IT-Experten: So will der Bund die gut zahlende Wirtschaft ausstechen

Staatliche Stellen haben immer wieder Probleme, fähige IT-Fachkräfte zu gewinnen - vor allem im Security-Bereich. Denn in der freien Wirtschaft verdienen diese schlicht sehr viel mehr. Aber inzwischen hat man durchaus einen Plan, wie man trotzdem an ... mehr... Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr Hacker, Tastatur, Maus Hacker, Tastatur, Maus Davide Restivo / Flickr

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Ja, der böse "Fachkräftemangel". Da erwarten gut ausgebildete Arbeiter doch tatsächlich, für ihre Leistungen gut entlohnt zu werden. So eine Frechheit! Wobei als Pensionär bekommt man immerhin 62% seiner letzten Bezüge. Als Arbeiter nur 48%.
 
@Kobold-HH: Der Pensionär muss seine 62% aber schon immer voll versteuern, der Abeiter seine 48 % derzeit wohl noch nicht... Aber im Ergebnis dürfte der Beamte trotzdem noch mehr haben. Was aber auch nicht zuletzt daran liegt, dass es inzwischen kaum noch Beamte gibt, die nicht studiert haben... Während beim Errechnen des Durchschnittsrentners immer die viel zu vielen Ungelernten und H4-Rentner den Schnitt drücken...
 
@SvenJ: Was versteuern die Pensionaere denn?
 
@-adrian-: Na die Pension wird versteuert. Ich glaub derzeit sind pro Monat 260 € der Pension steuerfrei. Pensionen sind Versorgungsbezüge und fallen unter Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit und sind, soweit ich weiß, voll Einkommenssteuerpflichtig. Freibetrag sind 3.222 € pro Jahr.
 
@James8349:
es gelten erstmal die normalen Steuersätze (Pauschbetrag von 920€), du zahlst daher nur Streuern die über dem Satz liegst. Die ganzen Freibeträge usw. kommen dann noch oben drauf.
Rentner zahlen nur von 60% her steuern, je nach Pauschbetrag wäre eine Rente um die 1600€ bei Ehepaaren komplett steuerfrei.
Dann muss man aber auch bedenken das, gerade für die 80% der Beamten im mittleren und unteren Dienst, die Gehälter nun nicht soo üppig sind.
Angestellte im gleichen Amt verdienen deutlich mehr, im Schnitt kommt es zwar aufs gleiche raus da Beamte keine Sozialabgaben leisten müssen.
Die Pension und Rente wird aber vom Bruttolohn aus gerechnet.
So hält sich das in etwa die Waage im Endeffekt.
Dazu muss ein Beamter aber seine Kranken und Pflege versicherung usw. komplett selber bezahlen. Im Schnitt hat ein Beamter gerade mal ca. 6% mehr in der Tasche als ein Angestellter auf gleichem Posten. Aber das auch nur wen der Beamte mindestens 40 Dienstjahre abgeleistet hat, wen nicht gibts nicht wenige abzüge.
 
@Berserkus: Der 920€ Arbeitnehmer-Pauschalbetrag gilt seit 2005 nicht mehr für Beamte. Stattdessen gibts einen Zuschlag der jedes Jahr für neue Pensionäre sinkt, bis es 2040 gar keinen mehr geben wird. Rentner die dieses Jahr ihre Rente antreten zahlen nicht von 60% sondern von 74% Steuern.
 
@-adrian-: Eben ihre Pension. Und zwar gemäß den gaaanz normalen Lohnsteuertarifen wie bei normal Beschäftigten. Es gibt für Pensionäre keine gesonderten Bestimmungen, Freibeträge usw. Alles gem. Einkommenssteuerregeln. Dazu muss ein Beamter aber seine Kranken- und Pflegeversicherung usw. komplett selber bezahlen, auch als Pensionär! Desweiteren fallen für Beamte und Pensionäre die Besoldungserhöhungen / Pensionserhöhungen stets niedriger aus als für "Staats-"Angestellte / Rentner. Durch diese niedrigere Erhöhung sollen die Beamten / Pensionäre an den Kostenrückstellungen für ihre Altersversorgung beteiligt werden, wenn man so will -im übertragenen Sinn- auch ein Rentenbeitrag für diese Gruppe.

Seit dem Jahre 1999 werden von JEDER ERHÖHUNG der Besoldungs- und Versorgungsbezüge pauschal 0,2 % abgezogen und der entsprechende Wert in eine Versorgungsrücklage überführt. Wenn also die Besoldung / Pension um beispielsweise 2,2 % steigen soll, beträgt sie dann in der Realität 2,0 %. Folge: Diese Abzüge vermindern zugleich das Besoldungsniveau um voraussichtlich insgesamt 2 %!
 
@SvenJ:
Das ist Quatsch, gut 80% der Beamte sind im unteren und mittleren Dienst angestellt..
Nix mit studierend usw.
 
@SvenJ: "der Arbeiter noch nicht" ... so sieht es aus, nach und nach kommen durch die winzigen Rentenerhöhungen immer mehr Rentner in die missliche Lage, ihre knappen Renten versteuern zu müssen. das geht zwar abgestuft, aber letztlich hat man ja schon auf die Rentenbeiträge Steuern bezahlt. Und eine Doppelbesteuerung ist in Deutschland unzulässig.
 
@SvenJ: Studierte Beamte sind NICHT !!! die Mehrheit. Hier einmal die Zahlen bei den Bundesbeamten:

Bund >>>
Höherer Dinst: 18.400 oder13,9 %
Gehobener Dienst: 43.800 oder 33,1 %
Mittlerer Dienst: 66.900 oder 50,6 %
Und einfacher Dienst: 3.200 oder 2,4 %

Klassisches wissenschaftliches Studium haben in der Regel nur Höherer Diest. Der Gehobene Dienst zu ca. 50 % Fachhochschulstudium, die andere Hälfte kommt über Laufbahngruppen-Aufstieg bzw. entsprechende Ausbildung für den gehobenen nichttechnischen Dienst. Der Mittlere Dienst über entsprechende Ausbildung für den mittl.-nichttechnischen Dienst. Hier werden z.B. auch Meister eingruppiert, sofern sie verbeamtet werden. Der einfache Dienst kommt über entsprechende Ausbildung für den einf.-nichttechnischen Dienst.

Voraussetzungen: Höherer Dienst in der Regel wiss. Studium. Gehobener Dienst Fachhochschule oder Ausbildung (intern) mit Voraussetzung Abitur. Mittlerer Dienst über mittlere Reife plus Ausbildung (intern) oder über externe Ausbildung (z.B. Meister, Gesellen u.ä.). Einfacher Dienst über Ausbildung (intern) mit Hauptschule bzw. externe Ausbildung.

Ausbildung intern = Verwaltungsausbildung. Externe Ausbildung = nichtstaatl. Ausbildung, Ausbildung in privaten Betrieben.

DARAUS, lieber Sven, ergibt sich zwangsläufig, dass die Beamten mit Studium in der Minderzahl sind !!!

Dazu gibt es noch so einige Besonderheiten, wie z.B., dass Beamte ab einem bestimmten Alter per Gesetz nicht mehr in eine Führungsposition aufsteigen dürfen:

Gem. Landesbeamtengesetz sind Polizeibeamte mit 40 Jahren zu alt, um in Führungspositionen eingruppiert zu werden.

Beschäftigte der Verwaltung im öffentlichen Dienst (auch Beamte!) können nur bis zum 42. Lebensjahr in Führungspositionen aufsteigen.

Wusstest Du das alles. Ich denke mal nicht, sonst hättest Du sowas NICHT ! geschrieben.
 
Diese endlose Gier der IT-Fachkräfte ist echt zum Brechen. De Bund zahlt gut, man hat eine sichere Stelle und ist sozial abgesichert . Was will man mehr ?
 
@iPeople: Der Bund zahlt nicht gut. Altgediente kriegen Traumgehälter und Gehaltsstufen, von denen Neueinsteiger nur träumen können. Außerdem ist das hier Augenwicherei, weil nach wie vor ein großer Teil der Arbeit von Externen erledigt wird, die keine Personal sondern Projektkosten sind. Die kriegen noch weniger. Mit Spezialkenntnissen lässt sich noch ganz gut Geld verdienen, als "Standard" ITler verdient man nicht unbedingt gut, vor allem wenn man denn Stress mitrechnen.
Das ich als ITler im öffentlichen Dienst immer um 5 nach Hause komme, ist ein Märchen, und dazu ein schlechtes.
 
@LivingLegend: da musst du schon früher aufstehen ;-)
 
@LivingLegend: die "Standard" ITler verdient auch auf dem freien Markt i.d.R. nichts und sind nur Projektkosten die direkt befristet eingestellt werden oder von Zeitarbeitsfirmen kommen
 
@iPeople: Ich weiß nicht was das mit Gier zu tun hat, wenn man sich als IT Fachkraft gut bezahlen lassen will.. (und damit meine ich nicht "ich kann besser googlen als ihr")
Was aber stimmt ist, dass beim Bund sicherlich weniger Überstunden anfallen dürften und das ist sicherlich auch ein großer Teil Lebensqualität den man vielleicht irgendwann nicht missen möchte.
 
@jann0r: ich bin eine hoch qualifizierte Fachkraft im pflegebereich, studiere, habe zwei Abschlüsse und möchte gerne ordentlich bezahlt werden. Bei dem was einige IT'ler im einigen Foren als "angemessen" bezeichnen schlackern mir mir nur die Ohren. Meine Schwester hat ebenfalls zwei Bachlor, ist zweifache Mutter und arbeitet. Wir verdienen beide nicht so gut wie der am schlechtesten bezahlte IT'ler im Bekanntenkreis. Naja, alles eine Frage der Perspektive. Und ich bin natürlich für angemessene Bezahlung. Aber 60.000 für 9 to 5 mit gelegentlichem Überstunden durch Projekte... Als 30 jähriger. Juddi...
 
@Beenthere: Bitte nicht pauschalisieren. Das geht auch andersrum, mit "echtem" Diplom in der Krankenhaus-IT weniger Knete als in der Pflege .... Verwaltungsgehälter seit Jahren nicht mehr angepasst, weil endlos diskutiert und verhandelt wird.
60.000 brutto im Jahr wären da eine _ganz erhebliche_ Verbesserung.

Hängt immer von der konkreten Firma ab und evtl. auch vom Bundesland usw., und ob man noch jung genug und örtlich flexibel ist, oder ob man schon zu alt ist für einen Wechsel, weil vielerorts Ü50 ein gängiger Grund gegen eine unbefristete Einstellung ist.
 
@Drachen: Krankenhaus-IT is toll. Ausnahmslos jeder hasst einen, Kollege wurde letztens auf dem UK Parkplatz abgestochen, liegt immer noch da. Nichtmal die Aasgeier fassen ihn an.
 
@mrhwo: dann hat er wohl den falschen Geruch ;-)
 
@Drachen: ich wollte es nicht pauschalisieren. Das ist mir durchaus klar, aber das hat man doch heute in fast jedem Beruf. Du kannst es aber, zumindest nach meiner Erfahrung, im IT-Bereich zumindest noch monetarisieren. Das kannst du in vielen anderen berufen eben nicht mehr.
 
@Beenthere: das ging vor 15 bis 12 Jahren tatsächlich, da haben sie selbst Stümper mit Handkuss und fetten Gehältern genommen, die zumindest einen Hauch IT konnten. Das ist aber längst vorbei und klappt bestenfalls noch in einigen wenigen Branchen und Nischen und auch dort nur, wenn wirklich sehr spezielles Wissen gefragt und vorhanden ist.
Im Großen und Ganzen ist die IT aber im Alltag angekommen und eine Verwaltungstätigkeit wie viele andere auch, es gibt inzwischen auch für die meisten IT-Themen Einstufungstabellen und sie werden nahtlos in übliche Tarifgefüge einsortiert.
 
@Beenthere: Genau das meinte ich, Danke .
 
@Beenthere: Und weiter? Weil Pflegekräfte unterbezahlt sind, sollen IT-Fachkräfte das auch sein? In vielen Stellen ist viel Fachwissen notwendig, mit komplexen Themenbereichen, die mittlerweile alle 1-2 Jahre (oder noch schneller) überholt sind und neu gelernt werden müssen, also oft mehr Qualität als Quantität und das bis zur Rente. Es ist natürlich auch eine Frage des Angebotes und der Nachfrage. Jeder ist frei, eine IT-Ausbildung / Studium zu absolvieren... Wobei natürlich klar sein sollte, dass jemand der "nur" PCs ab- oder aufbaut und mal den Lüfter wechselt, sicher keine 60.000 im Jahr kriegt. Insofern hört sich für mich das eher nach falsch gerichtetem Sozialneid an ("wenn ich so wenig verdiene darfst Du auch nicht mehr verdienen"), anstatt sich darum zu bemühen, dass z. B. in der Pflege besser bezahlt wird. Wenn ich schaue, was sich meine Eltern früher mit einfacher Berufsausbildung leisten konnten, dann sind die IT-Gehälter sicher nicht übertrieben, eher andere Arbeiten zu niedrig besoldet. Aber das ist nur meine persönliche Meinung ;-)
 
@Zeussi: nö das hat tatsächlich nichts mit sozialneid zu tun. Ganz im gegenteil, ich bin nicht Alleinverdiener und uns geht es sehr gut. Ich wüsste nicht was ich tun sollte um mich für eine bessere Bezahlung einzusetzen... Ich darf weder demonstrieren noch Streiken ;), da bilde ich mich dann lieber fort. Zudem muss jeder Erhöhung der Gehälter über höhere Beiträge zur KV etc. finanziert werden... Das trifft doch wieder nur die Geringverdiener, alle anderen sind doch privat versichert. Ich frage mich nur manchmal wohin die Schere in Deutschland noch gehen soll. Und ich frage mich was die leute alles erwarten.

Meine Großeltern haben ihr Haus 45 Jahre abbezahlt und das Auto 20 Jahre gefahren. Mein Opa hatte dabei Führungsverantwortung und war hoch qualifiziert. Ich erinnere mich noch sehr gut wie sie trotzdem oft sparen mussten...
 
@Beenthere: Wärst Du im IT-Bereich, dann könnte ich Dir sagen, was Du tun könntest, in Deinem Bereich kenne ich mich leider nicht aus. Aber was immer geht: wenn es einen Betriebsrat gibt, sich beschweren oder sich gleich aufstellen lassen bzw. mitwirken. Wenn es eine Gewerkschaft gibt, sich daran wenden oder mitwirken. Und falls gestreikt wird, sollte wohl streiken erlaubt sein? ;-) Fortbilden ist natürlich immer gut und wenn es eine gefragte Fortbildung ist, sollte sie finanziell auch honoriert werden. Das funktioniert gerade in der IT auch sehr gut. Ein häufiger Firmenwechsel (alle 2-3 Jahre) ist auch extrem förderlich für das Gehalt in der IT.

Dass natürlich Versicherungen teurer werden oder auch das generelle Leben ist klar, deswegen müssen die Gehälter ja auch steigen. Aber das ist ein anderes Thema und spricht wieder für mehr Gehalt anstatt für weniger.

Interessant, so gehen die Erfahrungen auseinander, warum hier so ein großer Unterschied ist kann ich Dir nicht sagen, vielleicht liegt es am Bundesland (Bayern) und den damit verbundenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen?
 
@Beenthere: sorry aber das ist sone pauschalisierung wie sie meine Mutter benutzt, IT machen ja alle das selbe und das stimmt bei weitem nicht. Selbst bei einer einfachen IT Ausbildung gibt's ja schon Spezialisierungen wenn man nicht unbedingt beim PC austauschen bleiben will, dann muss man sich stets weiterbilden
 
@jann0r: gut da hast du wohl recht. Es war eine etwas überzogene Spitze ;)

Der Punkt ist aber doch wo ist denn die Grenze zwischen guter und schlechter Bezahlung? Und welche Qualifizierung sind denn grade gefragt und das Geld wirklich wert?

Ich empfinde es auch durchaus nicht so das man in der IT nichts macht. Ganz im Gegenteil.
 
@Beenthere: das lässt sich wohl nicht so ohne weiteres sagen, aber ich bin definitiv bei dir, wenn du sagst, dass man in der Pflege zu wenig verdient. Leider ist das bei sozialen Berufen immer noch so. Ich kenne mich da allerdings nicht aus um sagen zu können ob und welche Weiterbildungen man da angehen kann und wie sinnvoll die sind. Aber letztendlich denke ich das jeder irgendwie was tun muss ansonsten darf man sich am Ende des Tages nicht beklagen, wenn man "zu wenig" verdient
 
@jann0r: Aber es gibt ja leider auch Berufe, in denen man viel wissen und lernen muss und trotzdem nie ein wirklich gutes Gehalt bekommen wird. Thema Zweiradmechaniker (Fahrrad). Da muss man enorm viel lernen und wissen und all die elektronik und sensortechnik, die in den letzten Jahren dazugekommen ist, hat das nicht grad vereinfacht. Trozdem bekommen die meisten von denen nie mehr als 1500 Euronen netto im Monat. Viele gehen sogar mit weit weniger nach Hause. Aufstiegschancen gibts da auch nicht, es sei denn, du arbeitest bei einem grossen Hersteller und tust dich mit technischen Innovationen hervor. Aber in der Regel arbeiten die meisten Zweiradmechaniker in Fahrradläden und werden das bis zur Rente tun, oder bis sie umschulen weil sie keinen Bock mehr haben ständig fleissig und trotzdem Arm zu sein. Habe in Radläden geschraubt, als ich meine Studien finanzierte und hab das seitdem öfter mal beobachtet, wo da auch lohntechnisch die Reise hingeht. Deprimierend. Im Pflegesektor sieht das teilweise noch fataler aus. Da gehen schwer arbeitende Krankenschwestern und Pfleger nur noch mit Zeitarbeitsverträgen und weniger als 1000 Euronen Netto nach Hause.
 
@Traumklang: Du ich kenn das Problem, ich hab seinerzeit als 1. Ausbildung KfZ Mechatroniker (damals der erste Jahrgang Mechatroniker) gelernt... mitlerweile bin ich Informatiker, die zweite Ausbildung war das beste was ich machen konnte und ich hab es nie bereut mit 26 nochmal ne Ausbildung zu absolvieren.
Ich denke aber das is ne Grundsatzdiskussion, es gibt wohl viel mehr Bereiche in denen man weniger verdient als die Jobs wo man überdurchschnittlich viel verdient..
 
@jann0r: Ja, ist halt alles sehr fragmentiert und es ist fast unmöglich, das gleichzeitig bedarfsgerecht und auch qualifikationsgerecht lohntechnisch zu staffeln.

Ich hab auch im IT-Bereich studiert (Informatik) und hab danach ne Weile bei Apple in den USA gearbeitet und auch für SUN (Serverbereich). Hab dann aber nochmal die Schulbank gedrückt und Maschinenbau studiert.
Das aber eher, weil ich mehr so der Mechanikertyp bin, als der, der an der Projektorwand steht und Chipdesign machen will. Auch Software programmieren macht mir nicht wirklich spass. Das war wohl der Hauptgrund für meinen Umstieg.
 
@jann0r: Sind mittlerweile alles Großunternehmen. Die Diakonie ist, meine ich, der größte arbeitgeber Deutschlands mit rund 1 Mio Beschäftigten. Du kannst dich halt in Richtung Projektarbeit, QM oder Leitung weiterqualifizieren. Ist durchaus alles möglich. Aber darum geht es mir eigentlich nicht.

Ich wollte nur darauf hinaus das ich denke das man in der IT durchaus noch gut verdienen kann, man aber mit Sicherheit auch etwas dafür tun muss. Mein Gefühl ist einfach oft, grade wenn man in IT Foren liest, die Leute denken dank abgeschlossenen studium können sie mit 30 und 2 Jahren Praktikum äh sorry Trainee 50.000€ im Jahr erwarten.

Es wird immer schlecht bezahlte Berufe und schwarze scharfe unter den Arbeitgebern geben. Aber wenn ich mir meine schlechtere Hälfte angucke und was da regelmäßig über Xing und Co. an Angeboten kommt... Und was Freunde so erzählen, naja dann kann ich einfach nicht glauben das IT'ler so Optionslos sind.
 
@Beenthere: naja aber wenn ich zb bei uns schau, wir haben bzw hatten zwei Stellen ausgeschrieben. Einen Administrator und einen Entwickler, die Administrator stelle wurde mittlerweile gestrichen, weil sich nix geeignetes beworben hat und die Entwickler stelle ist nur noch drin weil da tatsächlich dringend bedarf ist... Aber wenn ich mir die Bewerber anschau, da ist auch einfach viel Ausschuss bei.... Irgendwelche ex bundis die durch irgendwelche Zertifizierungen meinen sie können alles... Und bei Entwicklern sieht es noch schlimmer aus, da ist die Erwartung halt auch schon relativ hoch...
 
@jann0r: Weil es immer mit Gier betitelt wird, wenn Firmen mehr für ihre Produkte verlangen, als den Materialpreis. Warum sollte das bei Arbeitnehmern anders sein ?
 
@iPeople: der Unterschied liegt darin, dass der Arbeitnehmer auch etwas davon hat wenn er mehr verdient wohingegen bei teuren Produkten meist nicht viel beim gemeinen Arbeitnehmer hängen bleibt vielleicht eher noch beim Chef. Ich denke sofern man das frei verhandeln kann steht es auch jedem frei und davon mal abgesehen, bei uns in der Firma wurde mal nen Ingenieur gesucht, da haben sich Leute beworben, die eben das Studium abgeschlossen haben und über keinerlei Erfahrungen verfügen und die dann exorbitante Gehaltsvorstellungen an tag gelegt haben... Am Ende wurde ein Mitte 50 jähriger eingestellt, der sicher auch nicht unbedingt günstig war aber da wusste man wohl was man bekommt. Nur weil ein it Fachmann irgendwelche Vorstellungen hat, heißt es noch lange nicht, dass jede Firma alles bereit ist zu bezahlen..
 
Also das Argument ist kurz gesagt: "Wir bieten das Gleiche wie die Wirtschaft...nur ein bisschen weniger."
 
Witzig wenn man sich dann auf Länderebene umschaut: https://twitter.com/polizeiOBN/status/820933200931332096

Da muss man sich nicht wundern, dass nicht genug IT-Fachkräfte in den öffentlichen Dienst wollen. Hohe Anforderungen auf nicht fachlicher Ebene und dazu nur ein mittelmäßiges Gehalt. Ne danke!
 
@Simsi1986: WTF, A10 Gehalt für einen Security-Experten mit 2 Jahren Berufserfahrung. Wer hat denn bei denen die Qualifikationen eingestuft? Vielleicht sollten die es mal mit A12/A13 zum Einstieg probieren...
 
@Zeussi: öffentlicher Dienst halt. Soweit ich das sehe ist ein FH-Bachelor Voraussetzung. Würde man A12 oder sogar A13 zahlen, dann würde das das gesamte Gehaltsgefüge durcheinanderwirbeln und andere mit höherwertigem Anschluss müssten ebenfalls höher eingestuft werden. Stattdessen sollten die Gehälter im öD generell mal der allgemeinen Gehaltsentwicklung angepasst werden.
 
@Zeussi: Und Studium! Vor allem: Frauen besonders erwünscht, körperlich fit UND sozialkompetent! Na die IT Expert*innen müssen erst geboren werden xD
 
@Zeussi: Einstieg in der IT bei E9, befristet, ist in den Bereichen des TVL die ich kenne die Regel - nicht die Ausnahme. Und dafür brauchst du ein Studium, ohne geht es noch tiefer los. Vor ein paar Wochen eine Stellenausschreibung für einen Webdesigner/CMS Admin gesehen für E6.
 
@Doso: Also der Einstieg in der IT in einer mir in Bayern bekannten Kommune ist (TVöD - Kommunal) - in der Regel - E10 Stufe 3 mit Bachelor und ohne Berufserfahrung. Mit Berufsausbildung E6 für ein halbes Jahr Probezeit, ab dann E8 Stufe 2. Und dort stellt man dann für das Gehalt wirklich nur Rechner auf oder vergleichbar. Wenn die hier also zwei Jahre Berufserfahrung erwarten, dann ist das meiner Meinung nach durchaus E11 bis E12 Wert (also A12/A13), vor allem für den Bereich IT-Security. Alleine wenn man das mit den Wirtschaftsgehältern vergleicht, ist es immer noch nicht nur ein bisschen geringer, sondern ein signifikanter Unterschied. Ein Freund von mir hat einen Informatik-Bachelor und zwei Jahre Berufserfahrung im IT-Security-Bereich. Würde er im gleichen Themenbereich weiter machen, würde er 66% mehr Gehalt als in E10 Stufe 3 erhalten. Er will jetzt einen Themenwechsel innerhalb der IT-Security machen, was diesem Job-Angebot ungefähr gleichen würde, und verdient gegenüber E10 Stufe 3 dann 33%, also 1/3 mehr. Warum sollte so jemand sich im öffentlichen Dienst bewerben? Mit welchem Argument? Und die Firma ist jetzt kein Sklaventreiber, flexibles Arbeitszeitmodell usw. Was ich sagen will ist, dass der öffentliche Dienst in der IT an der Realität vorbeigeht. Entweder es ist wie Du sagst richtig eingestuft, dann werden sie aber kaum taugliches Person bekommen. Sehe ich auch bei der von mir genannten Kommune, der Altersschnitt ist weit über 40, in den unterbezahlten Führungspositionen oder sonstigen IT-Jobs sind überwiegend entweder Quereinsteiger ohne IT-Ausbildung, Frauen, die nach 2 Monaten ihres Einstieges ein Kind erwarten, in der Wirtschaft gescheiterte IT-Personal oder ältere Personen kurz vor der Rente, die ihr Berufsleben ausklingen lassen wollen. Junges, engagiertes, selbst ausgebildetes (Ausbildung, Duales Studium, ...) und gut gebildetes Personal wird nicht gehalten, auch wenn es mit dem geringen Gehalt mehr leistet als das genannte Personal welche mehrere Gehaltsstufen weiter oben sind. Keine Bezahlung nach Leistung, sondern jeder kommt irgendwann mal dran, wenn er nur lang genug wartet. Mir scheint es also, dass dahingehend gar nicht der Wunsch besteht, gut bis sehr gut qualifiziertes Personal zu halten oder zu bekommen. Falls ich mich irren sollte, wäre es sinnvoll, die Gehaltsstrukturen mal zu überdenken.
 
@Simsi1986: Wenn man mal verheiratet, 3 Kinder, im Rechner einstellt, wirds interessant. Los Leute, zeugt Kinder. :D
 
"Die bayerische Polizei sucht Internet-Spezialisten!"

Yeah, ich kann 500GB HD-Pornos in 60 Minuten runterziehen, bin ich jetzt auch ein Internet-Spezialist?
 
@BartHD: Nö. Dein Vater hat nur eine schnelle Leitung bezahlt ....
 
Geregelte Arbeitszeiten sowie langfristige Perspektiven und Einkommenssicherheit", [...]
Für einige besonders wichtige Bereiche ist der Staat auch bereit, die letzte Trumpfkarte auszuspielen: Die Verbeamtung. Diese sei insbesondere dann ein geeignetes Mittel, wenn Fachkräfte lange gehalten werden sollen.

Erkenne den Fehler. Nur wer Verbeamtet wird hat auch langfristig eine Anstellung bei Vater Staat. Für den Rest ist es genauso unsicher, wie bei einem privaten Arbeitgeber. Plus die ganze Knausrigkeit beim Material.
 
@eshloraque: Man hat es auch als Angestellter relativ sicher. Mit der Unkündbarkeit der 80er isses aber lange vorbei! Man muss im Gegensatz zu den Altgedienten auch tatsächlich als Neuling was reissen ;).
 
@LivingLegend: Sofern man nicht gleich befristet eingestellt wird, was einige Behörden (leider?) tun. Bin aber letztendlich froh, dass ich seit Jahren wieder in der freien Wirtschaft bin. Hier hat man mehr fachliche Schnittpunkte und das Gehalt ist weitaus besser. Nur Beamten-Mikado & die geringere Arbeitszeit fallen weg.
 
Also irgendwie kommt mir das Gelabere bekannt vor. Genau so reden sie doch schon immer die staatlichen Stellen schön. Und oben gehört ja die Bahn auch noch dazu.

Bei den Führungskräften geht es dann so:
Man verdient zwar nicht soviel wie die Wirtschaftsunternehmen in der Nachbarschaft. ABER man hat ja soviele Zulagen, Rufbereitschaft, geregelte Arbeitszeiten, Urlaub usw. usw....

Da braucht man dann nur genau hinschauen. Da steht bei einem Automobilbauer ein fast Ungelernter am Band mit einer 34 Stunden Woche und geht mit weit über 3.000 Euro heim.

Und beim Staat verdient das nicht einmal ein Ingenieur. Da gehen fast immer 1.000 - 2.000 Euro ab.

Da bringt das schöne Reden auch nichts, wenn derjenige dann im Autohaus steht und ein normaler Mittelklassewagen dann bereits > 25.000 Euro kostet und immer unerreichbarer wird.
 
@andi1983: Sorry, aber soviel Unwissen tut weh. Ein Ingenieur, der eine dementsprechende Stelle im öffentlichen Dienst hat, geht mit mindestens E9 nach Hause, als Diplom-Ingenieur sogar mit E13. Das ist weit jenseits der 1000-2000 Euro.
 
@iPeople: Les halt mal genauer... Ich schrieb, dass einem Ingenieur einer öffentlichen Stelle locker 1.000 - 2.000 Euro gegenüber eines Ingenieurs in einem Wirtschaftsunternehmen abgehen.

Und ich kenne zufällig zwei Fälle zum Vergleich. Der eine hat als Bachelor ca. 2.100- 2.200 Euro im öffentlichen Bereich. Und der andere arbeitet bei einem großen Wirtschaftsunternehmen und geht mit knapp 5.000 Euro nach Hause.

Und so ist es auch in den anderen Bereichen. Ein Meister/Techniker im öffentlichen Dienst verdient genauso viel, wie ein Facharbeiter im Wirtschaftsunternehmen, welcher weniger Stunden hat. Derjenige hat zwar Schichtarbeit, aber im anderen Bereich gibt es oft Bereitschaftsdienst.

Nicht umsonst würden in unserer Gegend soviele kündigen und in die großen Unternehmen der Region drücken. Alleine im Facharbeiterbereich steigt es mitunter sofort um 500 Euro.

@larsh Siehe oben.
 
@andi1983: Diese ganzen Infos über mehr Geld sind sinnlos, wenn ma andere Rahmenbedingungen nicht kennt. Geld allein zählt für mich nicht. Was nützen 500 Euro mehr, wenn der Druck höher ist, als Beispiel.
 
@andi1983: Hast du dir mal die Mühe gemacht, das Gehalt der entsprechenden Gruppierung anzuschauen (jetzt mal nur bezogen auf IT-Stellen)? A10 heißt in z.B. Bayern: 2300€ netto im ersten Jahr. Verheiratet und pro Kind Kinder jeweils nochmal ca. 100€ oben drauf. Und pro Jahr steigts gut an. Nach 5 Jahren dabei bist du weit jenseits der 3T€. Und bei weitem nicht jedes Unternehmen bezahlt jenseits der 50T/y Brutto. Ganz so stimmt deine Aussage also nicht.
 
Ein Sicherheitsexperte geht locker mit 3-4 fachem Gehalt nach Hause. Leute die sich bewerben/genommen werden, sind meistens eben diese "typischen" Beamten, die gemütlich sind und nur ihre Zeit bis zur Rente absitzen wollen. An Kompetenz fehlt es dann auch entsprechend der Motivation.
 
Vermutlich aber erst mal zu Einstiegsgehältern 2 Entgeltgruppen drunter und befristet. So machte das z.B. der Freistaat Bayern. Anfang dieses Jahres machen sie dann Sammelausschreibungen für viele Stellen die sie einfach nicht besetzt kriegen. Schon sehr merkwürdig alles...
 
Das Problem beim Fachkräftemangel ist auch das man unbedingt irgendwelche hochstudierten Leute haben möchte. Ich habe schon Hauptschüler (9. Klasse raus aus der Schule) gesehen die ihren Fachinformatiker perfekt hinbekommen haben und so tief in der Materie drin stecken das selbst ein Studierter bei dem einen oder anderen staunen würde.
Dann sind da noch jobs wo Studienabschluss verlangt wird, der Arbeitsprozess aber so simpel ist das selbst meine Oma das ganze erledigen kann. Das gilt übrigens für Jobs bei den Öffentlichen wie auch bei Privaten.
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