 updaten kann oder nur eine Neuinstallation möglich ist? Ich tippe auf letzteres (hab das so in Erinnerung) und damit braucht man ab Version 1607 2GB RAM. Soo viele XP-Rechner (Originalkonfiguration) mit 2GB RAM hab ich nicht gesehen um ehrlich zu sein. Das könnte eventuell auch für etliche Vista-PCs ein Problem sein, davon wurden mehr als genug mit 1GB verkauft.
Ich meine klar, auf meinem letzten selbstgebauten XP-Rechner mit 4GB RAM lief auch 7 und später 10 ganz gut, aber das sollte man hier nicht als Massstab nehmen. Wir sprechen hier über Rechner in einem Entwicklungsland und dann auch noch von Leuten, die sich keine neuen leisten können und die, die sie besitzen, haben sie vermutlich auch gebraucht gekauft.
 
@Link: Würde auf eine Neuinstallation hinauslaufen, die 2GB RAM gelten allerding nur für neue Geräte, installieren kann man Win10 1607 auch bei weniger (Geräte mit 1GB müssen ja eventuell auch mal neu eingerichtet werden) und das Aufrüsten des RAM ist günstiger als neue Rechner, Treiber können aber natürlich ein Hindernis sein.
 
Sonderfall Indien (und manche arabischen Länder)

In diesen Ländern laufen noch Millionen von PCs in "Straßenbüros" für Übersetzungs- und Schreibdienste. Hier läuft eine DOS-Software, die auf dem linken Teil des Bildschirms den Text in einheimischer Sprache und auf auf dem rechten Teil in meist englischer Sprache darstellt.

Diese Software ist nicht kopiergeschützt, bzw. den Kopierschutz in Form einer gewollten Beschädigung der CD (die immer im Laufwerk verbleiben muss, ähnlich dem Banking Programm DREDAT von der Dresdner Bank in den 80er Jahren) konnten Einheimische aushebeln.

Diese Anwendungen benötigen Qem-386 also einen DOS-Extender.

Diese Software kann nicht auf Typ II Virtualizer, also nicht unter VirtualBox oder ähnlichen Programmen, die unter Linux ablauffähig sind, virtualisiert werden. Es bedarf eines Typs I Virtualizer. Und das bringt nur Windows 10 (Prof. und Enterprise sowie Education) in Form des Hyper-V mit.

Deshalb der Wusch des Ministeriums. Das Ministerium weiß, dass es Alternativen zu diesen Übersetzungs- und Schreibprogrammen für Windows 7 und Windows 8.1 gibt. Alle mit Kopierschutz in Form eines Dongles. Und den hat noch Niemand knacken können. Der Nettoverdienst dieser Millionen Straßenbürobetreiber liegt umgerechnet bei rund 20% der deutschen ALG-II Hilfe, die zur Auszahlung kommt. Und damit ist legale Software incl. Dongle unbezahlbar für diesen Kreis.

Um also die bestehenden DOS-Installationen zu retten, geht man davon aus, diese per MS-Tool Disk2VHD zu klonen und dann als virtuellen PC weiter laufen zu lassen.

Man sollte indische Minister und hochrangige Beamte nicht für dumm halten. Die wissen genau, was ihrem Volk gut ansteht.

G.-J.
 
@Gajus-Julius: Berichtigung

Der Kopierschutz der alten DOS-Anwendungen besteht nicht in Form einer manipulierten CD, sondern in Form einer manipulierten Diskette. Bei der Dresdner Bank und ihrem unsäglichen DREDAT seinerzeit in Form einer 5,25 Zoll Disk, in Indien (und einigen arabischen Ländern) in Form einer stabileren 3,5 Zoll Disk.

Die Manipulation besteht in einem mikroskopisch kleinen Loch an bestimmter Stelle der Diskscheibe. Das verursacht ein Fehlverhalten des Diskcontrollers, welches dann von der Anwendung ausgewertet wird und diese dann auf der Platte freischaltet.

Ich erinnere mich, dass dies schon seinerzeit in den 80er Jahren nicht auf original IBM-PCs (IBM XT und IBM AT) funktionierte, weil deren Diskkontroller anders beschaffen waren, wie die der Mitbewerber.

Als seinerzeit immer mehr Firmenkunden zur Deutschen Bank wechselte, weil deren Programm zum Datenaustausch keinen Kopierschutz aufwies, hatte die Dresdner Bank dann auch ihre Software rasch umgestellt.

Bei der Übersetzungssoftware, die in Indien, Pakistan, Yemen, Iraq, Syrien und den Golfländern (für die 95% Gastarbeiter, die fast wöchentlich irgendein Dokument übersetzen lassen müssen) zum Einsatz kommt, ist der britische Hersteller längst pleite und kann keinen Ersatz mehr liefern. Die Anwendung ist komplett in Assembler geschrieben und eine wahre Meisterleitung.

Auf einem geteilten Bildschirm zwei Sprachen darstellen zu können, die sowohl li-re als auch re-li Darstellung benötigt und jeweils auf der anderen Bildschirmseite den Platz reserviert, den eine Übersetzung benötigt, damit auch eine 1:1 Darstellung erfolgt, und kein Seitenwechsel notwendig ist, ist auch unter Windows nicht trivial zu programmieren. Daher wohl der Dongleschutz der Windows Alternativen.

G.-J.
Abu-Dhabi
 
Win 10 kostet auf ebay und co. nicht mal mehr 10 Euro. Frag mich nur wie das so derartig günstig möglich ist.
 
@crunner: Meistens Fälschungen oder noch im Gebrauch befindliche OEMs, die meistens mehrmals aktiviert und aktiv genutzt und gleichzeitig weiterverkauft werden.
 
@eragon1992: ... wer wissen will, ob seine günstige Lizenz eine Fälschung ist, braucht sich einfach nur bei Microsoft Deutschland zu erkundigen. Die sagen dir schnell, was Sache ist und was nicht ...
 
Wäre mir noch zu teuer, bekommt man bei uns doch viel günstiger...
 
Man könnte auch einfach Windows 7 und 8 patchen... Windows 10 ist einfach eine Krankheit, so die einhellige Meinung unter diversen ITlern und Sysadmins die ich kenne.
 
@melaw: Win7 und 8 haben genau wie 10 das Update im März erhalten, selbst Vista müsste es bekommen haben, da es dann noch im Supportzeitraum war.
 
@Link: Ja hat Vista und sogar XP - da hat man in diesem Fall schon beide Augen zugedrückt um das schlimmste abzuwenden bzw. es nicht noch weiter ausschreiten zu lassen, das war allerdings die absolute Ausnahme und bleibt ein Einzelfall. Wer daraus nichts gelernt hat dem ist nicht mehr zu helfen.
 
@melaw: Tun sie sicherlich auch, hier geht es aber auch um ältere Systeme ohne Support, so lange ist dieser bei Win7/8 aber auch nicht mehr gegeben... es gibt auch "ITler" die auf 2000/XP schwören und es traurigerweise teils sogar immernoch nutzen (online), darunter fallen vielleicht auch einige der dir bekannten "ITler", ist aber beides nicht repräsentativ.
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