Neue Hardware mit Windows 10 Anniversary Update nur noch mit TPM 2.0
Microsoft hat in den vergangen Monaten eine lange Liste an Verbesserungen vorgestellt, die dem einzelnen Anwender zu einer sichereren Nutzung seiner Windows-Geräte verhelfen sollen. Nun soll ab Sommer mit dem Anniversary Update für Windows 10 ein weiterer Schritt getan werden - hin zu einem per Standard aktivierten Trusted Platform Module.
Laut einem Bericht der Newsseite Neowin sollen neue Windows-10-Geräte, die ab Sommer mit dem Anniversary Update aka Redstone ausgeliefert werden, zwingend TPM 2.0 unterstützen müssen. Die Informationen dazu stammen aus der Dokumentation des Microsoft WinHEC Event, sind also offiziell verfügbar. Dort heißt es unter anderem: "…alle neuen Geräte und Computer, mit beliebigen Versionsnummern von Windows 10 müssen die TPM 2.0-Unterstützung haben, und sie muss standardmäßig aktiviert sein. Dazu gehören nicht nur PC und Tablets, sondern auch alle Windows 10 Mobiltelefone."
Siehe auch: TPM: Neuer Standard soll Sicherheit klar steigern
Microsoft hat bereits vor geraumer Zeit die Forderung an die OEMs gestellt, dass neue Geräte, die mit Windows ausgeliefert werden, das TPM unterstützen müssen. Der Standard existiert seit 2003, an dem neuen TPM 2.0 wird noch gearbeitet.
Mehr dazu: Bundesamt dementiert "Warnung" vor Windows 8 (und erklärt den Hintergrund zum TPM)
Das Thema eines "Trusted Platform Module"-Standards ist im Übrigen alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Nicht nur Hersteller weigern sich, auch die Politik sieht hierbei ein Problem - Deutschland hat sich beispielsweise wie auch China gegen den neuen Standard gewehrt. Man sieht dabei die Gefahr, die eine Hardwareabsicherung mit sich bringt, unter anderem in Monopolgründen.
Microsoft erklärt neue Support-Politik: neue CPUs erfordern Windows 10
So funktioniert TPM
Das Trusted Platform Module, kurz TPM, ist ein Chip, der Geräte um grundlegende Sicherheitsfunktionen erweitert - eine Hardwaresicherung also, die direkt im System verbaut wird. TPM soll im Einsatz prüfen, ob auf einem System nur die offiziell zugelassenen Programme oder auch Betriebssysteme installiert und ausgeführt werden. So soll einer Vielzahl an Schadsoftware, wie Rootkits, Würmern, Trojanern, und so weiter, von vornherein Einhalt geboten werden.Siehe auch: TPM: Neuer Standard soll Sicherheit klar steigern
Microsoft hat bereits vor geraumer Zeit die Forderung an die OEMs gestellt, dass neue Geräte, die mit Windows ausgeliefert werden, das TPM unterstützen müssen. Der Standard existiert seit 2003, an dem neuen TPM 2.0 wird noch gearbeitet.
Eine rundum gute Sache? Leider Nein.
Viele Hersteller haben sich allerdings bislang (vielleicht auch aus Kostengründen) schlichtweg geweigert, ein solches Modul mit einzubauen und planen es auch nicht. Um den Kunden nun ein grundlegendes Sicherheitslevel zu gewährleisten, besteht Microsoft ab dem Windows 10 Anniversary Update auf die Aktivierung des Moduls.Mehr dazu: Bundesamt dementiert "Warnung" vor Windows 8 (und erklärt den Hintergrund zum TPM)
Das Thema eines "Trusted Platform Module"-Standards ist im Übrigen alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Nicht nur Hersteller weigern sich, auch die Politik sieht hierbei ein Problem - Deutschland hat sich beispielsweise wie auch China gegen den neuen Standard gewehrt. Man sieht dabei die Gefahr, die eine Hardwareabsicherung mit sich bringt, unter anderem in Monopolgründen.
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