Hamburg will verstärkt auf Open-Source statt Microsoft setzen

Die Stadt Hamburg soll sich nach dem Willen der SPD und der Grünen künftig von der Verwendung von Microsoft-Produkten verabschieden. Dies haben Vertreter der beiden Parteien während ihrer Koalitionsver­handlungen für die neue Stadtregierung ... mehr... Logo, Linux, Maskottchen, Pinguin Bildquelle: Linux Foundation Betriebssystem, Linux, Open Source, Tux Betriebssystem, Linux, Open Source, Tux linux.org

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In München hat das ja schon mal ganz gut geklappt... *ROFL-Smiley*
 
@witek: Hin und her
https://www.derstandard.de/story/2000117333888/nach-linux-drama-muenchen-will-zurueck-zu-open-source
 
@wertzuiop123: Und morgen ist es wieder anders rum.
 
@witek: Und du meinst, daran sind Open Source und Linux schuld?
 
Dabei müsste Microsoft sich überhaupt nicht darüber ärgern: Einfach den Source Code von Windows und Office veröffentlichen und unter freie Lizenzen stellen.
 
@dpazra: "Einfach den Source Code von Windows und Office veröffentlichen und unter freie Lizenzen stellen." Danke dafür, derzeit gibt es nicht genug, worüber man so gut lachen kann.
 
@witek: War auch als Scherz gemeint. Mir ist schon klar, dass ein Konzern mit einer gerichtlich gut dokumentierten Vorliebe zu Monopolmissbrauch nicht anfangen wird Office offen zu legen. Am Ende könnte die Konkurrenz noch die Implementierung des konfusen 6000 Seitenstandards anhand der Referenzimplementierung nachvollziehen und MS Office müsste seine Preise im fairen Wettbewerb behaupten.
 
Nunja bei der Geschwindigkeit in Deutschland und dem Stand der Digitalisierung kommt das mit Glück bis 2040. Und obs am Ende besser als die Microsoft Produkte wird steht in den Sternen.
 
@Cratter13: Alles eine Frage der Bewertungsmaßstäbe. Auf den Bewertungsskalen "Wir machen uns unabhängig von Firmen aus einem konkurierrenden Staat, dessen Geheimdienst erwiesenermaßen die Mittel der eigenen Firmen nutzt um unsere Bürger und unsere Regierung abzuhören wo er kann." oder "Wir lassen öffentliche Gelder nicht an die Aktionäre amerikanischer Firmen sondern in lokale IT-Firmen fließen." ist die Abkehr von Microsoft immer besser.

Beim Bewertungsmaßstab "Ist es anders als das, was der Bürgermeister von seinem Privatlaptop/Heimreichner gewohnt ist." wird es natürlich schwierig.
 
@dpazra: nenn mir doch grad fix eine "lokale IT Firma" die ein Produkt wie Office 365 anbietet...........................................................................................................................................................................................................................................................................................................komm bitte sag jetzt sowas lustiges wie "open office"
 
@Tomato_DeluXe: Sagen wir einfach mal, es gäbe keine: Das wäre ist eine verpasste Chance für die hiesige IT-Wirtschaft und es wird höchste Zeit, dass die öffentliche Hand als erster Kunde dabei hilft, die entsprechende Kompetenz hier aufzubauen, anstatt das Geld ihrer deutschen Steuerzahler im Schlund der Aktionäre einer amerikanischen Firma zu versenken.

Und das schöne an OpenOffice (heutzutage eher LibreOffice bzw. Collabora, wenn du konkret den Anwendungsfall von Office 365 sieht) ist ja, dass man das nicht hier haben muss, das gehört als freie Software schon jetzt der ganzen Welt. Aber die Features, die ggf. für den konkreten Anwendungsfall der Hamburger Verwaltung fehlen, zu entwickeln und den Support dafür zu vermarkten, kann trotzdem eine Chance für lokale IT-Unternehmen sein.
 
@dpazra: Was Europa als erstes braucht ist eine vertrauenswürdig Netzwerkinfrastruktur / Hardware als Konkurrenz zu Cisco / Huawei, dorthin fliessen jedes Jahr zig Milliarden eus Europa ab. Kontrollierst Du das Netz dann kontrollierst Du die Information denn Vollverschlüsselung wird es wohl nie geben.
 
@Tomato_DeluXe: Und wozu brauchst du Office 365? Wegen einem Mail Programm? Wegen einer Textverarbeitung, wegen Kontakten und Terminen? Wegen Cloud Speicher? Also ich bin auch dort, aber im Endeffekt nutze ich nur Word, Excel, PowerPoint und OneDrive.. Mails, Kontakte und Termine liegen bei Mailcow und die Office Apps nutze ich fast nur noch aus bequemlichkeit, denke man könnte auch mit z.B. SoftMaker warm werden.. Eigentlich sehe ich absolut kein Problem darin MS Produkte durch mindestens gleichwertige zu ersetzen..
 
@dpazra: Blöd: Viele vom Linux Code und die großen Distributionen kommen irgendwie auch aus anderen Staaten.
 
@Doso: Linux ist freie Software. Es führt im Gegensatz zu proprietärer Software nicht in die Abhängigkeit vom ursprünglichen Entwickler, man ist nicht von Herstellerversprechen zu Backdoors abhängig und man kann die Beratung auch von anderen Dienstleistern kriegen als vom Hersteller. Du kannst Windows nicht nutzen, ohne dass dein Geld an Microsoft abfließt, aber du kannst GNU/Linux benutzen und den Support etc. von einer anderen Firma als Red Hat oder Canonical kriegen. Das Problem der Abhängigkeit und Unüberprüfbarkeit hast du nur bei proprietärer Software.
 
@dpazra: Natürlich hat man Abhängigkeiten. Was wenn das Projekt oder ein abhängiges Projekt nicht mehr weiter entwickelt wird hat man ein Problem. Oder das Projekt unter neuen Linux Versionen nicht mehr tut da. Ja, man kann das dann selbst weiter entwickeln, aber man muss es halt dann selbst machen. Im öffentlichen Dienst Entwicklungsprojekte voran zu treiben ist oft schwierig.
 
@Doso: Dieses Argument schummelt aber eine Bedeutungserweiterung in das Wort "Abhängigkeit". Ich bin nicht abhängig von meinem Friseur, nur weil ich mir einen neuen suchen müsste, wenn er mich nicht mehr bedienen wollte. Das Gegenteil von Abhängigkeit ist nicht die Garantie, dass irgendjemand konkretes gezwungen ist für dich zu arbeiten.

Ich wäre von meinem Friseur abhängig, wenn es einen Vertrag darüber gäbe, dass nur er meine Haare schneiden dürfte. Dieser Vertrag wäre das Äquivalent zu der proprietären Lizenz von Windows: Sie legt fest, dass nur Microsoft Windows weiterentwickeln darf und Nutzungserlaubnisse verteilen kann.

Wenn die Linux Foundation die Weiterentwicklung von Linux einstellen würde, könnten institutionelle Nutzer es selber weiterentwickeln (wie du selbst geschrieben hast, obwohl du das als schwierig bewertest), sie könnten aber auch einen anderen Anbieter für Linux Wartung suchen (es gibt durchaus Firmen, die Forks vom Kernel betreiben), sie könnten Geld in einem Fond zusammentragen und daraus ein Unternehmen gründen, dass der Weiterentwicklung des Kernels verpflichtet ist, ohne dass eine bestimmte Behörde das selber machen muss. Viele Möglichkeiten aber eben keine Abhängigkeit von irgendeiner konkreten Firma.

Bei Windows erlauben die Lizenz und der Umstand, dass der vollständige, aktuelle Code nicht zugänglich ist, das eben nicht. MS entscheidet wie welche Feature weiterentwickelt werden und wer sie kriegt. Was man von amerikanischen Firmen geliefert kriegt, kann bei einem Handelskonflikt übrigens schnell mal Verhandlungsmasse werden, frag mal Huawei wie die Liefersituation bei proprietären ARM-Technologien gerade für sie aussieht.
 
das wird den Steuerzahler wieder einen Batzen zusätzliches Geld kosten, anstatt die bisherigen Lizenzgeber dann halt Berater- & Supportfirmen reich machen, am Ende nicht funktionieren und die MA zu 100% gefrustet haben.

Würde mich mal interessieren, ob die ganzen, die das immer beschliessen (und meine nicht nur die Wortführer, sondern alle die, die dann mit Ja stimmen), privat und beruflich auch ohne entsprechende Lizenz-Produkte auskommen, oder doch letztendlich frei nachdem Motto handeln:
füge es nicht mir, lieber einem Anderen zu..
 
@mditsch: Solange die Berater- und Supportfirmen europäisch sind, ist das bei weitem besser als das Geld ans amerikanische Microsoft abfließen zu lassen.
 
@dpazra: Als ob MS in Deutschland keine deutschen Mitarbeiter hätte. xD
 
@mike1212: Die Gewinne werden an die US-Zentrale abgeführt und (soweit sie versteuert werden) in den USA versteuert. Die Entwicklung findet in den USA statt und die damit aufgebauten Kompetenzen und Machtmittel entstehen und wachsen in den USA. Das ist kein vorteilhaftes Geschäft für den deutschen Staat und die deutsche Wirtschaft und sollte gegen die Interesse einer jeden Institution sein, die hiesige Steuergelder ausgibt.
 
@dpazra: nur werden da sicherlich nicht die kleinen, ortsansässigen Berater herangezogen, sondern ebenfalls solche, die gross genug sind, um so was überhaupt im Ansatz angehen zu können. Tja, und meistens gehören die dann auch bereits oder dann recht bald zu irgendwelchen multinationalen Konzernen mit Firmensitz irgendwo. Wobei mir dann die USA trotz aller aktueller Verirrungen trotzdem immer noch lieber ist als z.B. in China.
Ausserdem:
wir sprechen hier von Steuergelder des Stadtstaates Hamburg. Was hat Hamburg dieses Bundesland davon, wenn da dann eine Zentrale einer Fima in einem anderen Bundesland sitzt? Nix, Geld ist trotzdem weg (und sogar mehr, als sie bei dem bisherigen Model hätten zahlen müssen), nix funktioniert am Ende, Frust ist da.

Und was passiert dann? Kommando zurück..

Siehe München.
 
@mditsch: Teuer wird dann ein erneutes zurück und wieder alles von vorn? :D https://www.derstandard.de/story/2000117333888/nach-linux-drama-muenchen-will-zurueck-zu-open-source
 
@wertzuiop123: ja, die bayern haben wohl halt einen Geldscheisser. Wird wieder nix und geht dann wieder zurück.
 
@mditsch: Bevor eine Lösung zufriedenstellend funktioniert, wurde genügend Arbeit reingesteckt während sie noch nicht funktionierte. Was ist denn die Alternative, die Eigenentwicklung von Features für Office Software in Deutschland für immer abzuschreiben, weil es in jüngerer Zeit noch nicht so lief wie gewünscht? Von einer Regierung erwarte ich langfristigeres Denken als das.

Und würde ich deine Prämisse annehmen, dass es in Deutschland keine IT-Berater gäbe, welche die Größe und Kompetenz hätten, eine städtische Verwaltung zu beraten, dann wäre das erst Recht ein Versäumnis dessen sich eine Regierung dringend annehmen müsste, besser heute als morgen.

Tatsächlich fallen mir aus dem Kopf aber gerade so noch drei kleine, ortsansässige IT-Beratungen ein, denen ich zutrauen würde, die nötigen Kapazitäten und Kompetenzen aufzubauen. Jahresumsatz jeweils in Klammern: Adesso (449 Mio. €), Datev (1,1 Mrd. €) und einen obskuren Laden mit Sitz in Walldorf: SAP (27,6 Mrd. €).
 
@dpazra: 2 von 3 deiner kleinen, ortsansässigen IT-Beratungen sind Börsen Unternehmen mit Aktionären, spätestens im Erfolgsfall sogar dieselben wie bei MS. Du erwähnst auch europäisch, also deutsches Steuergeld nach Prag kippen wäre dann okay, oder willst du ~45 verschiedene inkompatible Systeme in Europa schaffen..
 
@dpazra: Stimmt, es geht ja nicht darum dass die Angestellten speditiv arbeiten können und zum Beispiel privates wissen über eine Software auch gleich im Job nutzen können. Hauptsache der böse Ami kriegt nicht die Kohle. Am besten wechselst Du zurück zu Eselkarren und Schiefertafel aus heimischer Produktion da wirst Du dann auch keine Backdoors der NSA finden.
 
@Tomato_DeluXe: Wenn ich den Komfort eines Beamten dadurch, dass die Buttons alle genauso aussiehen wie auf dem Privatlaptop, dagegen abwäge, dass man mal ein bisschen Tempo aufnimmt um seinen Rückstand in einer der wichtigsten Zukunftsindustrien irgendwann aufzuholen, dann lande ich immer noch bei letzterem, ich zahl ja am Ende auch die Penson mit, insofern hoffe ich, dass es schon in Ordnung ist, wenn der Beamte in der Hamburger Verwaltung auf eine Schulung über LibreOffice gehen muss.

Und ich muss gar nicht zurück zum Eselskarren, ich nehme gerne LibreOffice, was maßgeblich von Amerikanern mitentwickelt wurde. Aber dann mit der Lizenz, die mich nicht zu einem reinen Konsumenten in Abhängigkeit von proprietären Lösungen macht.
 
Dann kommt Microsoft, wie in München der Fall, sponsort über eine eigene Firma eine Studie, schon sieht dann Open Source wieder schlecht und teuer aus. Man sollte sich generell von MS und Konsorten als Europäer distanzieren. Etwas eigenes muss her, was die Abhängigkeit angeht sieht man ja was die Amis anstellen.
 
@hausratte: so einen Blödsinn. denkst wohl, alle sind blöd.
 
Microsoft und dessen Dienste werden halt immer teurer. Dies geht ja auch nicht anderes, da Microsoft ein Wirtschaftsunternehmen und vom Kapitalismus abhängig ist. Mehr Gewinne kann Microsoft nur durch Preiserhöhungen ihrer Produkte und Service erziehen oder durch den Verkauf neuer Produkte, die wiederum mehr gekauft werden müssen als die Produkte davor.
Das Problem an der Sache ist halt, dass die Gelder von Kommunen, Städte oder sonstigen Behörden keine bzw. auf Dauer nicht die Gewinne erzielen um mit diesen Gelder sich dauerhaft bei Microsoft und dessen Diensten einzukaufen.
Es wird auf Dauer eine Ungleichheit der vorhandenen und nicht vorhandenen Gelder entstehen, und wenn sich eine Behörde, ein Unternehmen oder Privatanwender sich ein Produkt oder Service von Microsoft nicht leisten kann, muss halt notgedrungen eine Alternative her.
Datenschutz und Unabhängigkeit ist da nochmal ein Thema für sich.
 
Wenn die sowas umsetzen, dann hat demnächst jede Stadt ihre eigene Umgebung, die wieder ganz anders aussieht als die der nächsten Stadt. München wollte eine eigene Linux Distro, Hamburg macht irgendwas anderes. Die Bundesländer arbeiten eh kaum zusammen.

Wenn die dann mal Fachkräfte deutschlandweit suchen, suchen die in Zukunft nicht jemanden, der AD, Exchange und Sharepoint kennt und damit überall arbeiten kann, sondern die suchen dann jemanden, der genau diese spezifische Gemengelage aus Software administrieren kann, die in der jeweiligen Stadt grad genutzt wird. Und der ausgelernte Azubi von der IT aus Hamburg wird nirgendwo sonst arbeiten können, weil jegliche anderen Systeme in anderen Verwaltungen wieder ganz anders aussehen. Das wird lustig!

In der Linux Welt wird sowas übrigens als Vorteil gesehen, da sich Hacker auch wieder an jede Umgebung anpassen müssen, weil keine so ist wie die nächste. "Security by obscurity" würde ich eher dazu sagen.
 
@der_ingo: Open Source und Standardisierung sind kein Widerspruch. Keiner verbietet München und Hamburg sich zusammenzusetzen.
 
@dpazra: nein, aber es zwingt sie auch keiner dazu, sich zusammenzusetzen. Also werden sie es nicht tun, weil beide Städte jeweils Leute haben dürften, die meinen, dass ihre jeweilige Lösung besser sei.
Man schafft es seit Jahrzehnten nicht, z.B. im Bereich der Schulen zu kooperieren. Man will bei allen möglichen anderen Verwaltungsdingen seine ganz persönliche Note einbringen. Es wird bei IT nicht anders aussehen.
 
@der_ingo: " dann hat demnächst jede Stadt ihre eigene Umgebung, " Ehm, jede Stadt/Land hat schon ihre eigene Umgebung. Allein der Austausch 2er Behörden länderübergreifend ist eine Katastrophe, es fängt beim Koordinatensystem an und endet bei, die Daten müssen Sie mir per CD schicken da wir nur 5mb empfangen können und alle Sharehoster geblocked werden.....
Es sollte endlich mal eine Einheit geben in Deutschland dann wären die Kosten auch nicht so immens hoch. Als Bsp. sollten alle mal nach Estland schauen dort wird durch die einheitliche digitale Struktur jedes Jahr 2% des BIP gespart. Das gesparte Geld gibt Estland dem Bürger zurück für kostenlose Bibliotheken, Schulen, Kindergärten, Universitäten, Nahverkehr und noch so einiges.
 
@Odi waN: was die Anwendungen angeht, ist das tatsächlich so. Wenn man jetzt auch noch die Struktur unten drunter von einer relativen Vereinheitlichung zu einem bunten Chaos "weiter"entwickelt, wird sich das nicht bessern.
 
Da hierfür Steuergelder ausgegeben werden, muss das rein nach Kosten/Nutzen gehen. Für eine rein ideologische Entscheidung, weil man Open Source einfach aus Prinzip besser findet, wäre ich nicht bereit auch nur einen Cent an Mehrausgaben hinzunehmen. Wenn das Microsoft-Komplettpaket aus Lizenzen und Support günstiger ist als die Kombination aus freier Software und Betreuung/Support für die man dann Dritte extra bezahlen muss, ist das Paket von Microsoft zu wählen. Wer aus Prinzip argumentiert mit Open Source und US-Konzern, kann ja bei sich zuhause gern auf freie Software umstellen. Hier wird jedoch Geld der Allgemeinheit verplant, und Geld kann man nunmal nur einmal ausgeben. Wenn es am Ende also teurer wird, verschwendet man Geld, das man auch anderweitig sinnvoll hätte verwenden können, für Investition in Bildung, Schulen und Infrastruktur. Das sollte man nicht einfach so akzeptieren, nur weil die Leute, die dort gerade am Drücker sind, eine Agenda gegen Microsoft fahren wollen.
 
@mh0001: wenn es nach Kosten/Nutzen geht, hätte man in München ja nicht wieder auf Microsoft wechseln dürfen, nachdem für diese Rückmigration mehr Geld veranschlagt ist, als LiMux insgesamt gekostet hat. Leider wird in der Politik nicht immer der gewählt, der auch am besten mit denSteuergäldern und Mandat der Bürger umgeht. Ansonsten kann ich dir nur Recht geben, schön wäre es schon, wenn es so wäre.
 
@qmert: "nachdem für diese Rückmigration mehr Geld veranschlagt ist, als LiMux insgesamt gekostet hat."
Das ist richtig aber LiMux hat aber einfach nicht funktioniert. Es fängt bei Office an, es funktionierte innerhalb Münchens aber jede anderen Kommune außerhalb nutzt Microsoft ergo die Administration muss ein Add-In installieren damit die OO Formate gelesen werden können was aber sicherlich gegen viele Richtlinien verstößt. Dazu sind OO und Office nicht wirklich kompatibel es mag zwar gehen von OO nach Office aber umgedreht hui hui hui. Da allein diese Kommunikation nicht mehr funktionierte muss man eben wieder Geld in die Hand nehmen und zurückrudern, egal was es kostet.
Ich sage es immer wieder anstatt jeder seinen eigenen Weg geht sollten mal alle im Bund zusammenarbeiten und etwas entwickeln nur so können Kosten gespart werden.
 
@Odi waN: das ist jetzt aber viel Quatsch, den du da schreibst. Wenn es nicht funktioniert hätte, dann hätte es auch nicht über Jahre funktionieren können. Man hat ja nicht während der Migration entschieden wieder zurückzuwechseln weil etwas nicht funktioniert hätte, man hat die Entscheidung nach der Migration getroffen, nachdem ein neuer Oberbürgermeister gewählt wurde, der eben entschieden hat, das er lieber wieder etwas anderes machen möchte als der letzte Oberbürgermeister. Dein Punkt mit Opendocument Format kann ich auch nicht nachvollziehen, das ist ein international genormerter Standard der in Libre/Open Office das Standardformat ist, ich gehe davon aus das auch Microsoft Office diesen genormten Standard versteht, sonst liegt ja eher hier das Problem und es würde höchste Zeit eine Software zu nutzen, die Standards beherrscht oder würde heute noch irgendjemand den Internet Explorer 5 nutzen, weil es so viel besser ist keine Standardformate beherrschen zu können? Und unterschiedliche Kommunen haben nun Mal unterschiedliche Anforderungen, ich sehe das prinzipiell nicht schlecht, wenn man hier als Kommune auch einen eigenen Weg gehen kann, was ja zu deutlichen Kosteneinsparungen führen kann. Ob es jetzt besser wäre das zentral zu machen oder nicht hängt aus meiner Sicht eher von der tatsächlichen Umsetzung ab, auch zentralisiert kann man vieles schlecht machen.
 
@mh0001: hallo, ich gebe Dir insoweit Recht, dass eine Kosten-Nutzen Analyse durchzuführen ist. Aber die Entscheidung muss nicht zwingend der Kosten Nutzen Analyse folgen. Das nennt man dann Politik (nicht zynisch gemeint). Gründe kann es viele geben: von digitaler Souveränität, Wirtschaftsförderung, weg von closed source etc. Wenn es nicht wirtschaftlicher ist, bedarf es halt einer politischen Erklärung ...
Übrigens wenn ich mir so die Briefe der öffentlichen Verwaltung ansehe die ich so bekomme, gehe ich Mal nicht davon aus, dass hier die Leistungen von den MS Office Produkten (die ihren Zweck definitiv erfüllen) voll auzsreizen. Vielmehr ist es wohl eher vergleichbar mit einem Porsche, der für den Weg zwischen zwei Bürogebäude angeschafft wird, die in einer verkehrsberuhigten Zone auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegen.
Ja natürlich wird es auch in Behörden Menschen gegeben die Macros nutzen, aber das ist wohl eher die Ausnahme als die Regel
 
Das is ja alles Ganz toll und es gibt auch viele gute Opensource sachen.
Bevor man aber nun Los stürmt und blindlings überall Linux und irgend welche Office Suites allen Behörden auf den Pc rotzt und dann meint "Ja nu mach ma" sollte man sich mal über Standards unterhalten.
Wenn aus Berlin dann ein Word Dokument kommt und es in Hamburg dann nicht geöffnet oder zum teil falsch ist hilft das keinem.

Dann heißt es am ende ganz schnell "ja nichts klappt,scheiß Opensource "und und und
 
@Finsternis: "[...] mal über Standarts unterhalten. [...]"
Ich wäre für Deutsch. ;-) Sorry, nichts für Ungut.
Zum Inhalt Deines Posts: es gibt doch bspw. bereits *.odt
 
@rogerwilco75: :P
Schon verbessert.
Wenn aber nun die Hamburger behörde etwas nach Berlin schickt könn die damit erstmal nichts anfangen.
 
@Finsternis: wenn man in Berlin einen international genormten Textformatstandard nicht öffnen können sollte, sollte man sich in Berlin eventuell eine funktionierende Software anschaffen, oder?
 
@Finsternis: Ich kann da vielleicht einen kleinen Exkurs zum Thema digitale Zusammenarbeit zwischen den Ländern geben. Ich arbeite beim Finanzamt in Hamburg und wir nutzen das Programm Unifa. Dies war ursprünglich eine Software aus Bayern, die nach langem hin und her nun bundesweit genutzt wird (bis auf NRW - die machen z.T. immernoch ihr eigenes Ding).
Hier ist das nun so, dass - wenn ein Steuerpflichtiger von einem Zuständigkeitsgebit in das eines anderen Bundeslandes wechselt (z.B. Umzug) - kann jetzt mit mehr oder weniger einem Klick das gesamte Steuerkonto überspielt werden. Wichtige Daten können bundesweit abgerufen werden.

Dataport übernimmt hier im Norden für 6 Bundeländer die IT Verwaltung und betreibt Serverfarmen. Nicht nur für uns Finanzämter sondern für beinahe die gesamte IT Infrastruktur des öffentlichen Raumes. Dies dann nicht als AG oder GmbH sondern als AöR.
Dies ist mit so vielen Anwendern, Computern, Druckern etc eine gewaltige Mammutaufgabe, die dadür aber recht gut funktioniert. Ab und an hat man dann mal seine Probleme aber die sind im Angesicht desse, was da gestemmt wird, marginal.

Unfa läuft bei uns auf virtuellen Maschinen, die auf den Servern in Rostock laufen. Über einen Thinclient und Citrix wird dann drauf verbunden. Aktuell wird dann eine komplett eingedampfte und beschnittene Windows10 Version benutzt.

Ich kann mir vorstellen, dass man hier sicherlich Windows und Citrix durch open source Software ersetzen könnte. Dies würde für die Anwender kaum einen Unterschied bedeuten. Man müsste also auch für die anderen Belange der öffentlichen Verwaltung so eine Softwarebasis entwickeln, wie es sie für die Steuerverwaltung schon gibt. Aber dafür wird im öffentlichen Dienst zu wenig bezahlt und die guten Programmierer und Entwickler wandern eben dahin, wo sie mehr verdienen. SAP, Oracle oder Microsoft. Da sollte die öffentliche Verwaltung vielleicht mal drüber nachdenken....
 
@Vienesko: Wie willst du das User Right Management machen? Soweit mir bekannt ist gibt es keine OpenSource Lösung bzw. Ersatz für MS AD die nur Ansatzweise an die Fähigkeiten herankommt. Daher sage ich als unterbau wird Microsoft bestehen bleiben allein nur für die Verwaltung, der Rest kann durchaus ersetzt werden.
 
@Odi waN: wer hat dir denn den Quatsch eingeflüstert ^^
 
@qmert: Du laberst mich die ganze Zeit voll das ich blödsinn erzähle nun bring mir mal eine Alternative. Ich bin gespannt wieviel Komponenten ich brauche um einen DC zu ersetzen der auf Linux basiert.
Ich hoffe echt für alle da draußen das du NIX mit der IT am Hut hast.
 
@Odi waN: Das weiß ich nicht, dafür kenne ich mich nicht gut genug damit aus. Deswegen ja auch "ich kann mir vorstellen"...

Mir persönlich ist das egal, wie das realisiert wird. Hauptsache, man bekommt seine Arbeit adäquat erledigt. Und wenn man eben dafür etwas bezahlen muss, weil das die beste Möglichkeit bietet und man dann mehr oder weniger an einen Anbieter gebunden ist, ist das zwar gefährlich aber auch in Ordnung. Warum soll man sich auf Teufel komm raus mit etwas schlechterem Abmühen, wenn es da draußen bessere Lösungen gibt. Ich könnte mir aber wie gesagt vorstellen, dass man die Funktionen, die aktuell gebraucht werden, auch mit auf Open Source basis realiseren könnte..
 
@Vienesko:
Über Unifa finde ich leider nicht allzuviel.
Aber das klingt zumindest bei Steuern nach einem einheitlichen Standard , glaub zwar nicht das der nun Opensource ist, aber der wäre dann ja eh nicht in dem Bundesland.
Und ob es Sinvoll ist Citrix in einem Bundesland zu ersetzen während die anderen weiter darrüber Arbeiten ist fraglich. Das würde am ende nur mehr Support und evnetuell kosten verursachen. Bleibt halt nur noch der Unterbau Windows.

Danke erstmal für so ein beispiel.
Bin ja für Open Source nur halt nicht übers Knie Brechen und alles Krampfhaft umschwenken.
Mit Ruhe und vernunft da ran und auch die Mitarbeiter die letztendlich Täglich damit arbeiten am ende nochmal ins Boot holen.
 
In vielen Bereichen sollte man in der Verwaltung weg von Clientsoftware und möglichst viel auf Serversysteme verlagern (damit meine ich nicht VDI-Systeme) ... Dann verliert die Bindung an Clientbetriebssystem seine Bedeutung und letztendlich ist jedes Client-OS mit aktuellen Browser möglich und ggfls auch parallel nutzbar.
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