Der BER der IT-Branche: HP-Rechner läuft nach 10 Jahren noch nicht
Manch ein IT-Projekt braucht seine Zeit. Doch bei der Verwaltung des US-Bundesstaates Michigan ist man nun mit der Geduld am Ende. Nachdem der IT-Konzern Hewlett-Packard dort einen Auftrag auch nach rund zehn Jahren noch immer nicht fertiggestellt hat, will man jetzt vor Gericht Schadensersatz erstreiten.
Infografik: Mainframes für mobile Anwendungen
Michigan hatte Hewlett-Packard im Jahr 2005 mit der Aufgabe betraut, ein Mainframe-System, das in den späten 1960er Jahren installiert wurde, durch neuere Technik zu ersetzen. Denn nicht nur die Betriebskosten des uralten Rechners sind inzwischen viel zu hoch, auch die Wartung macht immer wieder Probleme, weil die Anwendungen in Programmiersprachen geschrieben sind, die heute eigentlich keiner mehr verwendet.
Wesentliche Fortschritte waren aber bis in dieses Jahr hinein nicht zu beobachten und Ende August teilte man dem Unternehmen daher mit, dass man sich nach einem neuen Partner umsehen und der Vertrag gekündigt werde. Für die Übergangszeit hätte Hewlett-Packard den Angaben zufolge den Support noch für bis zu 270 Tage fortführen müssen. Doch nach dem 31. August habe sich kein Mitarbeiter des Konzerns mehr sehen lassen.
Daher wurde nun Klage gegen das Unternehmen eingereicht. Der Bundesstaat fordert dabei 11 Millionen Dollar Schadensersatz plus Verfahrenskosten. Und auch die Ausgaben, die für eine erneute Ausschreibung fällig werden, soll das Unternehmen übernehmen, da sie von diesem verschuldet wurden. Weiterhin verlangen die Vertreter von Michigan die Herausgabe aller Quellcodes, die im Zuge des Projektes bereits geschrieben wurden, um mit einem neuen Auftragnehmer nicht bei Null anfangen zu müssen.
In einer Stellungnahme gegenüber dem US-Magazin ITWorld drückte Hewlett-Packard sein Bedauern über die Entscheidung Michigans aus, den Vertrag zu kündigen. Man sei nun bestrebt, vor Gericht zu einer gütlichen Einigung zu gelangen.
Infografik: Mainframes für mobile Anwendungen
Michigan hatte Hewlett-Packard im Jahr 2005 mit der Aufgabe betraut, ein Mainframe-System, das in den späten 1960er Jahren installiert wurde, durch neuere Technik zu ersetzen. Denn nicht nur die Betriebskosten des uralten Rechners sind inzwischen viel zu hoch, auch die Wartung macht immer wieder Probleme, weil die Anwendungen in Programmiersprachen geschrieben sind, die heute eigentlich keiner mehr verwendet.
Millionen Dollar sind geflossen
An das System sind derzeit noch immer über 130 Behörden-Niederlassungen angebunden und nehmen darüber unter anderem die Registrierung von Fahrzeugen vor. Die Einführung einer neuen IT-Infrastruktur sollte eigentlich bereits im Jahr 2010 abgeschlossen sein. Als die aktuelle Staatsministerin Ruth Johnson, zu deren Haus die Behörden gehören, ihr Amt im Jahr 2011 antrat, waren bereits 27,5 Millionen Dollar an Hewlett-Packard geflossen, ohne dass auch nur eine Anwendung auf neuer Hardware lief. Der Vertrag wurde daraufhin bereits neu verhandelt.Wesentliche Fortschritte waren aber bis in dieses Jahr hinein nicht zu beobachten und Ende August teilte man dem Unternehmen daher mit, dass man sich nach einem neuen Partner umsehen und der Vertrag gekündigt werde. Für die Übergangszeit hätte Hewlett-Packard den Angaben zufolge den Support noch für bis zu 270 Tage fortführen müssen. Doch nach dem 31. August habe sich kein Mitarbeiter des Konzerns mehr sehen lassen.
Daher wurde nun Klage gegen das Unternehmen eingereicht. Der Bundesstaat fordert dabei 11 Millionen Dollar Schadensersatz plus Verfahrenskosten. Und auch die Ausgaben, die für eine erneute Ausschreibung fällig werden, soll das Unternehmen übernehmen, da sie von diesem verschuldet wurden. Weiterhin verlangen die Vertreter von Michigan die Herausgabe aller Quellcodes, die im Zuge des Projektes bereits geschrieben wurden, um mit einem neuen Auftragnehmer nicht bei Null anfangen zu müssen.
In einer Stellungnahme gegenüber dem US-Magazin ITWorld drückte Hewlett-Packard sein Bedauern über die Entscheidung Michigans aus, den Vertrag zu kündigen. Man sei nun bestrebt, vor Gericht zu einer gütlichen Einigung zu gelangen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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