Netflix-Manager: Nutzer verstehen 5-Sterne-Wertung einfach nicht
Seitens des Streaming-Anbieters Netflix beklagt man sich darüber, dass die Nutzer es einfach nicht verstünden, das Bewertungs-System der Plattform richtig zu nutzen. Daher wolle man in der nächsten Zeit von den bisher eingesetzten fünf Sternen weg und hin zu einer anderen Methode.
Eigentlich wollen die Betreiber durch das Sterne-System nur wissen, wie viel Spaß der jeweilige Nutzer dabei hatte, einen bestimmten Film oder eine Serie zu sehen. Gesucht wird also der individuelle Unterhaltungswert. Die daraus entstehende Datenbasis soll letztlich dazu dienen, dem User selbst oder auch anderen Anwendern mit vergleichbarem Geschmack, möglichst passende andere Inhalte anzubieten.
Aus dieser Perspektive gesehen, verwenden die Nutzer das Verfahren aber schlicht falsch, erklärte der Netflix-Manager Neil Hunt gegenüber dem Magazin Business Insider. Bei den meisten Usern verhalte es sich schlicht so, dass sie ihre subjektive Sicht verlassen, sobald sie von der Plattform nach einer Bewertung gefragt werden. Stattdessen fallen sie in eine möglichst objektive Rolle und versuchen sich quasi als Filmkritiker, indem sie ihre Wertung nach einem mehr oder weniger allgemeinen Qualitätsstandard wählen.
Das führt letztlich zu Anomalien in den Daten, mit denen der Empfehlungs-Algorithmus gefüttert wird. So dürfte es eine Reihe von Nutzern geben, die den Film zwar sehr vergnüglich und kurzweilig fanden, aber zukünftig keine weiteren Titel dieser Art mehr empfohlen bekommen, weil sie eine schlechte Wertung abgaben.
Wie Hunt ausführte, arbeite man aber bereits an einer Behebung des Problems. Konkret hat man sich zwar noch nicht entschieden, welches Verfahren die Sterne ersetzen soll, aber es werden schon verschiedene geprüft. Möglich wäre ein simpler Gefällt-mir- oder Gefällt-mir-nicht-Mechanismus, wie man ihn von YouTube kennt. Möglich wäre aber auch eine feiner abgestufte Prozent-Abfrage.
Aus dieser Perspektive gesehen, verwenden die Nutzer das Verfahren aber schlicht falsch, erklärte der Netflix-Manager Neil Hunt gegenüber dem Magazin Business Insider. Bei den meisten Usern verhalte es sich schlicht so, dass sie ihre subjektive Sicht verlassen, sobald sie von der Plattform nach einer Bewertung gefragt werden. Stattdessen fallen sie in eine möglichst objektive Rolle und versuchen sich quasi als Filmkritiker, indem sie ihre Wertung nach einem mehr oder weniger allgemeinen Qualitätsstandard wählen.
Ridiculous Six: Viele Nutzer, wenig Sterne
Ein gutes Beispiel hierfür sei der aktuelle, für Netflix produzierte Film "The Ridiculous Six" mit Adam Sandler. Gemessen an der zusammengekommenen Spielzeit in den Tagen nach der Veröffentlichung legte dieser den bisher schnellsten Start überhaupt hin. Offenbar gab es wirklich eine Menge Zuschauer, die viel Spaß mit der Western-Komödie hatten. Die Bewertungen fallen hingegen nicht besonders gut aus - wohl weil der Streifen nach den vermeintlichen allgemeingültigen Kriterien nicht gerade ein Meisterwerk der Filmkunst ist - und dieses auch gar nicht sein soll.Das führt letztlich zu Anomalien in den Daten, mit denen der Empfehlungs-Algorithmus gefüttert wird. So dürfte es eine Reihe von Nutzern geben, die den Film zwar sehr vergnüglich und kurzweilig fanden, aber zukünftig keine weiteren Titel dieser Art mehr empfohlen bekommen, weil sie eine schlechte Wertung abgaben.
Wie Hunt ausführte, arbeite man aber bereits an einer Behebung des Problems. Konkret hat man sich zwar noch nicht entschieden, welches Verfahren die Sterne ersetzen soll, aber es werden schon verschiedene geprüft. Möglich wäre ein simpler Gefällt-mir- oder Gefällt-mir-nicht-Mechanismus, wie man ihn von YouTube kennt. Möglich wäre aber auch eine feiner abgestufte Prozent-Abfrage.
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