2 Mio. Raubkopien: Justiz gelingt "größter Schlag seit Jahrzehnten"
Auch in Zeiten von Downloads und Streaming verursachen illegal hergestellte physische Raubkopien noch Schäden in Millionenhöhe. Jetzt ist den Behörden ein Riesen-Fund ins Netz gegangen. Zwei Millionen CDs, DVDs und Schallplatten wurden beschlagnahmt.
Raubkopien: Der größte Fund dieser Art seit Jahrzehnten
Wie das Landeskriminalamt Baden-Württemberg in einer Erklärung mitteilt, ist der Behörde der größte Schlag gegen Produktpiraterie in Europa seit Jahrzehnten gelungen. Demnach habe man bei der Durchsuchung von Lagerhallen im Bereich Schwäbisch Hall und Göppingen und Presswerken in Deutschland und Polen "ca. 8.000 Kartons im Gewicht von mehreren Tonnen mit ca. 1,5 bis 2 Millionen illegalen Tonträgern (Schallplatten, CD´s, DVD´s) und Covers" beschlagnahmt. Die eingesetzte sechsköpfige Ermittlungsgruppe wurde laut eigenen Angaben von polnischen Strafverfolgungsbehörden bei den Ermittlungen unterstützt.
Da dieser Fund eine deutlich größere Dimension des Ermittlungsverfahrens vermuten ließ, habe das bis dahin zuständige Polizeipräsidium Reutlingen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart die weitere Ermittlung an das Landeskriminalamt übergeben. Der aktuell Haupt-Beschuldigte sitzt seit Anfang September aufgrund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Stuttgart in Untersuchungshaft.
Fleißige Raubkopierer aufgeflogen
Raubkopien, die in Deutschland meist über Internet-Auktionen, auf Flohmärkten und osteuropäischen Grenzmärkten angeboten werden, verursachen laut der Industrie Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. Nach aktuellen Schätzungen ist weltweit jede dritte verkaufte CD eine Raubkopie. Im Bezug auf die illegale Szene in Deutschland ist jetzt der Justiz in Baden-Württemberg ein echter Riesen-Fund ins Netz gegangen.
Raubkopien: Der größte Fund dieser Art seit Jahrzehnten
Wie das Landeskriminalamt Baden-Württemberg in einer Erklärung mitteilt, ist der Behörde der größte Schlag gegen Produktpiraterie in Europa seit Jahrzehnten gelungen. Demnach habe man bei der Durchsuchung von Lagerhallen im Bereich Schwäbisch Hall und Göppingen und Presswerken in Deutschland und Polen "ca. 8.000 Kartons im Gewicht von mehreren Tonnen mit ca. 1,5 bis 2 Millionen illegalen Tonträgern (Schallplatten, CD´s, DVD´s) und Covers" beschlagnahmt. Die eingesetzte sechsköpfige Ermittlungsgruppe wurde laut eigenen Angaben von polnischen Strafverfolgungsbehörden bei den Ermittlungen unterstützt.
Ermittlungen starteten schon 2015
Diesem großen Ermittlungserfolg ging eine lange Vorgeschichte voraus: Bereits Ende 2015 hatten Hinweise einer Rechtsanwaltskanzlei zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke durch die Staatsanwaltschaft Stuttgart geführt. Im Januar dieses Jahres folgten dann die Durchsuchungen von Räumlichkeiten eines 60-jährigen Beschuldigten, in denen etwa 3.000 Kartons mit CDs, DVDs und Vinyl-Schallplatten samt passenden Covers und Booklets sichergestellt worden waren.Da dieser Fund eine deutlich größere Dimension des Ermittlungsverfahrens vermuten ließ, habe das bis dahin zuständige Polizeipräsidium Reutlingen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart die weitere Ermittlung an das Landeskriminalamt übergeben. Der aktuell Haupt-Beschuldigte sitzt seit Anfang September aufgrund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Stuttgart in Untersuchungshaft.
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