Dead or Alive Xtreme 3: VR-Modus propagiert sexuelle Belästigung

Virtual Reality ist eines der großen Hype-Themen dieser Tage, das natürlich auch die Erotikbranche für sich entdeckt hat. Wahre Triebfeder ist aber dennoch Gaming, zahlreiche Spiele wollen das "Mittendrin statt nur dabei"-Gefühl vermitteln. Um Triebe geht es auch bei der VR-Umsetzung des Spanner-Spiels Dead or Alive Xtreme 3, hier überschreiten die Macher allerdings Grenzen.
PlayStation 4, Dead or Alive, Dead or Alive Xtreme 3
Koei Tecmo

"Wer's braucht"

Dead or Alive war anfangs ein gutes bis ausgezeichnetes Beat'em-Up-Spiel, dessen Spielmechanik auch einen guten Ruf genoss. Irgendwann "peppten" die Entwickler das Gameplay bzw. die weiblichen Charaktere mit "wippenden" Riesenbrüsten auf. Das war zunächst einmal ein Kuriosum, das die meisten ernsthaften Gamer mit einem Schulterzucken sowie einem "Wer's braucht" belächelten.

Koei Tecmo kam aber auf den (schlechten) Geschmack und schuf den Ableger mit dem Untertitel Xtreme Beach Volleyball: Das tarnte sich als Sportspiel, bei dem man aber auch sonstige Mini-Games absolvieren konnte. Wem die simplen Reaktionstests zu schwierig waren, der konnte auf Gameplay ganz verzichten und den vollbusigen Damen beim Sonnenbaden zusehen.

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Das Spiel hat mittlerweile den zweiten Nachfolger namens Dead or Alive Xtreme 3 und dafür haben die Japaner einen VR-Modus angekündigt, dieser soll in Japan am selben Tag wie PlayStation VR starten. Dieser dient erwartungsgemäß dazu, die virtuellen Schönheiten aus der Nähe zu bewundern. Diese Art des Spannens ist an sich schon grenzwertig, aber man kann, auch in Zeiten von Gamergate und Co., diese Art des "Vergnügens" als etwas bemitleidenswert bezeichnen.

Im Fall von Dead or Alive Xtreme 3 überschreiten die Macher aber nach Meinung vieler die Grenzen: Denn in einem Video, das die japanische Seite Gamer.ne.jp veröffentlicht hat, kann man sehen, dass es im VR-Modus u. a. darum geht, das Bikini-Model zu begrapschen und das obwohl die Figur hörbar protestiert. Laut Engadget sagt Dead or Alive-Charakter Kasumi dabei "Ich mag das nicht" und ein Wort, das sich mit "böse" übersetzen lässt und klare Ablehnung ausdrücken soll. Ob das sexistisch ist oder einfach nur erbärmlich, darüber kann man diskutieren. Der spielerische Wert des VR-Modus ist jedenfalls zu hinterfragen.
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