"Update-Zwang" bei Adobe Cloud: Nutzer verärgert, Adobe macht Druck

Der Software-Riese Adobe hatte vor kurzem eine überraschende Änderung für Nutzer seiner Cloud-Abos angekündigt. Ab sofort gelten Einschränkungen in der Nutzung von den Adobe-Apps - nur noch die jüngsten Veröffentlichungen können genutzt werden. ... mehr... Adobe, Photoshop, Creative Cloud, CC Bildquelle: Adobe Adobe, Photoshop, Creative Cloud, CC Adobe, Photoshop, Creative Cloud, CC Adobe

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Ich empfehle jeden den Umstieg auf Affinity (Designer / Photo / Publisher) und Hitfilm für Bewegtbild. PDFXChange ist eine gute als Acrobat-Alternative.
 
@RATTENBAER: Im Privatbereich kann man das machen, im professionellen Umfeld geht so etwas i.d.R. nicht.
 
@DK2000: Ich verwende selbst die Beta von Publisher im Tagesgeschäft. Hat sich echt bewährt. Flyer, Broschüren, Plakate und Verpackungen hab ich in der Kombi schon erstellt. Natürlich habe ich die CS6 noch für Notfälle in der Hinterhand. Aber es funktioniert ohne Probleme.
 
@RATTENBAER: Publisher ist z.Z. als beta verfügbar; zum produktiven Gebrauch würde ich schon noch etwas warten...
 
@RATTENBAER: Wie gut kann man damit Drucken? Sumatara PDF hat sich da ja leider ein Genickbruch geholt. Ich mach auch um Adobe einen riesen bogen. Oracle übrigens auch!
 
@MancusNemo: tja früher gab es halt noch freehand und quark, aber die zeiten sind schon lange vorbei. als mediengestalter und admin in einer kleinern werbeagentur habe ich es zumindest geschafft, dass alle partner die letzte cs version noch produktiv nutzen konnten, wo viele schon beim 3. cc zyklus waren. dann kam irgendwann apple mit einem osx update und die cs6 lief nicht mehr sauber.

jetzt muss man leider immer alte indesign-dateien umwandeln und kann "alte" dateiversionen faktisch nicht mehr verändern.
 
@RATTENBAER: Sehr interessant. Danke für die Info. Scheint's aber für den PC nicht zu geben oder? Finde zumindest keine Info darüber. Alles nur Mac (MacOS/iOS).
 
@Niclas: Ist sowohl für Mac und iOS (iPad) als auch für den PC erhältlich. Ich selbst arbeite mit PC: https://affinity.serif.com/de/
 
@RATTENBAER: Was mir bei Affinity fehlt ist "Save for Web". Wobei das Adobe doch auch streichen wollte - haben sie das schon?

Ich bin zurück zu CS6. Alles danach ist so was von überladen, GUI grauenvoll und es werden 100 Hintergrundprozesse gestartet selbst wenn man sie nicht nutzt (z.B. Node.js) und nach dem schließen laufen sie auch noch weiter.
 
Ein "Mitbewerber" von Adobe im Videobereich (Avid) hat ähnliche "Updatezwänge" zeitnah gestartet: anscheinend scheint in Teilen der Branche was zu passieren: im sensiblen "Abo" Lizenzierungsgeschäft ist der Kunde sehr empfindlich / flüchtig. Kein Wunder, dass viele Abonnenten aufgeregt sind: Adobe hatte nie "offiziell" widersprochen, dass man die alten Versionen problemlos nutzen kann. Und dann das..
Nachtrag: im Moment prasseln Angebote von Adobe (US) herein mit 40 - 50% Reduzierung im Abo...
 
Seit Adobe mit ihrem Abo-Scheiß angefangen hat bin ich eh raus. Gibt glücklicherweise Alternativen.
 
@Memfis: Welche? Gruß
 
@Mandharb: "downloads mit aktivierungshelfern ;)"
 
@Mandharb: Für Dreamweaver nutze ich momentan Visual Studio Code, bei Videoprojekten Vegas Pro und Bildbearbeitung mache ich momentan nicht. Denke aber auch da würde man fündig.
 
@Memfis: Das Problem ist, alles was man im Professionellen Bereich finde, ist mit Photoshop gemacht. Es bringt mir also nichts, wenn ich eine Alternative habe, damit aber nicht an anderen Projekten mitarbeiten kann oder andere Projekte nutzen kann.
 
falls Premiere darunter fällt (was wohl zu 99% so ist wenn es Lizenzprobleme gibt) wäre das eine Frechheit sondergleichen. Warum ist schnell erklärt.

Beispiel hier Adobe Encore -- wurde einfach ohne Nachfolger aufgelassen und die die darauf angewiesen sind wurden vertröstet, dass man sich ja parallel zur aktuellen Version die alte Premiere Pro Version installieren könne, welche von Encore benötigt wird.
Auch würden dann ja beispielsweise Fireworks, Muse und etliche andere "Alt-Programme" einfach mal so verschwinden können und bei den aktuellen könnte sich jeder Zeit alles ändern. Alte Versionen die man installieren darf hätten auch eine relativ kurze Halbwertszeit und man wäre so gezwungen ständig seinen Workflow auf Adobes Wahnsinn auszurichten

Das wird noch zu einem kleinen oder größeren Supergau führen weil sich das sicher die wenigsten Firmen leisten werden und leisten wollen.

Habe einst von Adobe viel gehalten -- dann wird halt nicht erneuert ...

Ich mein' Kundenfreundlich hätte man zumindest die Betroffenen anschreiben können und eine Lösung erarbeiten. Eine Möglichkeit wäre zB wenn es wirklich nicht anders geht mit einem Patch betreffendes Plugin mit ankündigung deaktivieren oder mittels Freischalte-Schlüssel neu lizenzierbar machen - der vl mit Vergünstigung beim betreffenden Unternehmer erwerbbar ist. Aber so klingt es eher als wolle man alte MS Fehler wiederholen und alle auf Biegen und Brechen zu den neuesten Versionen treiben um sich Supportaufwand zu sparen.
 
@chrislog: sehe ich ganz genauso, dass das ohne vorwarnung passierte ist ein no-go im profi-bereich. man stelle sich vor microsoft würde alle win7 auf win10 upgraden und den downgrade deaktivieren, alles ohne vorankündung
 
Adobe wäre eigentlich schon lange ein Fall für die Kartellbehörden.
Im professionellen Bereich haben die durchaus ein Monopol, das sie auch ganz gerne mal mißbrauchen.
 
@moribund: Deshalb hab ich im Privatbereich die Rechner von Adobe befreit! Niemand tut sich den Terror und die Schlamperrei von denen freiwillilg an.
 
@moribund: Das Theme mit "Zwangs" Upgrades ist aber keines für die Kartellbehörden. So etwas ist rechtlich erlaubt in DE und der EU, wenn es in den Lizenz-/Nutzungsbedingungen steht. Diese gelten nun mal als rechtlich verbindlicher Vertrag. Egal ob man sich diese durchliest oder nicht!
 
@Scaver: Man kann argumentieren das beispielsweise die Preisgestaltung der Adobe-Packete in Europa Wucher ist. Adobe hat wie gesagt im Profi-Bereich ein Monopol an dem man nicht vorbeikommt
 
Kann das Problem dann nicht gelöst werden indem Adobe eine vernünftige Kompatibilität mit Projekten aus Altversionen herstellt?

So ärgerlich es für die betroffenen ist - vielleicht kann es die Verbraucher sensibilisieren, was das zunehmende Abo-Modell angeht....
 
nein, weil Adobe teilweise Programmteile aus unterschiedlichsten Gründen eingestellt hat.
 
Beispiel #502398 für eine einfache Tatsache: Proprietäre Software bedeutet grundsätzlich "friss oder stirb". Das neue Metro-Design von Windows gefällt nicht? Friss oder stirb. Die neue iOS-Version verlangsamt die iPhones? Friss oder stirb. Die neue Upgrade-Politik von Adobe gefällt nicht? Friss oder stirb.

Als GNOME 3 den Leuten nicht gefallen hat, haben sie GNOME geforkt und sind mit den Forks Mate oder Cinnamon glücklich geworden. Das geht natürlich nur, wenn man freie Software nutzt und sich nicht von den Launen der Entwickler proprietärer Software abhängig macht.
 
@dpazra: Solange du nicht selbst programmieren kannst spielt es keine Rolle ob du dich von den launen der Entwickler von proprietärer oder open source Software abhängig machst.
 
Solange sich bei Open Source Software genug leute finden die das gleiche problem haben (und programmieren können) spielt es keine Rolle, ob du das selber kannst.
 
@toco: Es ist dennoch friss oder stirb? Du kannst es nicht selbst, also bist du davon abhängig das es wer anders macht. Ob Firma oder Community ist da doch bedeutungslos.
 
@James8349: Eben. Grade unter den Linuxern ist "friss oder stirb" in den Foren stark verbreitet.

Wie du hättest gerne das etwas so und so ist? Wie kannst du dich erdreisten überhaupt zu fragen wo du das ganze umsonst bekommst.
Lern Linux und programmieren und dann kannst dir selbst machen wie du es gerne hättest!
 
@Paradise: In welchen Fragen genau? Ich sehe genau das Gegenteil. Irgendwelche Leute stören sich an systemd (was ich nicht nachvollziehen kann), und schon ist ein neues Debian-Derivat geboren. Irgendwelche Leute bei ffmpeg nicht miteinander klar und der Fork libav entsteht.
 
@James8349: Selbstverständlich macht es einen Unterschied. Ein Aspekt von freier Software ist schonmal die freie Weitergabe und damit einhergehend der Mangel an DRM und Aktivierungsservern. Selbst wenn man also weder Programmieren kann, noch Programmierer beschäftigen will, noch irgendwie mit der Community interagieren will, hätte man trotzdem das Problem, was oben im Artikel beschrieben wird, nicht, weil die alten Versionen weiterhin uneingeschränkt weitergegeben werden könnten.

Davon abgesehen gibt es natürlich bei freier Software Vorteile im Bezug auf die Entwicklung selbst wenn man kein Entwickler ist. Man kann z.B. Entwickler bezahlen, alleine, als Firma oder als Community im Crowdfunding. Der Unterschied zu proprietärer Software, die man häufig auch bezahlen muss, liegt hier unter anderem darin, dass man mit seinem Geld (wenn man die Entwickler oder ein selbstgewähltes Crowdfunding-Projekt unterstützt) direkten Einfluss auf die Richtung der Entwicklung nehmen kann.

Für das Geld, was sie nehmen, könnte Adobe z.B. seine Creative Tools auch mit optionaler Cloudanbindung entwickeln. Tun sie aber nicht, nicht weil die finanziellen Resourcen dafür nicht von den Nutzern bereitgestellt werden würden, sondern aus Profitstreben.
 
@dpazra: Nun frag dich aber mal warum es etwas mit der Leistungsfähigkeit eines "Profi-Werkzeugs" nicht als freie Software gibt. Das ist eben nicht mal so nebenbei programmiert.

Ansonsten steht es ja jedem frei eine Firma zu beauftragen ein umfassendes Paket wie die CC-Suite als freie Software zu entwickeln. Warum wurde das also noch nicht getan? Weil es ohnehin nicht geht, denn die Industriestandards sind an unfreie Lizenzen und/oder Patente gebunden.

Für Photoshop gibts GIMP, für Premiere gibts Shotcut, Vegas, Cinema 4D, etc. Für so gut wie jedes Programm aus der Suite gibts 'ne Alternative, aber nicht für das Gesamtpaket das ziemlich reibungslos funktioniert. Ist halt Pech das die Lizenzen da jetzt auslaufen und Probleme machen. Gäbe es (bekannte) brauchbare Alternativen, würde nicht gemeckert.
 
@James8349: Zunächst mal gibt es selbstverständlich freie Software mit der Leistungsfähigkeit eines "Profiwerkzeugs" insofern als dass die Profiwerkzeuge in zahllosen Bereichen bereits freie Software sind.

Der häufigste OS-Kernel für Geräte wie Smartphones oder kleiner? Linux. Das häufigste OS für Geräte wie Server oder größer? GNU/Linux oder *BSD. Die Softwaregrundlagen für den Betrieb der meisten Webanwendungen, die benutzt werden? PHP, Perl, nginx, Apache, MariaDB, MySQL, PostgreSQL, Doctrine, Node.js, Ruby, Frameworks/CMS wie Symfony, Wordpress, etc. (die Liste ist endlos), weitgehend freie Software. Die Profiwerkzeuge hinter modernen Feldern wie BigData, Machine Learning, Data Science etc.? Hadoop, Hive, Drill, TensorFlow, Pandas, Numpy, Pytorch (und Python insgesamt)...

Ich würde eher sagen, dass die leistungsfähigste, interessanteste Software meistens eher frei als proprietär ist. Nichts davon wurde nebenbei programmiert, sondern hauptsächlich von bezahlten Entwicklern.

Warum in diesem Medienbereich proprietäre Software dominiert, weiß ich nicht, ich kenne die sozialen Gegebenheiten nicht. Vielleicht ist die Überschneidung zwischen Adobe-Kunden und Menschen, die mit der FOSS-Community vertraut sind, zu klein. Vielleicht gibt es Monopoleffekte weil Drittanbieterplugins nur für Creative Suite entwickelt werden. Vielleicht gibt es zu wenig Kollaboration zwischen den Stakeholdern unter den Creative Suite-Nutzern um auf die Idee zu kommen, Werkzeuge gemeinsam zu entwickeln um sich von Adobe zu emanzipieren. Vielleicht kauft Adobe alles auf oder nimmt unter Vertrag, was in dem tätig ist, so dass das ganze Ökosystem drumherum (Plugins, Schulungen, Literatur, Ausbildung) auf Adobe Produkte ausgerichtet bleibt.

Da kann ich viel drüber spekulieren, ich habe mit Creative Suite Nutzern zu wenig zu tun, um die Gegebenheiten zu kennen.

Fakt bleibt aber, womit ich diesen Thread eröffnet habe: Wer sich über diesen Adobe Schritt ärgert, ist genau deshalb in dieser Situation, weil er sich von einem proprietären Adobe Tool abhängig gemacht hat.
 
Als Alternativen für Premiere und After Effects würde ich Davinci Resolve (kostenlos), bzw. Davinci Resolve Studio (ca.330€) von Blackmagic Design empfehlen.
Kein Updatezwang, keine Cloud-Fesseln.

Hatte lange nach einem kostengünstigen aber guten NLE Videoeditor gesucht und bin schon begeistert von dem kostenlosen Davinci Resolve. Die paar Extra Features der Studioversion sind als privater User nicht zwingend erforderlich, auch wenn das ein oder andere zu haben ganz nett wäre.

Bei dem ganzen Umfang der kostenlosen Version habe ich mich gefragt, wie sich das finanziell lohnt. Aber BM Design macht den großen Umsatz im Profibereich mit der Video-Hardware und den Konsolen, welche natürlich super auf Davinci Resolve zugeschnitten sind.
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