Trent Reznor schimpft über das "hinterhältige Modell" von YouTube
Nine Inch Nails-Frontman und -Chef Trent Reznor hat sich in einem Interview mit einem Musikmagazin überaus kritisch über YouTube geäußert und das Geschäftsmodell des zu Google gehörenden Portals scharf angegriffen. YouTube sei auf dem Rücken von gestohlenen Inhalten aufgebaut, schimpfte der Musiker, der seit einer Weile Chief Creative Officer bei Apple Music ist.
2008 steckten Trent Reznor bzw. Nine Inch Nails (NIN) in einer geschäftlich verzwickten Situation, es ging um den Vertrag der Band in Australien und den Umstand, dass Universal Music Australia die Musik von NIN viel zu teuer verkaufte. Also rief Reznor bei einem Konzert die Fans auf, seine Musik zu klauen.
"Ich finde, dass das Geschäft von YouTube sehr hinterhältig ist. Es ist auf dem Rücken von freien und kostenlosen Inhalten aufgebaut und nur so sind sie großgeworden", sagte der 51-Jährige. "Ich glaube, dass jeder Dienst mit einer kostenlosen Schiene nicht fair ist. Das treibt ihre Zahlen an und ermöglicht ihnen einen großen Börsengang." Reznor weitete seine Kritik damit auch auf Spotify aus.
Es ist natürlich nicht zu bestreiten, dass man viel urheberrechtlich geschützte Musik auf YouTube findet. Das hat vor allem mit der Safe Harbour-Regelung zu tun, die im Fall von Copyright-Verstößen zur Anwendung kommt. YouTube will sein Modell aber verbessern und auf die Stimmen der Künstler hören, so verspricht man jedenfalls.
Dennoch sorgt die Doppel-Funktion von Reznor in diesem Fall für Diskussionen, da er die aktuellen Aussagen nicht nur als Bandchef macht, sondern eben auch als Apple-Mitarbeiter bzw. -Manager. Und aus der Sicht des kalifornischen Konzerns sind YouTube und auch Spotify vor allem eines: Konkurrenten.
Chief Creative Officer
Etwa acht Jahre später ist Reznor Chief Creative Officer bei Apple Music und hat in einem Interview mit dem Billboard Magazine gegen YouTube gewettert (via The Guardian). Er hat die Google-Plattform beschuldigt, sich mit illegal hochgeladenen Inhalten an ihm und anderen Musikern zu bereichern."Ich finde, dass das Geschäft von YouTube sehr hinterhältig ist. Es ist auf dem Rücken von freien und kostenlosen Inhalten aufgebaut und nur so sind sie großgeworden", sagte der 51-Jährige. "Ich glaube, dass jeder Dienst mit einer kostenlosen Schiene nicht fair ist. Das treibt ihre Zahlen an und ermöglicht ihnen einen großen Börsengang." Reznor weitete seine Kritik damit auch auf Spotify aus.
Es ist natürlich nicht zu bestreiten, dass man viel urheberrechtlich geschützte Musik auf YouTube findet. Das hat vor allem mit der Safe Harbour-Regelung zu tun, die im Fall von Copyright-Verstößen zur Anwendung kommt. YouTube will sein Modell aber verbessern und auf die Stimmen der Künstler hören, so verspricht man jedenfalls.
Dennoch sorgt die Doppel-Funktion von Reznor in diesem Fall für Diskussionen, da er die aktuellen Aussagen nicht nur als Bandchef macht, sondern eben auch als Apple-Mitarbeiter bzw. -Manager. Und aus der Sicht des kalifornischen Konzerns sind YouTube und auch Spotify vor allem eines: Konkurrenten.
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