IT-Experten: So will der Bund die gut zahlende Wirtschaft ausstechen

Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr
Staatliche Stellen haben immer wieder Probleme, fähige IT-Fachkräfte zu gewinnen - vor allem im Security-Bereich. Denn in der freien Wirtschaft verdienen diese schlicht sehr viel mehr. Aber inzwischen hat man durchaus einen Plan, wie man trotzdem an gute Leute kommen kann. "Der monetäre Anreiz ist nicht der alleinige, aber ein wichtiger Faktor bei der Gewinnung von IT-Fachkräften", erklärte die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken, wie man denn überhaupt gute Leute für die geplanten Fachstellen beim BSI, bei Polizeibehörden und bei der Bundeswehr gewinnen wolle.

Das ist natürlich eine gute Frage, wenn man bedenkt, dass die Bezahlung im öffentlichen Dienst nicht einfach frei verhandelt werden kann. Stattdessen gibt es klare Tarife, nach denen die Gehälter bestimmt werden - und diese liegen gerade bei den gesuchten Security-Spezialisten weit unter dem, was große Unternehmen zu zahlen bereit sind.

Es gibt mehr Wichtiges als Geld

Der Bund will in der Werbung um Fachkräfte stattdessen mit anderen Vorzügen werben, die eine Anstellung im öffentlichen Dienst mit sich bringen kann und mit denen man in der freien Wirtschaft kaum rechnen kann. "Geregelte Arbeitszeiten sowie langfristige Perspektiven und Einkommenssicherheit", führt die Bundesregierung hier auf. Wer also auf einen Top-Verdienst zu verzichten bereit ist, bekommt dafür wesentlich mehr Klarheit, was beispielsweise die Freizeit-Planung mit der Familie angeht.

Für einige besonders wichtige Bereiche ist der Staat auch bereit, die letzte Trumpfkarte auszuspielen: Die Verbeamtung. Diese sei insbesondere dann ein geeignetes Mittel, wenn Fachkräfte lange gehalten werden sollen. Denn wer dem Staat ein treuer Diener ist, bekommt dies auch im Alter zu spüren. Die Beamtenpensionen liegen durchaus bequem über dem, was man als normaler Rentner erwarten kann - sofern man als gut verdienender IT-Experte in der freien Wirtschaft nicht daran denkt, rechtzeitig privat vorzusorgen. Hacker, Tastatur, Maus Hacker, Tastatur, Maus Davide Restivo / Flickr
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