Internet Explorer: In 20 Jahren von wichtiger Waffe zur Altlast
Microsofts Internet Explorer feierte am Wochenende sein 20. Jubiläum. Der Browser wurde in der Version 1.0 am 16. August 1995 offiziell veröffentlicht. In den folgenden zwei Jahrzehnten sorgte die Software wie wohl kaum eine andere für massive Auseinandersetzungen mit Konkurrenten und Behörden.
Internet Explorer 1
Zumindest bei Microsoft beging man den Geburtstag versöhnlich, aber auch unspektakulär. Lediglich ein Tweet der Browser-Entwickler Microsofts, die inzwischen längst an den Nachfolger "Edge" gebunden sind, machte die Runde. Hier ließ man im neuen Browser zur Feier des Tages einige virtuelle Wunderkerzen in der Form des alten Logos ihre Funken versprühen.
Es scheint so schon fast eine etwas wehmütige Erinnerung an ein Produkt zu sein, das Microsoft und auch das Netz in verschiedenen Bereichen prägte. Nicht nur, dass Generationen von Webentwicklern immer wieder der Verzweiflung nahe waren, weil Microsoft bei der Entwicklung immer wieder von Standards abwich. Auch bei dem Software-Konzern selbst scheint man inzwischen froh zu sein, das Erbe des Internet Explorers langsam hinter sich zu lassen.
Diesen konnte Microsoft zwar letztlich für sich entscheiden - doch die Wahl der Mittel in der Auseinandersetzung hatten gewaltige Folgen für den Konzern. Das Unternehmen hatte den Browser tief mit seinem inzwischen vorherrschenden Windows-Betriebssystem verwoben und schaltete die Konkurrenz vor allem mit der Tatsache aus, dass der eigene Browser ohnehin schon auf quasi jedem PC vorhanden war. Jahre später wurde dies als klarer Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht eingestuft. In den USA und Europa wurde Microsoft zu Rekordstrafen verurteilt, musste konkurrierenden Browsern einen Platz in Windows einräumen und stand längere Zeit unter behördlicher Kontrolle.
Inzwischen ist Microsoft im Browser-Markt nur noch einer von mehreren großen Mitspielern. Der aus dem Netscape Navigator hervorgegangene Firefox konnte in einer grundlegenden Überarbeitung so einiges an Marktanteilen zurückholen. Vor allem aber hat Googles Chrome Microsoft klar in die Schranken verwiesen. Jetzt hat Edge den Internet Explorer abgelöst - wohl ein notwendiger Schritt, um hinderliche Altlasten loszuwerden und in dem sich erneut schnell verändernden Markt ein ordentliches Wort mitreden zu können.
Internet Explorer 1
Zumindest bei Microsoft beging man den Geburtstag versöhnlich, aber auch unspektakulär. Lediglich ein Tweet der Browser-Entwickler Microsofts, die inzwischen längst an den Nachfolger "Edge" gebunden sind, machte die Runde. Hier ließ man im neuen Browser zur Feier des Tages einige virtuelle Wunderkerzen in der Form des alten Logos ihre Funken versprühen.
Es scheint so schon fast eine etwas wehmütige Erinnerung an ein Produkt zu sein, das Microsoft und auch das Netz in verschiedenen Bereichen prägte. Nicht nur, dass Generationen von Webentwicklern immer wieder der Verzweiflung nahe waren, weil Microsoft bei der Entwicklung immer wieder von Standards abwich. Auch bei dem Software-Konzern selbst scheint man inzwischen froh zu sein, das Erbe des Internet Explorers langsam hinter sich zu lassen.
Krieg ums Web
Anfangs spielte das neue Produkt noch eine eher untergeordnete Rolle: Die Version 1.0 gab es ausschließlich als Bestandteil eines kostenpflichtigen Erweiterungs-Packs für Windows 95. Erst später bekam man bei dem Unternehmen Klarheit darüber, welche Bedeutung das Web in der Zukunft für die gesamte IT-Branche haben wird und Microsoft setzte alles daran, die Marktführung zu erobern. Die Folge war der inzwischen legendäre Browser-Krieg gegen den damals dominierenden Netscape Navigator.Diesen konnte Microsoft zwar letztlich für sich entscheiden - doch die Wahl der Mittel in der Auseinandersetzung hatten gewaltige Folgen für den Konzern. Das Unternehmen hatte den Browser tief mit seinem inzwischen vorherrschenden Windows-Betriebssystem verwoben und schaltete die Konkurrenz vor allem mit der Tatsache aus, dass der eigene Browser ohnehin schon auf quasi jedem PC vorhanden war. Jahre später wurde dies als klarer Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht eingestuft. In den USA und Europa wurde Microsoft zu Rekordstrafen verurteilt, musste konkurrierenden Browsern einen Platz in Windows einräumen und stand längere Zeit unter behördlicher Kontrolle.
Inzwischen ist Microsoft im Browser-Markt nur noch einer von mehreren großen Mitspielern. Der aus dem Netscape Navigator hervorgegangene Firefox konnte in einer grundlegenden Überarbeitung so einiges an Marktanteilen zurückholen. Vor allem aber hat Googles Chrome Microsoft klar in die Schranken verwiesen. Jetzt hat Edge den Internet Explorer abgelöst - wohl ein notwendiger Schritt, um hinderliche Altlasten loszuwerden und in dem sich erneut schnell verändernden Markt ein ordentliches Wort mitreden zu können.
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