Alternative zu Werbung: AdBlock Plus tut sich mit Flattr zusammen
Verfahrene Situationen führen teilweise dazu, dass recht merkwürdige Bündnis-Konstellationen entstehen. Das zeigte sich jetzt auch auf der Internet-Konferenz Re:publica, als Vertreter von Eyeo, der Firma hinter dem bekannten Werbeblocker AdBlock Plus, und des schwedischen Payment-Dienstes Flattr gemeinsam auf die Bühne kamen.
Hinter den Kulissen haben die beiden Unternehmen an einer Idee gearbeitet, die die Konzepte beider zusammenführen und für alle Beteiligten von Vorteil sein soll. Das Ergebnis nennt sich Flattr Plus und soll eine neue Option darstellen, die Bereitstellung von Inhalten im Web ohne den Einsatz von Werbung finanzierbar zu machen.
Das Ganze funktioniert im Grunde wie das altbekannte Flattr, das sich trotz eines vielversprechenden Starts nur in einigen Nischenbereichen etablieren konnte. Allerdings soll es in der Plus-Version wesentlich einfacher sein und beispielsweise nicht mehr erfordern, dass die Seitenbetreiber einen Flattr-Button in ihr Angebot einbauen und die Nutzer auf diesen Klicken müssen.
Auf Seiten des Nutzers wird es weiterhin so sein, dass jeder festlegen kann, welcher Betrag im Monat für gute Inhalte im Netz ausgegeben beziehungsweise gespendet werden soll. Die Summe wird dann jeweils in Teilen auf alle Anbieter von Inhalten ausgeschüttet, die dem User etwas Interessantes zu bieten hatten und ihn zum Verweilen bewegten.
Längerfristig hofft man bei den Partnern so ein System zu entwickeln, mit dem Web-Angebote auch ohne Werbung finanziert werden können. Das soll auch für die Nutzer von Vorteil sein - und nicht nur, weil sie keine Werbung mehr ansehen müssen. Wegfallen sollen dann auch verschiedene Nebeneffekte der Ausrichtung von Webseiten auf möglichst viele Werbe-Auslieferungen, wie etwa lange Klickstrecken oder Clickbait-Inhalte. Denn es kann hier durchaus sein, dass der Autor eines längeren Textes, den viele Nutzer bis zum Schluss durchlesen, mehr verdient, als der Klickstrecken-Anbieter mit vielen kleinen Werbebannern.
Alle Seitenbetreiber, die sich für Flattr Plus anmelden, sollen automatisch an den Einnahmen beteiligt werden, sobald sie sich bei dem Dienst angemeldet haben und zahlende Nutzer ihre Seiten besuchen. Bleibt also nur die schwierige Aufgabe zu lösen, endlich mehr Nutzer zu finden, die bereit sind, sich mit einem kleinen monatlichen Betrag an der Finanzierung der von ihnen genutzten Inhalte zu beteiligen - und das ist das eigentliche Problem an der ganzen Sache.
WinFuture.de ist schon lange Mitglied des Flattr-Netzwerkes und wir sind gespannt, wie sich die Sache entwickelt. Offiziell soll die Plus-Version im Laufe des Jahres starten.
Das Ganze funktioniert im Grunde wie das altbekannte Flattr, das sich trotz eines vielversprechenden Starts nur in einigen Nischenbereichen etablieren konnte. Allerdings soll es in der Plus-Version wesentlich einfacher sein und beispielsweise nicht mehr erfordern, dass die Seitenbetreiber einen Flattr-Button in ihr Angebot einbauen und die Nutzer auf diesen Klicken müssen.
Auf Seiten des Nutzers wird es weiterhin so sein, dass jeder festlegen kann, welcher Betrag im Monat für gute Inhalte im Netz ausgegeben beziehungsweise gespendet werden soll. Die Summe wird dann jeweils in Teilen auf alle Anbieter von Inhalten ausgeschüttet, die dem User etwas Interessantes zu bieten hatten und ihn zum Verweilen bewegten.
Wie Flattr - nur ohne Button
Die Entscheidung, wem etwas zukommen soll, werden die Nutzer hier dann aber nicht mehr mit einem Button-Klick treffen. Stattdessen wird im Hintergrund analysiert, welche Angebote der Nutzer besucht und wie lange er auf diesen bleibt. Hinzu kommen einige andere Kriterien. Der Algorithmus sorgt dann abhängig von diesem Ergebnis für die Aufteilung des monatlichen Betrages. Dabei soll es aber nicht zu einem intensiven Tracking des Nutzungsverhalten durch einen der Betreiber kommen - der Algorithmus arbeitet stattdessen nur lokal auf dem Rechner des Anwenders und übermittelt letztendlich nur die relevanten Ergebnisse, hieß es.Längerfristig hofft man bei den Partnern so ein System zu entwickeln, mit dem Web-Angebote auch ohne Werbung finanziert werden können. Das soll auch für die Nutzer von Vorteil sein - und nicht nur, weil sie keine Werbung mehr ansehen müssen. Wegfallen sollen dann auch verschiedene Nebeneffekte der Ausrichtung von Webseiten auf möglichst viele Werbe-Auslieferungen, wie etwa lange Klickstrecken oder Clickbait-Inhalte. Denn es kann hier durchaus sein, dass der Autor eines längeren Textes, den viele Nutzer bis zum Schluss durchlesen, mehr verdient, als der Klickstrecken-Anbieter mit vielen kleinen Werbebannern.
Alle Seitenbetreiber, die sich für Flattr Plus anmelden, sollen automatisch an den Einnahmen beteiligt werden, sobald sie sich bei dem Dienst angemeldet haben und zahlende Nutzer ihre Seiten besuchen. Bleibt also nur die schwierige Aufgabe zu lösen, endlich mehr Nutzer zu finden, die bereit sind, sich mit einem kleinen monatlichen Betrag an der Finanzierung der von ihnen genutzten Inhalte zu beteiligen - und das ist das eigentliche Problem an der ganzen Sache.
WinFuture.de ist schon lange Mitglied des Flattr-Netzwerkes und wir sind gespannt, wie sich die Sache entwickelt. Offiziell soll die Plus-Version im Laufe des Jahres starten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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