DSGVO-Studie: Wenige glauben, dass Daten jetzt besser geschützt sind

Viele Datenschützer feiern die neue europäische Datenschutzgrund­verordnung, kurz DSGVO, als großen Erfolg. Eine Umfrage zeigt, dass aber nur sehr wenige Menschen daran glauben, dass die Verordnung wirklich für einen besseren Schutz ihrer Daten ... mehr... Datenschutz, Laptop, Augen Bildquelle: Flickr Datenschutz, Laptop, Augen Datenschutz, Laptop, Augen Flickr

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Solange mir Google oder Facebook oder ähnliche nicht jedes Mal wenn sie meine Daten an Dritte weiterleiten wollen ein Popup Präsentieren a la "Wir möchten Daten "XYZ" and Firma "ABC" weiterleiten zum Zweck "EFG" fühle ich ehrlich gesagt keinen Unterschied. Ob DSGVO oder Nicht, Ich habe immer noch keinen Live Einblick oder Kontrollmöglichkeit über meine Persönlichen Daten in den Händen dritter. Von daher empfinde ich das Ganze auch eher als Farce...

Was ich erwarte ist die Möglichkeit jedem der meine Daten besitzt, diese auch jeder Zeit wieder entziehen zu können, und ihm vorschreiben zu dürfen, was er damit machen darf und was nicht. Nicht über eine Pauschale Erlaubnis per EULA oder AGB, sondern explizit direkt für jeden einzigen Fall.
Ich möchte das die Firmen meine Daten nur weiterleiten oder verarbeiten wenn ich das für jeden Fall explizit autorisiert habe.
Und sollte dem zu wieder gehandelt werden, muss die Firma empfindlich bestraft werden, und ich entsprechend der Wirtschaftsleistung der Firma kompensiert.
Und das Ganze nicht über das Zivilrecht, bei dem ich entsprechend solvent sein muss um eine Klage anstrengen zu können, sondern über das Strafrecht, bei dem sich die Staatsanwaltschaft nach einer Anzeige darum kümmert und ich als Zeuge geladen werde. Wie bei einem Diebstahl zum Beispiel....

Solange mir diese Möglichkeit nicht gegeben wird, empfinde ich mich den Datenkraken immer noch genauso ausgesetzt wie bisher. DSGVO hin oder her...
 
@Speggn: Genau, was du forderst, leistet die DSGVO, du Held.
 
@Hape49: Genau das leistet sie nicht.
Sie leistet nur, dass kleine und Mittelständige Unternehmen jetzt jederzeit wegen schwammiger Klauseln abgemahnt werden können.
Das jede Einzelperson, die ein Foto in der Öffentlichkeit schießt abgemahnt werden kann, wenn dort noch jmd mit drauf, der vorher nicht sein Einverständnis gegeben hat.
Freie (Medien+)Journalisten trifft dies jetzt genauso - sie müssen von allen und jedem Einverständniserklärungen einholen - selbst bei Großveranstaltungen.
Nur die "institutionelle Presse" darf weiter Fake News verbreiten ohne von jedem Einverständniserklärungen einholen zu müssen.

Die DSGVO ist Zensurmittel und Geißel für den Mittelstand zugleich.

Das ist aber etwas, dass du in der Blödzeitung, im Spiegel, auf RTL oder im Radio nicht hören/lesen/sehen wirst, weil genau diese davon ausgenommen sind und davon profitieren, dass man jetzt die ganzen Unliebsamen Stimmen noch mehr an den Eiern packen kann.
Erst das Maas'sche Zensurgesetz und jetzt DSGVO.

Parallel dazu erhöht man mal eben die jährliche Parteienfinanzierung um 25 Millionen und beschließt den Familiennachzug zum 1. August (Heißluft Horst hat übrigens wieder vorher öffentlich dagegen gewettert, um dann dafür zu stimmen ;) ) pünktlich zum WM-Beginnn, wenn der dumme Pöbel im Fußballfieber ist.
 
@bLu3t0oth: Besser hätt ichs auch nicht ausdrücken können. Ein rießiger Bürokratischer Wust mit extrem viel unsicherheit und aufwand für kleine und Mittelständler, ohne wirklich brauchbaren Datenschutzeffekt.
 
@bLu3t0oth: Billige Propaganda (mit Pegida-Einschlag) ist alles, was du zu bieten hast?
 
@Hape49: Billige Kampfschlagworte ohne Hintergrund ist alles was du zu bieten hast?
 
@Hape49: Was ich erwarte kann ich Beispielhaft beschreiben:

Ich habe bei Google unter den Einstellungen einen Reiter "Persönliche Daten"
Dort sind ALLE, ausnahmslos ALLE Daten die Google von mir hat, fein säuberlich aufgelistet. Ich selbst kann sie dort nach Belieben herauslöschen. Und sei es mein Name oder mein Alter. Oder selektiv welche Webseiten ich je besucht habe, oder gleich alle auf einmal usw...

Google muss mich in einer Email jedes mal, wenn es eine oder mehrere dieser Daten an eine andere Firma oder staatliche Institution weiter geben möchte, um erlaubnis bitten. Dort sollte auch im Detail erklärt werden, was die jeweilige Firma oder Institution mit meinen Daten vor hat.

Ich habe ohne einen Nachteil zu befürchten das Recht jegliche Daten zu Löschen oder die Weitergabe zu untersagen (Kopplungsverbot).

Google ist verpflichtet diese Datensammlung so aufzubereiten und darzustellen, das sie auch von Lieschen Müller nachvollzogen und kontrolliert werden kann.

Und jetzt sag mir bitte was die DSGVO dort leistet?
 
@Speggn: Du kannst dir alle Daten, die Google von dir hat, jederzeit herunterladen, dank DSVGO. Außerdem gibt Google keine Daten von dir weiter, da wären sie schön blöd - das ist ja ihr Schaaatzzzz. Sie verkaufen Werbung und versprechen dem werbetreibenden Kunden, dass sie diese Werbung den passenden Personen anzeigen werden - aber der Werbe-Kunde erfährt nichts über dich, und Daten wandern da auch nicht über den Tisch. Falls Googles - oder irgendjemandes - Server gehackt werden sollten, sind sie verpflichtet, alle betroffenen Personen, deren Daten geleakt wurden, innerhalb 72 Stunden (!) zu informieren - auch das ist neu seit der DSGVO.
Du hast - dank DSVGO - auch das Recht, der Datenerhebung durch Google - und jedes andere Unternehmen - im Detail zuzustimmen oder die Erhebung bestimmter Daten zu verbieten, deshalb hast du auch lauter E-Mails bekommen mit zig Häkchen oder Schaltern. (Ich gebe zu, dass die Firmen es möglichst kompliziert gemacht haben und dich abschrecken wollen, indem sie dich warnen, dass dieses oder jenes Feature dann nicht mehr funktionieren wird. Aber das wird sich bald ändern, wenn die ersten Firmen verklagt wurden und saftige Strafen (<-- auch das ist der DSVGO zu verdanken!) abdrücken mussten. Denn der Service darf laut DSVGO nicht eingeschränkt werden, auch wenn du der Datenerhebung widersprichst.) Außerdem sind Google und alle anderen Firmen, die deine Daten sammeln, laut DSVGO *ausdrücklich verpflichtet*, alles in leicht verständlicher Sprache zu erklären, damit du informierte Entscheidungen treffen kannst. Und es ist laut DSVGO auch vorgeschrieben, dass du jederzeit deine Meinung ändern und bestimmte Daten auch nachträglich von der Erhebung ausnehmen oder genehmigen kannst.

Du siehst also, dass ALLE deine Forderungen mit der DSGVO umgesetzt sind! (Zumindest im Gesetz, in der Praxis braucht es wohl noch einige Strafzahlungen, bis alle die DSVGO ernstnehmen.)

BTW: Falls du mich jetzt für einen Google-Fanboy hältst: Ich habe seit Monaten keine Dienste von Google in Anspruch genommen, außer YouTube, für das ich ein eigenes Konto unter dem Namen "Dagobert Duck" (mit einer Wegwerf-E-Mailadresse) angelegt habe. Fakebook habe ich schon vor Jahren abgeschafft und der Sinn von Twitter, Pinterest, Instagram, Tumblr etc. hat sich mir sowieso nie erschlossen. Ich benutzte keine Spionage-Software von Microsoft und habe keine Spionage-Wanzen von Google oder Amazon in der Wohnung oder in der Hosentasche (gemeint ist: kein Android-Handy). Alle meine technischen Geräte haben einen angebissenen Apfel auf der Rückseite. Und Safari läuft mit AdBlocker. Alle meine Chats und Datenübertragungen sind dank Apple Ende-zu-Ende-verschlüsselt. - Du siehst also, dass man den Datenkraken und der Werbung sehr wohl entkommen kann, aber nicht mit irgendwelchen Billig-Geräten aus dem Geiz-Markt. Bei denen zahlst du für Service und niedrige Preise eben mit deinen Daten, die Entscheidung liegt bei dir.
 
@Hape49: supergute Idee. Ich widerspreche bei der Taxiapp meine Standortweitergabe und erwarte, dass das Taxi trotzdem zu mir kommt. Ich widerspreche bei Google, dass sie meine Anmeldedaten speichern und erwarte, dass ich mich trotzdem anmelden kann. Wie das funktionieren soll, musst du mir noch erklären.

Und Apple sammelt natürlich auch Daten über dich. Sonst könnte dir Siri weder eine Antwort geben noch das Wetter an deinem Standort raus suchen.
 
@Hape49: Und wo deckt sich das was du gerade geschrieben hast, mit dem was ich in re2 geschrieben habe? Eben... gar nicht.

Und natürlich verkaufen Firmen wie Google die Daten an Dritte, das ist deren Geschäftsmodell. Eben jene Werbung Vertreibenden Firmen. Wenn irgendwo Werbebanner für mich eingeblendet werden, auf einer beliebigen Internetseite, hat Google oder Facebook oder andere meine Daten und Surf/Kaufgewohnheiten an die Firma verkauft, die dort die Werbung für mich schaltet...

Keine meiner Forderung ist mit der DSGVO umgesetzt. Ich muss schriftlich anträge stellen, habe keine opt - out option, kann nicht selektiv über meine Daten bestimmen, kann den Firmen nicht im nachhinein die Nutzung untersagen, kann keine EULA/AGB ablehnen und trotzdem auf den Service zugreifen (Kopplungsverbot) usw...
 
@Speggn: Gegen deine Verschwörungstheorien komme ich wahrscheinlich mit Fakten nicht an, aber es bleibt eine Tatsache, dass GOOGLE die Werbung schaltet, nicht das Unternehmen, dessen Werbung du siehst. Da werden keine Daten verkauft. Informier dich mal, wenn du mir nicht glaubst, wie Googles (und Fakebooks) Geschäftsmodelle wirklich funktionieren.

ALLE deine Forderungen sind mit der DSVGO erfüllt. Ich kann es dir erklären (habe ich oben getan), aber verstehen musst du es schon selbst ...
 
@eshloraque: Siri lebt in den einzelnen Geräten, nicht auf einem riesigen, zentralen Server wie der Google Assistant, Alexa und Cortana - deshalb ist Siri auch so vergleichsweise doof, aber man kann nicht alles haben. Apple hat sich für Datenschutz entschieden.
 
@Hape49: Selbst wenn dem so wäre, was denkst du denn womit Siri darauf trainiert wurde Stimmen zu erkennen, Sätze zu erkennen und den Sinn zu verstehen?
 
@eshloraque: Klar, es gibt auch bei Apple einen zentralen Server, aber meine Siri stellt Anfragen dort nicht mit meinem Account oder irgendetwas, was dort zu einem Profil von mir zusammengesetzt werden könnte, sondern mit anonymen Einmal-Token. Der Server schickt die Antwort an den Token zurück, weiß aber nicht, wer gefragt hat. Die Token werden bei jeder Anfrage neu und zufällig generiert und dienen nur dazu, die Antwort von Apple ausliefern zu können. Meine Siri auf meinem Gerät lernt zwar ebenfalls (wie Google Assistant etc.) meine Gewohnheiten und Vorlieben, aber eben auf meinen Geräten (deshalb wissen die Siris auf meinen unterschiedlichen Geräten auch nicht viel voneinander, was ja ebenfalls oft kritisiert wird). Allgemeine Verhaltensweisen werden von Apple zwar gesammelt, aber mit "differential privacy" (Google das mal), aber nur, wenn du ausdrücklich zugestimmt hast. Dabei handelt es sich übrigens um so lächerliche Dinge wie Autokorrektur-Vorschläge, Suchvorschau und Emoji-Benutzung - und Absturzberichte. Wie gesagt, die auch nur dann, wenn du zustimmst. Sonst sammelt Apple NULL Daten über mich. Alle künstliche Intelligenz findet auf den Geräten statt. Ach ja, und Siri kriegt mit allgemeinen System-Updates jeweils ein Intelligenz-Update, wenn die gesammelten anonymen Daten bei Apple ausgewertet wurden.
 
@Hape49: Es geht nicht um die Werbung die bei Google geschaltet wird. Es geht um die personalisierte Werbung die per Popup oder Werbebanner auf Xbeliebigen Webseiten geschaltet werden, auf die ich mit Chrome zugreife....
Für diese mussten persönlichte Daten von mir an diese Werbebetreibenden gelangt sein....
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Keine meiner Forderungen sind erfüllt: Das Google Takeout ist extrem unübersichtlich und man hat nur eine Auflistung, keine Option die jeweiligen Daten selektiv löschen zu lassen.
Kein Opt Out. Keine weiternutzung der Dienste bei Ablehnung der EULA/ABG...
Bei Strafen habe ich als Betroffener nichts davon usw....

All dies wird seit der DSGVO nicht erfüllt....
 
@Speggn: Auch hinter denen steckt Google. Schon mal was von Google Adwords gehört? (Guckstu: https://de.wikipedia.org/wiki/Google_AdWords) Das funktioniert so: Jemand macht sich eine Webseite - es ist egal, ob das Spiegel online oder Lieschen Müller bei irgendeinem Hoster ist - und will mit Werbung Geld verdienen. Also meldet er/ sie sich bei Google Adwords an und lässt bestimmte Platzhalter auf seiner Webseite frei. Bei jedem Aufruf dieser Webseite fügt anschließend Google in diese Platzhalter für denjenigen passende Werbung ein, der diese Seite gerade aufruft. Deine von Google gesammelten Profildaten wandern NICHT zu Spiegel online oder Lieschen Müller! Auch nicht zu den Firmen, die Werbung machen. Die wissen nicht mal, auf welchen Seiten und wem genau ihre Werbung angezeigt wird.

Dass sich die Webseitenbetreiber bisher noch einen schlanken Fuß machen bei der UMSETZUNG der DSVGO, kannst du doch nicht der EU in die Schuhe schieben! Wir leben in einem Rechtsstaat. Wer sich nicht an Gesetze hält, muss erst mal verklagt werden, dann ändert sich was. Und es sind längst Klagen eingereicht worden gegen Google und Fakebook. Aber zwei Wochen nach Inkrafttreten der Gesetze kannst du auch nicht erwarten, dass schon alles so umgesetzt wurde, wie du (und die EU und ich!) uns das vorstellen. Das ist aber nicht die Schuld der DSVGO. Die schreibt genau DAS vor, was du dir wünschst - hab noch etwas Geduld, dann wird alles gut.
 
@Speggn: Die meisten Anwender stellen sich das so vor, dass ein Unternehmen die Daten nur hortet, alle fein säuberlich mit Titel versehen und für den Menschen lesbar. Und alle Dienste funktionieren natürlich auch ohne Informationen über den Nutzer.

In Wirklichkeit ist es meist ein Zusammenschluss von verschiedenen Datenbanksystemen, bei denen man sich freut, wenn nichts passiert, weil eine Fehlersuche 3 Wochen dauert. Dann arbeitet die Firma ja mit den Informationen, d.h. wenn ein Datum gelöscht wird, funktioniert ein bestimmter Service nicht mehr.

Was sich hier der Nutzer einfach vorstellt, ist eher ein riesiger Aufwand.
 
@eshloraque: Daher meine Forderung das die Daten entsprechend aufbereitet werden müssen. Natürlich ist das ein riesiger Aufwand. Den sind die Firmen mit ihrer Datensammelwut den Menschen gegenüber aber auch schuldig.
 
@Speggn: Erklär mal dem kleinen Kunden, der auf seiner Webseite nur ein kleines Formular hat, warum er die E-Mails nicht ohne weiteres mehr länger speichern darf - ohne ein riesen TamTam zu machen. Es trifft nicht nur die Datensammelwütigen. Mich freut es, mir generiert es tolle Aufträge :D
 
@retrobanger: Na dann darf er das halt nicht.... Ist doch gar nicht so schwer selbst dem kleinesten Webseiten Betreiber zu erklären das er jegliche gespeicherten persönliche Daten nicht mehr unbegrenzt speichern darf, und seinen Kunden eine Möglichkeit geben muss, diese Daten zu verwalten....
Oder er erhebt ab jetzt keine persönlichen Daten mehr.
 
Das klingt eher nach einem Problem überzogener Erwartungen und fehlender Informiertheit (auch Speggn oben in o1 u.a. mit seiner Forderung nach Anwendung des Strafrechts). Zumindest in Deutschland gab es mit dem Bundesdatenschutzgesetz bereits ein recht gutes Schutzniveau - nur mangels echter Sanktionen wurde das von vielen Firmen doch zu sehr ignoriert und missachtet. Letzteres könnte künftig schmerzhaft teuer werden.

Eine zweite wichtige Änderung durch die DSGVO ist das bessere Auskunftsrecht für Betroffene. Wie sich das in der Praxis auswirken wird, bleibt sicherlich abzuwarten, von jetzt auf gleich wird das kein komplett geändertes Verhalten bewirken, egal auf welcher Seite. Wer vor einigen Tagen die entsprechende Diskussion wegen Schufaauskünften mitbekommen hat, sieht aber schon eine gewisse Verbesserung für Verbraucher durch die DSGVO.

Woran es noch mangelt, ist die Umsetzung des Kopplungsverbotes und echtes Opt-Out auf vielen Webseiten. Die nervigen Cokie-Meldungen sind noch immer da und nur extrem wenige davon kann man auch mit "Nein, keine Cookies setzen" o.ä. wegklicken. Meistens bleibt einem noch immer nichts übrig außer einem Klick auf "OK" und auch danach kann man nur sehr auf wenigen Seiten einstellen, ob und welche Cookies man überhaupt möchte - diese gewählten Einstellungen werden wiederum in einem Cookie gespeichert, was zumindest auf den ersten Blick ein Widerspruch ist, wenn man sich noch nicht mit den doch recht verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten solcher Cookies beschäftigt hat.

Man muss den Autoren der Studie auch ankreiden, dass die Fragen offenbar nicht immer sinnvoll gestellt wurden. Privatleute zu fragen und dort allem Anschein anch eine Komplexität des Systems abzufragen kommt zumindest mir unsinig vor, denn der komplexe Teil obliegt den Firmen (bin in meiner selber damit befasst) und nicht Privatleuten. In der Übergangsphase werden Privatleute nur durch etwas mehr Fragebögen behelligt, weil sich Firmen und Ärzte und so weiter hier und da etwas mehr absegnen lassen müssen und dies oft auch übertreiben, weil sie sich unsicher sind und auf das Prinzip "viel hilft viel" setzen und sich primär vor Klagen oder Abmahnungen absichern wollen. Auch hier sind wohl die neuen Sanktionsmöglichkeiten der große Antrieb, es jetzt lieber zu übertreiben ... ich schätze mal, dass sich auch das noch einpegelt.

Alles in allem bringt die DSGVO in Deutschland nicht so arg viel für die Verbraucher, weil es vorher schon ein Datenschutzrecht mit hohen Standards gab (wenngleich sehr zahnlos), daher _kann_ der Datenschutz hier gar nicht so arg viel besser werden. In manchen anderen EU-Ländern dürften die Auswirkungen mittelfristig höher sein, wo Datenschutz für Firmen u.U. bisher noch überhaupt kein Thema war und dann gleich so ein Brocken ....
 
Wir sind in Deutschland. Selbst, wenn es Statistiken gäbe, dann wären diese natürlich gefälscht oder die Statistiker hätten keine Ahnung.
 
Ich finde das viel interessanter: https://t3n.de/news/leistungsschutzrecht-linksteuer-uploadfilter-1086337/
 
@Sonnenschein11: absolut gerechtfertigt... Schließlich bezahlen Verleger für die Publikationen bzw News Geld an Redakteure und Journalisten und wenn dann 1000 Blogger das aufgreifen, 1zu1 kopieren und noch nicht mal nen Backlink setzen zur original Nachricht haben die großen Unternehmen da meine volle Zustimmung Geld für haben zu wollen. Du möchtest ja auch nicht umsonst arbeiten oder das ein anderer deine Sachen kopiert und vervielfältigt.

lediglich bei den Snippets schießen die sich ins eigene Bein, den ohne Google News und Konsorten würde kaum einer bei denen auf der Seite landen und so Traffic/Geld generieren. Am Ende wird Google den Dienst einfach kostenpflichtig machen für die Seiten und wer nicht bezahlt wird auf die Blacklist gesetzt.
 
@lurchie: ich denke, dass gleicht sich mehr oder weniger aus. gibt ja auch so sammelplattformen, zb. bloglovin, die zb. eher benachrichtigungen über neue abonnierte blogs raussenden, als die blog betreiber über ihren automatisierten newsletter selbst... hier profitiert auch nur die kommerzialisierte plattform und greift faktisch auch den original seitenbetreibern die klicks ab... aber was rede ich, dieses click tracking - insbesondere in newslettern, preissuchmaschinendreck usw. geht mir inzwischen eh massiv auf die nerven...
 
@lurchie: was hälst du für gerechtfertigt, etwa dieses Leistungsschutzrecht? Größter Blödsinn ever. Siehe beispielsweise https://www.golem.de/news/urheberrechtsreform-die-zehn-mythen-des-leistungsschutzrechts-1806-135022.html
 
@Drachen: nein, ich halte es für gerechtfertigt das jemand der die Sache geleistet hat dafür Geld bekommt so wie jeder andere Mensch auch der für seinen Job Geld bekommt. Wenn es aber tausende Schmarotzer gibt die nur darauf warten jede News zu kopieren um durch geklaute Artikel Klicks zu generieren hat der Ersteller rein gar nichts davon.

Wenn du eine Idee hast und es kommen 30 andere Firmen die genau das selbe bauen und du dadurch weniger verdienst findest du das auch nicht nett. Und ja ich bin für ein freies Internet und keine Restriktionen, aber in der digitalen Welt muss nun Mal auch das Internet reguliert werden. Da kann nicht jeder machen was er will auch wenn viele das Denken.
 
@lurchie: Zwar hast du meine klare und direkte Frage leider nicht eindeutig beantwortet, aber offenbar meinst du nicht diesen Irrsinn namens Leistungsschutzrecht, sondern abseits davon erfolgende ungefragte und ungenehmigte "Übernahmen" von Texten privater Autoren u.ä.
Deiner Sicht, dass Leistung vergütet werden sollte, stimme ich nämlich zu.
 
das einzige was sich im Alltag geändert hat, sind die inzwischen echt nervigen "wir lieben kekse, stimm doch zu dass wir kekse ablegen dürfen". teils in so perversen Dialogboxen, insb. auf mobilgeräten, die die gesamte seite überlagern... und wenn ein keks gesetzt werden muss, dass keine kekse gesetzt werden dürfen, wird dieser lästige umstand zum perversen running gag...
 
@Rikibu: Oder man wird mit AGBs oder ähnlichem so lange generft bis man ja sagt, damit es weiter geht wie bisher. Also ist es eine Frace!
 
@MancusNemo: Nicht die DSVGO ist eine Farce, sondern die Umsetzung durch die Firmen. Aber das sind eben Geburtswehen, wo die Firmen noch versuchen, sich durchzumogeln und ihr Geschäftsmodell zu retten. Wenn die ersten Klagen durch sind und diejenigen gehörig ein auf den Deckel bekommen haben, dann werden die anderen sich überlegen, ob sie so weitermachen können. Gebt der DSVGO doch etwas Zeit - der Rest der Welt feiert unsere EU, die mal richtig durchgegriffen hat im Internet.
 
@Hape49: auch ziemlich einseitig gedacht... wohl wegen zu wenig Wissen, welche Gesetze die DSGVO versucht mit ihren Vorschriften auszuhebeln... Während zb. das Genossenschaftsgesetz vorschreibt, dass Mitgliedsdaten lückenlos zu speichern sind, gibt es in der DSGVO Löschfristen, die du aber nicht umsetzen darfst, weil du ja irgendwann (nach löschfrist) faktisch nicht mehr weißt, ob du jemandem die Geschäftsanteile (nach austritt) ausgezahlt hast oder nicht. Und solche sich widersprechenden Szenarien gibt es leider zu Hauf... und diese Regeln hat keine der anwendenden Firmen gemacht, das war die Politik dahinter.... zu behaupten, die Unternehmen die diesen juristischen krüppel einfach nur anwenden, machen es sich zu einfach ist einfach nicht weit genug gedacht.
 
@Rikibu: du darfst und sollst aber Buchhaltungsubterlagen 10 Jahre aufbewahren, folglich auch diese Daten besitzen. Und wenn die 10 Jahre abgelaufen sind, ist der Auszahlungsanspruch des ehemaligen Genossen schon lange verjährt. Auch hindert dich niemand Daten zu erheben, die du zur Durchsetzung von rechtlichen Ansprüchen speicherst... der Anwendungsvorrang der DSGVO ist also gar nicht so schlimm.
 
@stfN: Quatsch, für all deine genannten Szenarien gilt die DSVGO entweder nicht oder es sind Regelungen geschaffen oder geplant, das künftig unter einen Hut zu bringen.
 
@Hape49: Die DSGVO ist sehr wohl ein Witz!
Du laberst hier absoluten Müll und checkst es nicht!

Vielleicht glaubst du ja einer Anwaltskanzlei mehr... man hofft ja auf Lernfähigkeit..

https://www.youtube.com/results?search_query=wbs+dsgvo
 
@bLu3t0oth: Die Solmecke-Videos kannte ich schon, dafür brauche ich dich nicht. Der labert aber auch nur von der UMSETZUNG, nicht von der DSVGO an sich. Meine Güte, das Gesetz ist gerade mal zwei Wochen in Kraft! Und es stellt das komplette Internet auf den Kopf! Was hast du denn erwartet? Dass keiner jammert? Dass alles von einem Tag auf den anderen gut wird? Mannomann ...
 
@Hape49: Schön, Videos also gesehen und nichts verstanden. Respekt^^
 
@bLu3t0oth: Ja, du bist schlau und ich bin doof, schon klar.
 
also ich hab dem ganzen internet mitgeteilt, dass nichts ohne meine einwilligung passieren darf. :>
 
@Bobbie25: viel spaß beim kontrollieren, ob sich auch alle dran halten...
 
Bin ich der einzige, der die "wir verwenden Kekse"-Meldung einfach mittels Adblocker wegblockt?
Gibt recht zuverlässige Filterlisten dafür.
 
@Bautz: nein, bist nicht der Einzige. Die meisten stellen ohnehin eine Verletzung der DSGVO dar, weil man a) nicht nein sagen kann (Missachtung des Kopplungsverbotes) und b) Inhalt und Umfang der Cookies nicht aufgeschlüsselt werden. Gegen ein reines Sessioncookie ausschließlich der besuchten Seite mit einer Gültigkeitsdauer von 2 Stunden oder meinetwegen auch 24 Stunden bis zwei Wochen (mit entsprechender verlängerung bei neuem Besuch in dieser Zeitspanne) habe ich nichts einzuwenden, irgendwie muss die Steuerung ja realisiert werden. Aber 10 Jahre oder mehr und das auch bei von Cookies von Drittseiten sollten endlich aussterben, das sind reine Trackingcookies und damit ein Verstoß gegen die DSGVO.

Leider finde ich die bisher einzige besuchte Seite nicht wieder, wo man das genauer einstellen konnte, weil über einen Link auf dem Cookiehinweis recht verständlich aufgeschlüsselt wurde, welche Art von Cookies mit welchem Zweck und welchem Inhalt verwendet werden (es waren 4 Typen), und wo man für jede der 4 Cookiesorten wählen konnte, ob man die haben will oder nicht.
 
@Drachen: Windowscentral & Co. hatten da neulich ne Auswahl ... die ich aber auch mit "jaja, basst scho" ohne genaues lesen weggeklickt hab.
 
@Bautz: Nein auch ich. Und jetzt noch mehr geworden, dank DSVGO!
 
Die "Cookie-Hinweise "? Die gab es doch schon lange vor der EU DSGVO....
Die deutschen sind rechtlich gesehen auch nicht wesentlich besser gestellt als vorher, weil das BDSG schon ein vergleichsweise hohes Schutzniveau hatte. Im wesentlichen hat sich rechtlich gesehen im Wesentlichen nur die viel höhere Strafandrohung geändert - und die Anwendbarkeit auf andere EU Staaten wie Irland.
 
@DRMfan^^: Korrekt, siehe auch [o2]
Hinzugekommen sind die erweiterten Auskunfts- und Löschansprüche auch gegen Firmen im EU-Raum außerhalb Deutschlands.
 
Die DSGVO ist doch totaler Unsinn!
Die grossen koennen es sich leisten und machen weiter wie frueher und die kleinen machen reihenweise dicht,sodass man sicherst recht an die Datenkraken ausliefern muss.
Danke DSGVO!
Diese Internetgesetze sind alle totaler Mist und sollten einfach abgeschafft werden.
Wer sich richtig auskennt,kann Datenschutz softwareseitig viel besser erzwingen,als es jedes Gesetz jemals tun wird.
Und die Zensurmaschine,ueber die heute abgestimmt wird,wird ja noch um ein vielfaches schlimmer.
 
@nipos: Deine Meinung sei dir unbenommen, aber sachlich liegst du falsch.
- die DSGVO hat hier und da noch Mängel, aber ist insgesamt das Gegenteil von Unsinn.
- die Großen können nicht weitermachen wie bisher, denn gerade für sie können Verstöße künftig (endlich!!!) teuer werden.
- die Kleinen müssen nicht dicht machen und erst recht nicht "reihenweise". Wenn sie schon vorher das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) beachtet haben, ändert sich für sich ohnehin nicht sehr viel. Nur wenn sie vorher geltendes Recht ignoriert haben (weil die Strafen lächerlich gering waren), dann müssen sie jetzt endlich mal nachholen, was sie schon vor Jahren versäumt haben.

Lies dich einfach mal in die Materie ein, so schwer ist das nun auch wieder nicht. Aber es würde dich vor solchen völlig unsinnigen Aussagen bewahren, wenn du sich mal sachkundig machst und nicht nur abstruse Kampfparolen der Gegner jeglichen Schutzes von Privatsphäre nachplapperst.
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