Microsoft mistet Windows Store aus, dabei trifft es auch "Falsche"

Ende Mai hat Microsoft bekannt gegeben, dass man den Windows Store gründlich säubern wird. Das kann man grundsätzlich nur begrüßen, da das App-Angebot der Redmonder durchaus so manche überflüssige Anwendung zu bieten hatte. Künftig soll Qualität und nicht Quantität an erster Stelle stehen. Doch offenbar setzt Microsoft die neuen Richtlinien in Einzelfällen etwas zu streng durch.
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Neue Richtlinien

Die laut Microsoft "robustere" App-Zertifizierung soll so manchen "App-Spam" aus dem Windows Store entfernen, es gab auch einige Anwendungen, die man auch als betrügerisch bezeichnen konnte, da Geld für an sich kostenlose Dienste verlangt wurde. Deshalb begrüßten die meisten auch den Schritt der Redmonder, die Zügel etwas bis deutlich anzuziehen.

Doch es scheint auch Entwickler zu treffen, deren Angebote man als "sauber" und sinnvoll bezeichnen kann. Neowin wurde nämlich von zwei Anbietern kontaktiert, die sich beklagen, dass Microsoft ihre Apps zu Unrecht verbannt habe. Das Blog schreibt, dass beide einen guten Ruf genießen und auf Vier-Sterne-Bewertungen sowie weit über 10.000 Downloads kommen.

Einer der Entwickler wollte anonym bleiben, da er Konsequenzen gegen andere seiner Apps seitens Microsoft befürchtet, ein anderer war aber bereit, darüber zu sprechen. Im zweitgenannten Fall geht es um die "Upload to YouTube"-App, diese biete laut Microsoft keinen einzigartigen Inhalt bzw. Mehrwert.

Das ist aber gerade im Fall von YouTube zu bezweifeln, vor allem weil es für Windows-basierte Systeme keine eigene App von Google gibt. Deshalb füllen inoffizielle Apps diese Lücke und laut App-Anbieter Brandon ist das auch die einzige App, die einen direkten Camera Roll-Upload in Richtung YouTube ermöglicht.

Die allgemeine Einschätzung der Nutzer sowie der Neowin-Kollegen, wonach die App sehr wohl einen Sinn hat und ihre Aufgabe auch "elegant" erledigt, teilt man bei Microsoft nicht. Erklärungsversuche lässt man an sich abprallen, hat auch im Mail-Verkehr auf stur geschalten und lässt keine weitere Kommunikation zu.

Siehe auch: Microsoft räumt Windows Store massiv auf, geht gegen App-Spam vor
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