Facebook löscht historisches Napalm Girl-Foto wegen Nacktheit
Facebook entzürnt einmal mehr durch die rigide Firmenpolitik, was nackte Körper in ihrer Timeline betrifft. Doch dieses Mal trifft es ein historisches Bild aus dem Vietnamkrieg, bekannt als "The Terror of War" oder "Napalm Girl".
Dieses Mal geht es daher auch nicht nur um einfache Zensur, sondern um die Einschränkung der Pressefreiheit, schreibt die norwegische Tageszeitung Aftenposten. Diese hatte das bekannte Foto in einem Bericht veröffentlicht und bei Facebook gepostet. Der Beitrag wurde von Facebook dann mit dem Verweis auf den anzüglichen Inhalt gelöscht, nachdem die Zeitung der Forderung dies selbst zu tun oder das nackte Mädchen zu verpixeln nicht nachgekommen war.
Hansen ist entsetzt darüber, wie die Mitarbeiter des sozialen Netzwerks reagierten. Man hätte den historischen Wert des Bildes bedenken und seine Stellung in der Pressegeschichte kennen müssen. Einfach nur Regeln ohne den kleinsten Spielraum umzusetzen sei einfach nicht akzeptabel. Nun hätte man ein wichtiges Dokument der Zeitgeschichte mit einer kinderpornografischen Fotografie gleichgesetzt.
"Du bist der mächtigste Herausgeber der Welt und ich finde, du missbrauchst diese Macht", sprach Espen Egil Hansen den Facebook-Chef direkt an.
Siehe auch: Eure politische Argumentation auf Facebook ist nur Zeitverschwendung
Dokument der Zeitgeschichte
Das Bild hatte ein Fotograf nach einem Napalm-Angriff auf den Ort Trảng Bàng im Juni 1972 aufgenommen. Das Foto ging damals um die Welt und zeigte eindrucksvoll die Auswirkungen des Krieges auf die leidende Bevölkerung. Es gehört zu den bekanntesten Aufnahmen überhaupt. Das Bild eines weinenden, nackten Mädchens hatte sogar den Pulitzerpreis gewonnen.Regeln ohne Spielraum
Der Chefredakteur der norwegischen Tageszeitung Aftenposten Espen Egil Hansen hat sich nun in einem öffentlichen Brief an Mark Zuckerberg gewandt und einen Kommentar in Form eines Videoclips online gestellt.Hansen ist entsetzt darüber, wie die Mitarbeiter des sozialen Netzwerks reagierten. Man hätte den historischen Wert des Bildes bedenken und seine Stellung in der Pressegeschichte kennen müssen. Einfach nur Regeln ohne den kleinsten Spielraum umzusetzen sei einfach nicht akzeptabel. Nun hätte man ein wichtiges Dokument der Zeitgeschichte mit einer kinderpornografischen Fotografie gleichgesetzt.
"Du bist der mächtigste Herausgeber der Welt und ich finde, du missbrauchst diese Macht", sprach Espen Egil Hansen den Facebook-Chef direkt an.
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