Golden Globes: Amazon räumt mehrfach ab, Netflix geht leer aus
Die beiden großen Streaming-Anbieter Netflix und Amazon wollen sich mit hochwertigen Eigenproduktionen sowohl von den klassischen Fernsehsendern als auch von Konkurrenten aus dem eigenen Lager absetzen. Geht man nach den gestern verliehenen Golden Globe-Awards gelingt dies Amazon derzeit etwas besser.
Sicherlich: Netflix hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht, was selbst produzierte Serien angeht. Los ging es mit "House of Cards" und ging unter anderem mit "Orange is the New Black" und zuletzt "Sense 8" weiter - plus die verschiedenen anderen Serien, die durchaus auch respektable Fan-Gruppen um sich sammeln konnten.
Doch konnte sich Netflix aktuell mit keiner seiner aktuellen Serien überzeugend bei den Juroren der Golden Globes durchsetzen. Nominierungen gab es durchaus einige - "Narcos" etwa als beste TV-Serie und der Film "Beasts of No Nation" bei der besten Nebenrolle. Auf die Bühne wurden aber stets andere gebeten.
Den Preis als beste Comedy- oder Musical-Serie räumte hingegen Amazons "Mozart in the Jungle" ab. Der Anbieter hatte in dieser Kategorie mit "Transparent" auch gleichen noch einen zweiten von fünf Nominierten im Rennen. Und auch bei der besten Drama-Serie war Amazon zumindest ein Stück weit mit von der Partie: Hier gewann "Mr. Robot" - zwar produziert für USA Network, doch verfügt der Online-Händler hier über Streaming-Exklusivrechte in verschiedenen Ländern.
Angesichts dessen, dass sowohl Netflix als auch Amazon noch recht neu in der Riege der Inhalte-Produzenten sind, ist es durchaus beachtlich, wie stark die beiden Anbieter in den Nominierungs-Listen vertreten waren. Das dürfte aber nicht zuletzt auch daran liegen, dass sie im Gegensatz zu vielen Fernsehsendern noch wesentlich flexibler und mutiger sind, wenn es um Produktionen geht, die vielleicht auf den ersten Blick nicht massenkompatibel sind.
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Doch konnte sich Netflix aktuell mit keiner seiner aktuellen Serien überzeugend bei den Juroren der Golden Globes durchsetzen. Nominierungen gab es durchaus einige - "Narcos" etwa als beste TV-Serie und der Film "Beasts of No Nation" bei der besten Nebenrolle. Auf die Bühne wurden aber stets andere gebeten.
Den Preis als beste Comedy- oder Musical-Serie räumte hingegen Amazons "Mozart in the Jungle" ab. Der Anbieter hatte in dieser Kategorie mit "Transparent" auch gleichen noch einen zweiten von fünf Nominierten im Rennen. Und auch bei der besten Drama-Serie war Amazon zumindest ein Stück weit mit von der Partie: Hier gewann "Mr. Robot" - zwar produziert für USA Network, doch verfügt der Online-Händler hier über Streaming-Exklusivrechte in verschiedenen Ländern.
Angesichts dessen, dass sowohl Netflix als auch Amazon noch recht neu in der Riege der Inhalte-Produzenten sind, ist es durchaus beachtlich, wie stark die beiden Anbieter in den Nominierungs-Listen vertreten waren. Das dürfte aber nicht zuletzt auch daran liegen, dass sie im Gegensatz zu vielen Fernsehsendern noch wesentlich flexibler und mutiger sind, wenn es um Produktionen geht, die vielleicht auf den ersten Blick nicht massenkompatibel sind.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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