Wie gegen eine Wand: Das IT-Job-Wunder ist ganz plötzlich zu Ende

Eine immer weiter steigende Nachfrage nach IT-Spezialisten hätte man angesichts der zurückliegenden Jahre fast schon als Gesetzmäßigkeit ansehen können. Doch das ändert sich aktuell ziemlich schlagartig. mehr... IT-Branche, Statue, Kopf Bildquelle: W&V IT-Branche, Statue, Kopf IT-Branche, Statue, Kopf W&V

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Überraschung, Überraschung! Wachstum funktioniert nicht unbegrenzt, sondern sättigt irgendwann. Ich frage mich allerdings, warum eine derart offensichtliche Tatsache nicht im BWL-Studium erklärt wird.
 
@Kirill: ich denke dir ist das klar, aber falls jmd mitliest, der das nicht weiß: weil BWL das System aus dem System heraus erklärt. Zu diesem System gehört immer ein unbegrenztes Wachstum, sowie auch das Umlaufende Geld. Wenn du eins davon in Frage stellst, stellst du das ganze System in Frage. Das kann man tuen, aber natürlich nicht aus dem System heraus, sondern nur von aussen.
 
@DataLohr: Ich behaupte mal, dass man das Konzept von Wirtschaft auch erklären kann, ohne dem gesunden Menschenverstand zuwider zu laufen. Wobei das Konzept vom umlaufenden Geld übrigens nicht vergleichbar mit unbegrenztem Wachstum ist, weil es möglich und sinnvoll ist.
 
@Kirill: Du meinst so wie jahrzehntelang das Konzept der Alterspyramide bei der Rentenversicherung als funktionierend hochgehalten wurde?
 
@DataLohr: Die Steinzeit ist auch nicht aus Mangel an Steinen zu Ende gegangen ;-)

Natürlich ist jederzeit Wachstum für jedes einzelne "Subsystem" in nahezu beliebiger Höhe möglich, es können halt nur nicht ALLE Subsysteme gleichzeitig unbegrenzt wachsen, da das Gesamtsystem begrenzt ist.

Mit anderen Worten: Da die Ressourcen eben nicht unendlich sind, kann "ab der Kapazitätsgrenze" individuelles Wachstum nur noch auf Kosten anderer Einheiten generiert werden, was übrigens ständig passiert.

Jeder ordentliche BWL'er weiß das und rackert sich für "seine" Firma ab, um ein möglichst großes Stück vom Kuchen abzubekommen; es sind eher VWL'er, die mit der Realität ihre Probleme haben.
 
@Kirill: Sättigung tritt nur ein wenn man bei der Entwicklung von Produkt X nicht weiterkommt oder das Bevölkerungswachstum stagniert bzw. zurückgeht. Ansonsten gibt es in der Tat potentiell unbegrenzten Wachstum. Ressourcenmangel außen vor gelassen. Mehr Menschen brauchen mehr Produkte.

Wieviel Wachstum man erwarten kann und erwartet, das ist eine andere Sache...
 
@James8349: Aus der Perspektive aus betrachtet hättest du recht, wenn die Erde grenzenlos wäre. Wobei, grenzenlos ist sie ja, aber nicht unendlich.
 
@Kirill: Dafür muss man selbstverständlich von den besten Umständen ausgehen. Also auch das eine Technologie zur Kolonialisierung und zeitnahem Anfliegen (und ggf. Terraforming) anderer Planeten entwickelt wird. Irgendwann ist es schon nötig das "global" mit der nächst höheren Stufe zu ersetzen. Sonst stoppt der Wachstum schon automatisch wenn keine Rohstoffe mehr vorhanden sind.

Und das endet dann auch nur kurzfristig in Sättigung. Langfristig dann im aussterben ;)
 
@Kirill: für den einen ist sie grenzenlos für die anderen voller grenzen.... /philo modus off ;)
 
@slashi: Die Menge an Ressourcen ist definitiv begrenzt. Auf Linienkoordinaten ist es auch wesentlich leichter, eine Grenze zu definieren, als in Kugelkoordinaten.
 
@Kirill: ja, macht aber kein sinn auf meinen kommentar...aber nun gut ;) -- man beachte den hinweis "philo modus"--> ging um darum, dass manche menschen keine grenzen haben und manche durchaus......ach egal...
 
@James8349: Wir haben aber nur begrenzte Ressourcen…… Somit ist das unbegrenze Wachstum schon widerlegt und das Studium manch eines Super BWLers direkt fürn Arsch gewesen! Aber wir brauchen ja erst mal Institute die das per Studie erforschen...….aber eine solche Studie würde wahrscheinlich zum Zusammenbruch unserer Gesellschaft führen! Deswegen wird es sie nie geben!
 
@andreas31HD: Damit das wir nur begrenzte Ressourcen haben widerlegst du gar nichts. Und es stimmt noch nicht mal. Einige Ressourcen sind begrenzt, aber bei weitem nicht alle. Was für ein Komfort mit den unbegrenzten (sprich regenerierbaren) Ressourcen möglich ist, das ist eine andere Frage.

Und auch das der Platz auf der Erde nicht ewig reicht ist klar. Aber das spielt keine Rolle, das Universum ist schon groß und dehnt sich nach aktuellem Kenntnisstand auch weiter aus. Also wird es theorethisch immer genug Platz geben, solange es weniger Wachstum als Ausdehnung gibt.

Ob es *uns* möglich ist unbegrenzt zu wachsen, wird sich zeigen. Aber zu sagen das wäre unmöglich ist schlicht falsch.
 
@James8349: Wenn du schon von der Expansion des Universums sprichst, dann müsste dir aber auch klar sein, dass um so weiter weg du kommst die Expansion immer stärker wird, manche Wissenschafler sprechen sogar von Expansion mit Überlichgeschwindigkeit…..was ein unbegrenztes Erreichen von Planeten wiederum unmöglich macht.

Aber momentan kommen wir nicht mal zum Mars......also sind wir auf die Erde begrenzt. Und diese hat halt nun mal nur begrenzte Ressourcen....

Sonnen- und Windenergie kann man halt leider nicht essen...….und auch keine Häuser daraus bauen....
 
@andreas31HD: Wo hab ich denn behauptet das mit den derzeitigen Mitteln ein unbegrenztes Wachstum möglich ist? Richtig, nirgends. Wo habe ich behauptet das man Planeten erreichen muss? Richtig, nirgends, ich sprach vom Platz. Platz gibts auch im Raum des Weltalls, nicht nur auf Planeten. Ich teile nur deine Fatalistische Einstellung nicht.

Wo soll das denn enden? "Ist eh nicht möglich, begehen wir alle kollektiven Selbstmord bevor wir verhungern!" oder wie?

Mit der Einstellung wären wir nicht dort wo wir jetzt sind, denn dann hätten wir uns mit der "Unerreichbarkeit" anderer Kontinente abgefunden als es die nötigen Techniken zum Schiffsbau noch nicht gab.

Edit: Pflanzen sind übrigens auch regenerierbar.
 
KI ist auch klar - das Thema ist überhypet, Erwartungshaltung liegt in den Sternen und es setzt Ernüchterung ein, weil die am Ende doch auch nur mit Wasser kochen und entweder Versuch & Irrtum an neuronalen Netzen machen oder vergleichsweise simple Algorithmen nutzen.
 
@DRMfan^^: KI ist ein moderner Werbeslogan...
 
Na, das ist doch eine gute Nachricht für alle Arbeitgeber, endlich kann man aus den unzähligen top qualifizierten mitte 20 jährigen bewerbern denjenigen heraussuchen, der am billigsten ist...
 
@jann0r: Wenn Du shoppen gehst, nimmst Du natürlich immer das Teuerste. Und wenn Du einen Handwerker benötigst, heuerst Du bestimmt auch den an, der den höchsten Stundensatz hat.
 
@topsi.kret: ich habe wohl vergessen die Ironie-Fahne zu schwenken.

Natürlich kaufe ich nicht immer das teuerste bzw. auch bei Dienstleistungen gucke ich mich natürlich auch nach P/L um. Nichsts desto trotz stimmt das Verhältnis zwischen Erwartung und Realität bei einigen Stellenbeschreibungen/Bezahlungen nicht überein.
 
@jann0r: Und genau das macht der AG auch, nach dem P/L gucken: Jemand der viel kann für schmalen Taler. Also alles völlig normal.
 
Das mit den Stellenangeboten und freien Stellen in der IT ist sowieso übertrieben wie ich glaube. Habe mich jetzt nach dem Studium auch auf viele Stellen beworben, oft kommt nicht einmal eine Antwort, die Stelle wird natürlich trotzdem in aller Regelmäßigkeit wieder reingestellt. Außerdem wird eben jede Stellenanzeige bei quasi jedem Jobportal reingestellt. Und dazu kommen Stellenanzeigen für Stellen die es gar nicht gibt. Da wird einem dann mitgeteilt, ja wir suchen nur allgemein schon mal, aber eine Stelle dieser Art haben wir zurzeit nicht frei. Wird aber natürlich trotzdem automatisiert alle 5 Tage neu eingestellt um den Eindruck zu erwecken, es werden ganz dringend Leute gesucht.
 
@Jon2050: Dazu kommt noch das man diese Anzeigen von der Steuer absetzen kann und damit Wachstum nach außen Signalisiert.
 
@MancusNemo: Genau so sieht es aus, aus diesem Grund habe ich auch das ganze Gerede bzgl. des "Fachkräftemangels" für recht übertrieben gehalten.
Und wer immer wieder die Eierlegendewollmilchsau sucht, der stellt eben solange Stellenanzeigen online bis man eventuell man jemaden findet, der ALLES kann und für einen Hungerlohn arbeitet.
 
@Tomy Tom: "Fachkräftemangel" bedeutet eh nur, dass auf eine freie Stelle nicht mindestens 5 potenzielle Bewerber kommen.
 
@Daniel83: Damit man den billigsten nehmen kann. Also ist der Firma nur die Fachkraft zu teuer! .... Man will also billig!
 
@Jon2050: Ich gehe jetzt mal davon aus, dass es um technische Stellen geht. Das mag jetzt ganz blöd klingen aber ich behaute jetzt mal, das liegt zumindest teilweise auch an dir. IT Fachkräfte werden wie bescheuert gesucht und auf XING wird man fast täglich von Recruitern angeschrieben, wenn man im Profil entsprechende Kenntnisse angegeben hat. Allerdings geht es hier um IT Fachkräfte und nicht um Uni Absolventen. Bitte nicht persönlich nehmen, aber gesucht werden nun einmal Leute, die etwas von den speziellen Techniken (Sei es IP Routing, WAN, SIP Collaboration oder MS Azure oder oder oder)verstehen und keine Leute, die zwar intelligent sind und wissenschaftlich Arbeiten können aber noch die ein AD oder eine CLI gesehen haben. Jeder Azubi im zweiten Lehrjahr ist mehr wert.

Allein meine Abteilung hat ein halbes duzend offene Stellen, aber wir finden nicht die Leute. Ich habe meinen Chef mal gefragt, ob ich mal irgendwann Unterstützung bekomme, und der meinte auch, dass es zwar dauerhaft Bewerbungen von ehemaligen Studenten mit Bachelor gibt, die allerdings komplett unbrauchbar sind, weil die keine Ahnung von der wirklichen Technik haben.

Das ganze ist natürlich aus der Sicht eines Techis geschrieben. Wenn es um IT Projektmanagement o.Ä. geht, kann ich nichts dazu sagen.
 
@xxMSIxx: Es hat immer zwei Seiten. Wenn den Absolventen nicht die Chance gegeben wird, wie soll die Situation dann besser werden?
Wenn man nur Einstiegsgehälter zahlen will, darf man nicht das vollständige Komplettpaket erwarten, sondern muss sie zumindest auch etwas anlernen.
 
@xxMSIxx: Wäre das Dilemma dann nicht lösbar, indem man die Leute selber ausbildet?
 
@xxMSIxx: tja so ist das eben mit den "fertigen Technikern" wenn ich dem Nachwuchs keine Chance gebe, dann ist irgendwann mal Essig, weil mir das hochbegabte langediente Personal wegstirbt!

ich habe da aber eher das andere Problem: da möchte man auch dem Nachwuchs eine Chance geben, aber die können eigentlich noch nix, haben aber Gehaltsvorstelllungen bei denen selbst ein Senior mit Jahrelanger Erfahrung rot werden würde! Und da gilt dann Sorry! Gut zahlen ja, aber dann muss die Leistung stimmen!

bei dem was da von der Uni kommt fragt man sich echt ob die außer Party überhaupt was machen, Bachelor stell ich schon gar nicht mehr ein, Master ist Pflicht! Heranziehen und Chance geben ja gene, aber wenn nicht mal die Grundlagen beherrscht werden, nein Danke!
 
@Jon2050: So was hast du aber nicht nur in der IT, sondern auch in anderen Branchen und Helferbereich.
 
@Jon2050: Vielleicht solltest Du Dich auf Stellen bewerben für die Du qualifiziert bist. Ich kenne zahllose Firmen die wirklich ITler suchen. Auch unsere Firma sucht regelmäßig für real existierende Stellen. Aber wenn man z.B. einen erfahrenen Mitarbeiter im Bereich BI sucht, dann hilft es nicht wenn sich Fachinformatiker bewerben die gerade ihre Lehre abgeschlossen haben. Und wenn man einen Helpdesk-Mitarbeiter sucht, dann ist es dumm, wenn man als Bewerber kein Deutsch spricht. Und wenn sich ein Fachinformatiker auf eine passende Stelle bewirbt, dann ist es unrealistisch wenn man ein Anfangsgehalt von 70.000 Euro verlangt. Keiner unserer Azubis (wenn nicht direkt übernommen) hatte ein Problem eine Stelle zu finden. Es gibt bestimmt manchmal komische Arbeitsgeber bzw Stellen, aber das sind garantiert Einzelfälle. Ganz sicher ist: Man kann zur Zeit definitiv sagen, wenn ein ITler gar keine Stelle findet, dann liegt es an ihm!
 
@Jon2050: Doch, Fachkräftemangel gibt es definitiv. Als Entwickler mit ein bisschen Erfahrung muss man keine Bewerbung mehr schreiben, sondern es gibt unzählige Headhunter-Agenturen welche die Entwickler kontaktieren und von einem Wechsel überzeugen wollen und sich um den Bewerbungsprozess kümmern. Die Unternehmen bewerben sich mittlerweile eher bei den Entwicklern als andersrum... Ich bekomme ca. 2 Anfragen pro Woche. Man sieht den Fachkräftemangel auch daran wie hoch die Gehälter mittlerweile gestiegen sind. Vielleicht hängt es vom Ort ab, wo suchst du denn?
 
Klar mit den ganzen Cloud Diensten und Abo Modellen! Welche kleine Firma braucht noch einen Datenbankadministrator oder Programmierer. Die Digitalisierung trifft somit auch die klassischen IT-ler gleichermaßen! Man muss sich halt persönlich weiterentwickeln!
 
@Manuel147: Und dann hast du deine Dienste in der Cloud.. und wer genau betreut dann das ganze und entwickelt dir die Anwendungen daraus für deine kleine Firma?
 
@Doso: Der Freelancer auf dem Martk?
 
@Doso: Hey ich bin kein Freund dieser Entwicklung! Aber es wird einen geben, der ein wenig IT Wissen besitzt und das verwaltet. D.h. es braucht für Unternehmen viel weniger personelle IT Ressourcen.
 
Wohl eher die Nachfrage nach 20-Jährigen Akademikern mit 10 Jahre Berufserfahrung und wenig Gehaltsansprüchen. Zudem hat sich die IT in den letzten 20 Jahren so rasant entwickelt, dass das Wissen von heute schon morgen wieder alt ist.
 
@Daniel83: Deswegen ja stete Weiterbildung . Und genau jene sind es, die gut verdienen. Der Basic-Coder von vor 40 Jahren hat heute keine Chance mehr, verständlicherwesie
 
@Daniel83: Was hat sich denn in den letzten Jahren geändert? Beispiel Webentwicklung: seit 20 Jahren werkeln wir mit HTML5 und CSS3 rum, die Sprache PHP ändert sich auch nur alle Nase lang. Das Wissen von vor 20 Jahren reicht in dem Bereich heut auch noch locker aus.
 
Für gute Leute gibt es immer einen Job.
Vielleicht ist es nicht so dumm, erst mal mit einem geringen Gehalt einzusteigen.

Erweist man sich dann als gut, oder schafft es sogar den Arbeitgeber ein wenig abhängig zu machen,
kann ein sehr hohes Gehalt verlangt werden.

Viele sind leider nicht so leistungsstark wie sie meinen.
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