Wer Facebook nicht nutzt, stirbt tendenziell früher
Wer als Facebook-Nutzer genervt von all jenen ist, die einem ihre Verweigerungshaltung gegenüber dem Social Network bei jeder möglichen Gelegenheit auf die Nase binden müssen, kann beruhigt sein: Eines Tages habt ihr gut Lachen, da ihr diese Menschen überleben werdet.
Infografik: YouTube vs. Facebook
In der Sozialforschung gab es schon zahlreiche Untersuchungen hinsichtlich eines Zusammenhangs zwischen dem Eingebundensein in soziale Strukturen und der Lebenserwartung. Und hier sind die Ergebnisse eindeutig: Wer sein Leben vor allem allein fristet stirbt tendenziell früher. Eine gute soziale Vernetzung gehört eben zur Natur des Menschen.
Die Frage ist allerdings, ob sich dies auch auf die digitale Welt übertragen lässt. Eine nun veröffentlichte Studie eines Forscherteams von Universitäten in Kalifornien und Yale kommt zu dem Schluss, dass es hierfür starke Anzeichen gibt. Eine vergleichbare Untersuchung, bei dem man faktisch auf einen Gold-Standard an Datenmaterial zurückgreifen konnte, habe es bisher noch nicht gegeben, erklärte James Fowler von der University of California, San Diego.
Im Ergebnis, das im Journal Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, stand dann die Zahl von 12 Prozent. Um so viel unwahrscheinlicher ist es, dass ein Facebook-Nutzer in irgendeinem angenommenen Jahr stirbt. Allerdings handelt es sich dabei erst einmal um eine relativ neutrale Aussage, aus der noch keine direkten Schlussfolgerungen gezogen werden können. Denn im Rahmen dieser Untersuchung ist man der Frage noch nicht nachgegangen, ob diese Korrelation auch eine Kausalität darstellt.
Es gibt also offenbar einen Zusammenhang. Ungeklärt ist allerdings, ob auch die oft als nicht sonderlich tiefgehenden sozialen Kontakte über Facebook bereits einen positiven gesundheitlichen Aspekt mit sich bringen oder ob beispielsweise generell gesündere Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit das Social Network nutzen. Allerdings, so die Forscher, spricht das Ergebnis gegen die Annahme, dass die Nutzung der Plattform sich tendenziell negativ auf die gesundheitliche Situation der Anwender auswirkt.
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Infografik: YouTube vs. Facebook
In der Sozialforschung gab es schon zahlreiche Untersuchungen hinsichtlich eines Zusammenhangs zwischen dem Eingebundensein in soziale Strukturen und der Lebenserwartung. Und hier sind die Ergebnisse eindeutig: Wer sein Leben vor allem allein fristet stirbt tendenziell früher. Eine gute soziale Vernetzung gehört eben zur Natur des Menschen.
Die Frage ist allerdings, ob sich dies auch auf die digitale Welt übertragen lässt. Eine nun veröffentlichte Studie eines Forscherteams von Universitäten in Kalifornien und Yale kommt zu dem Schluss, dass es hierfür starke Anzeichen gibt. Eine vergleichbare Untersuchung, bei dem man faktisch auf einen Gold-Standard an Datenmaterial zurückgreifen konnte, habe es bisher noch nicht gegeben, erklärte James Fowler von der University of California, San Diego.
Statistik über Millionen Nutzer hinweg
Die Wissenschaftler begannen mit einem Bestand aus 12 Millionen Facebook-Profilen von Nutzern aus Kalifornien. Aus diesen extrahierte man jene 4 Millionen, bei denen man auch einen Bezug zum kalifornischen Wählerverzeichnis herstellen und einen Abgleich mit Daten der Gesundheitsbehörde durchführen konnte. Dem wurden Personen aus dem Wählerverzeichnis gegenübergestellt, bei denen man keine Hinweise darauf fand, dass sie in einem Social Network angemeldet sind.Im Ergebnis, das im Journal Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, stand dann die Zahl von 12 Prozent. Um so viel unwahrscheinlicher ist es, dass ein Facebook-Nutzer in irgendeinem angenommenen Jahr stirbt. Allerdings handelt es sich dabei erst einmal um eine relativ neutrale Aussage, aus der noch keine direkten Schlussfolgerungen gezogen werden können. Denn im Rahmen dieser Untersuchung ist man der Frage noch nicht nachgegangen, ob diese Korrelation auch eine Kausalität darstellt.
Es gibt also offenbar einen Zusammenhang. Ungeklärt ist allerdings, ob auch die oft als nicht sonderlich tiefgehenden sozialen Kontakte über Facebook bereits einen positiven gesundheitlichen Aspekt mit sich bringen oder ob beispielsweise generell gesündere Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit das Social Network nutzen. Allerdings, so die Forscher, spricht das Ergebnis gegen die Annahme, dass die Nutzung der Plattform sich tendenziell negativ auf die gesundheitliche Situation der Anwender auswirkt.
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