Video: ProSiebenSat.1 soll Kartellbeschwerde gegen Amazon planen
Amazon hat zwar erst vor kurzem ein eigenständiges Amazon Prime-Video-Angebot gestartet, man kann also Filme und Serien gucken, ohne die sonstigen Vorteile von Prime mitbuchen zu müssen. Das ist allerdings mit Ausnahme der monatlichen Kündigungsfrist sinnlos (beim Prime-Paket ist es ein Jahr), da die Nur-Video-Option keinen preislichen Vorteil bietet.
Doch die Kopplung an Premium-Versand, Amazon Music und Co. ist der Konkurrenz ein Dorn im Auge. ProSiebenSat.1 bereitet deshalb wohl eine Kartellbeschwerde vor, das will das Handelsblatt in Erfahrung gebracht haben. Der Medienkonzern, der Maxdome als eigene Streaming-Plattform betreibt, ist der Ansicht, dass der Dienst des US-amerikanischen Versandhändlers ein unzulässiges Angebot darstellt. Offiziell äußerte sich das deutsche Unternehmen dazu bisher aber noch nicht.
Effektiv kostet Prime Video also gerade einmal etwas mehr als vier Euro im Monat und bietet dem Kunden weitere Vorteile. Hingegen kostet Maxdome zumindest acht Euro, kann also preislich nicht mit Amazon mithalten - wenn man die beiden Plattformen denn überhaupt vergleichen kann. Laut Handelsblatt hat ProSiebenSat.1 diesbezüglich bereits erste Termine beim Bundeskartellamt gehabt, eine formelle Beschwerde liegt der Behörde aber bisher nicht vor, heißt es.
Amazon könnte zudem in Deutschland ein sechstes Prime-Standbein dazubekommen, da das Unternehmen am "Paket D" der Bundesliga-Rechte interessiert sein soll, dies beinhaltet das Samstagsspiel, das um 18.30 Uhr angekickt wird.
Siehe auch: Amazon startet abgekoppelte monatliche Prime Video-Buchung
Amazon Prime Video testen und buchen Maxdome testen und buchen
49 Euro im Jahr für ein Inhalte-Paket
Die Frage ist, ob Prime Video einen unfairen Vorteil hat, weil es auch bzw. in erster Linie an das Gesamt-Prime-Paket gekoppelt ist: Denn für jährliche 49 Euro bekommt der Nutzer kostenlosen und schnellen Premium-Versand, eine Musik-Streaming-Bibliothek, Leihbücherei, unbegrenzten Speicherplatz für Fotos und eben Prime Video.Effektiv kostet Prime Video also gerade einmal etwas mehr als vier Euro im Monat und bietet dem Kunden weitere Vorteile. Hingegen kostet Maxdome zumindest acht Euro, kann also preislich nicht mit Amazon mithalten - wenn man die beiden Plattformen denn überhaupt vergleichen kann. Laut Handelsblatt hat ProSiebenSat.1 diesbezüglich bereits erste Termine beim Bundeskartellamt gehabt, eine formelle Beschwerde liegt der Behörde aber bisher nicht vor, heißt es.
Amazon könnte zudem in Deutschland ein sechstes Prime-Standbein dazubekommen, da das Unternehmen am "Paket D" der Bundesliga-Rechte interessiert sein soll, dies beinhaltet das Samstagsspiel, das um 18.30 Uhr angekickt wird.
Siehe auch: Amazon startet abgekoppelte monatliche Prime Video-Buchung
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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