Mit Druckluft gesteuertes X-65-Flugzeug hat seine Flügel bekommen

Die experimentelle Drohne X-65 der DARPA hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Aurora Flight Sciences übergab nun die Tragflächen für die Montage. Der Erstflug im Jahr 2027 rückt näher, bei dem gezielte Druckluft die Lenkung übernimmt.
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Aurora Flight Sciences

Meilenstein für die X-65-Drohne

Das experimentelle Flugzeug X-65 hat einen wichtigen Bauschritt erreicht. Im Juni 2026 lieferte Aurora Flight Sciences die markanten dreieckigen Tragflächen an das Integrationszentrum in Virginia. Dort werden sie nun mit dem Rumpf verbunden. Das Projekt der US-Forschungsbehörde DARPA zielt darauf ab, die Maschine im Jahr 2027 erstmals fliegen zu lassen. Ingenieure erhoffen sich grundlegende Erkenntnisse für den zukünftigen Flugzeugbau.

Im Zentrum des Programms namens CRANE steht die aktive Strömungskontrolle. Die englische Abkürzung AFC steht für Active Flow Control. Anstatt traditionelle, bewegliche Steuerflächen wie Klappen oder Seitenruder zu verwenden, leitet das System gezielte Druckluftstöße über die Tragflächen. Die Stöße verändern die Luftströmung in Echtzeit und ermöglichen so das Steuern der Maschine. Das Flugzeug besitzt zusätzlich herkömmliche Klappen, um die neuartige Technik im Flug mit bekannten Standards zu vergleichen.

Vorteile und aktuelle Probleme

Der Verzicht auf mechanische Bauteile reduziert Gewicht und Wartungsaufwand. Tarnkappenflugzeuge profitieren zudem von einer glatten Oberfläche, da fehlende Scharniere das Radarsignal verringern. Der erste Flug ist nun für 2027 geplant. Dennoch gab es in der Vergangenheit Verzögerungen. Ursprünglich sollte das Modell früher starten, doch technische Herausforderungen und Probleme in der Lieferkette bremsten das Vorhaben aus.

Die Dimensionen der X-65 entsprechen eher einem leichten Militärjet als einer kleinen Forschungsdrohne. Mit einer Spannweite von 9,1 Metern und einem Gewicht von rund 3175 Kilogramm soll das Flugzeug Geschwindigkeiten von bis zu Mach 0,7 erreichen, also 857 km/h. Die modularen Tragflächen erlauben es den Forschern, verschiedene aerodynamische Konfigurationen zu testen und Bauteile flexibel auszutauschen.

Seit dem Beginn der aktuellen Projektphase flossen erhebliche finanzielle Mittel in die Entwicklung. Die DARPA erhielt seit dem Haushaltsjahr 2024 fast 63 Millionen Dollar (etwa 55 Millionen Euro). Aurora Flight Sciences beteiligt sich mittlerweile an den Kosten. Das Unternehmen plant, die X-65 nach Abschluss des ursprünglichen Programms als langfristige Testplattform für weitere zivile und militärische Forschungen zu nutzen.

Wie bewertet ihr den Einsatz von Druckluft zur Flugzeugsteuerung? Teilt eure Gedanken zu den Vor- und Nachteilen dieser Technik gerne unten in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Die X-65 Drohne erreichte durch gelieferte Tragflächen einen Meilenstein
  • Das DARPA Projekt CRANE testet aktive Strömungskontrolle durch Druckluft
  • Druckluftstöße ersetzen klassische Ruderklappen zur Steuerung der Maschine
  • Der Verzicht auf mechanische Bauteile spart Gewicht und senkt Wartungskosten
  • Glatte Oberflächen verbessern bei Militärjets zudem die Tarnkappeneigenschaften
  • Nach Verzögerungen ist der Erstflug der X-65 nun für das Jahr 2027 geplant


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