Bill Gates war wegen Xbox "stinksauer", da Windows nicht profitierte

Die Xbox One wird demnächst eine eigene Version von Windows 10 bekommen, damit nähert sich die Konsole in so mancher Hinsicht dem PC an. Das war es auch, was man für die erste Ausgabe der Konsole im Sinn gehabt hat, die Xbox sollte ursprünglich Windows verbessern. Als aber klar war, dass die "DirectX Box" nur eine normale Konsole werden wird, soll Bill Gates ziemlich sauer gewesen sein.
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Die Xbox One, wie sie sich künftig präsentieren wird, dürfte dem sehr nahe kommen, was das Redmonder Unternehmen und dessen Co-Gründer und langjähriger CEO Bill Gates ursprünglich für die Konsole vorgehabt hatten. Denn das Gerät, dessen Entwicklung bereits 1999 begonnen hat, sollte mehr sein als "nur" eine Konsole, wie ein längerer Hintergrund-Artikel von Business Insider erläutert.

Alles für Windows

Denn damals war man in Redmond voll und ganz auf Windows fokussiert: Alles, was man gemacht hat, sollte das Betriebssystem voranbringen. Das war auch die Vorgabe für die erste Xbox: Das Gerät, dessen Name auf "DirectX Box" zurückgeht, sollte einen modifizierten Windows-PC ins Wohnzimmer bringen.

Diese "Windows-Konsole" sollte Entwicklern die Möglichkeit bieten, dafür geschriebene Software mit nur minimalem Aufwand auf den PC zu portieren. Tatsächlich lief der erste Xbox-Prototyp auch mit Windows 95. Das war auch die Grundlage, warum das Projekt überhaupt das OK von Bill Gates bekommen hat.

Zum Abschied: Bill GatesZum Abschied: Bill GatesZum Abschied: Bill GatesZum Abschied: Bill Gates
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Doch recht bald kamen die Xbox-Projektverantwortlichen drauf, dass dieser Ansatz Grenzen hat, einige davon hatten mit der Stabilität von Windows zu tun. Das hatte zur Folge, dass das mit 500 Millionen Dollar (für die Entwicklung) finanzierte Projekt nach einem Jahr System-seitig immer mehr auf eigenen Beinen stand und kaum den versprochenen Code für Windows lieferte. "Und das machte Bill Gates stinksauer", wie sich Nat Brown, einer der ursprünglichen Entwickler erinnert.

Letztlich wurde die Xbox auch ohne Windows veröffentlicht und verkaufte sich rund 24 Millionen Mal. Das war im Vergleich zur PS2 und ihren 155 Millionen Konsolen verhältnismäßig wenig, positionierte die Xbox aber als Sony-Konkurrenz und legte den Grundstein für den Erfolg der Xbox 360.
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