Bill Gates: "Ich war niemals in der Liga von Steve Jobs"
Microsoft-Mitbegründer Bill Gates zeichnete über viele Jahre der mehr oder weniger gemeinsamen Geschichte ein recht ambivalentes Verhältnis zu seinem Kollegen bei Apple, Steve Jobs, aus. Das geht auch aus Interviews hervor, die mit Gates für die neue Biographie über Jobs geführt wurden.
Bei der Lektüre von "Becoming Steve Jobs" wird deutlich, dass Gates seinen Weggefährten auf der einen Seite mochte und schätzte, ihn aber in anderen Momenten fürchterlich fand. Dies wechselte offenbar, je nachdem, welche Rolle Jobs im jeweiligen Moment ausfüllte - die des Visionärs der IT-Welt oder jene des Menschen, mit dem man leider auch hin und wieder zusammenarbeiten musste.
Angetan war Gates nach eigenen Aussagen vor allem von der Art, mit der Jobs die Welt für technische Produkte begeistern konnte. "Ich war niemals in seiner Liga", räumte der Microsoft-Gründer ein. "Es war schlicht beeindruckend, wie genau alles einstudiert war." Gates plauderte an dieser Stelle etwas aus dem Nähkästchen und ließ durchblicken, dass Jobs vor seinen großen Auftritten durchaus nervös war. "Aber dann ging er hoch und es war eine großartige Sache", so Gates.
Der Microsoft-Gründer schilderte auch die harte Arbeit die mit den berühmten Apple-Keynotes verbunden war. "Endlos und penibel" seien die Präsentationen geprobt worden, bis jede Kleinigkeit perfekt war. "Ich meine, es ist eine Sache, dass er genau wusste, was er zu sagen hatte, aber auf der Bühne brachte er es auch in einer Art herüber, mit der er jeden zu überzeugen versuchte, dass er absolut richtig lag", führte Gates aus.
Er schilderte aber auch die andere Seite der Medaille. Dies begann schon bei der Einführung des ersten Macs in den 1980er Jahren, als Jobs ein Klima erschuf, nachdem es jedem Außenstehenden so vorkommen musste, als sei es ein großes Privileg Anwendungen für "seine wertvolle Maschine" zu schreiben, wie es im Buch heißt.
Dies bestätigte auch Gates und führte aus, das Jobs in allen Belangen den Eindruck vermittelte, dass er und sein Team eine so coole Sache geschaffen hätten und es ihm völlig unklar sei, warum er irgendjemand anderes heranlassen sollte. Allerdings gab es auch eine völlig andere, recht unbekannte Seite - nämlich einen zutiefst unsicheren Steve Jobs. "Am zweiten Tag hatten wir ein weiteres Meeting", schilderte Gates. "Und hier vermittelte Steve plötzlich den Eindruck: 'Oh Mist, ist das überhaupt gut? Mein Gott, könnt ihr uns helfen?'"
Die Autoren der Biographie merkten an, dass ihnen aufgefallen sei, dass Gates von Jobs stets sprach, als würde dieser noch leben. So fällt letztlich auch das Fazit des Microsoft-Gründers etwas weh- und demütig aus. "Steve war ein schwieriger Charakter, aber sein Zorn hat mich ja nicht allzu oft getroffen."
Angetan war Gates nach eigenen Aussagen vor allem von der Art, mit der Jobs die Welt für technische Produkte begeistern konnte. "Ich war niemals in seiner Liga", räumte der Microsoft-Gründer ein. "Es war schlicht beeindruckend, wie genau alles einstudiert war." Gates plauderte an dieser Stelle etwas aus dem Nähkästchen und ließ durchblicken, dass Jobs vor seinen großen Auftritten durchaus nervös war. "Aber dann ging er hoch und es war eine großartige Sache", so Gates.
Der Microsoft-Gründer schilderte auch die harte Arbeit die mit den berühmten Apple-Keynotes verbunden war. "Endlos und penibel" seien die Präsentationen geprobt worden, bis jede Kleinigkeit perfekt war. "Ich meine, es ist eine Sache, dass er genau wusste, was er zu sagen hatte, aber auf der Bühne brachte er es auch in einer Art herüber, mit der er jeden zu überzeugen versuchte, dass er absolut richtig lag", führte Gates aus.
Er schilderte aber auch die andere Seite der Medaille. Dies begann schon bei der Einführung des ersten Macs in den 1980er Jahren, als Jobs ein Klima erschuf, nachdem es jedem Außenstehenden so vorkommen musste, als sei es ein großes Privileg Anwendungen für "seine wertvolle Maschine" zu schreiben, wie es im Buch heißt.
Gates der Hausmeister
Wie sich dies abspielte, wusste der damalige Chef des Software-Herstellers Lotus, Eric Bedel, zu berichten, der gemeinsam mit Gates nach Cupertino eingeladen war. "Steve und seine ganze Truppe waren da - und sie ignorierten nicht nur mich, sondern auch Bill", schilderte er. "Sie haben Bill wie einen dämlichen Hausmeister behandelt."Dies bestätigte auch Gates und führte aus, das Jobs in allen Belangen den Eindruck vermittelte, dass er und sein Team eine so coole Sache geschaffen hätten und es ihm völlig unklar sei, warum er irgendjemand anderes heranlassen sollte. Allerdings gab es auch eine völlig andere, recht unbekannte Seite - nämlich einen zutiefst unsicheren Steve Jobs. "Am zweiten Tag hatten wir ein weiteres Meeting", schilderte Gates. "Und hier vermittelte Steve plötzlich den Eindruck: 'Oh Mist, ist das überhaupt gut? Mein Gott, könnt ihr uns helfen?'"
Die Autoren der Biographie merkten an, dass ihnen aufgefallen sei, dass Gates von Jobs stets sprach, als würde dieser noch leben. So fällt letztlich auch das Fazit des Microsoft-Gründers etwas weh- und demütig aus. "Steve war ein schwieriger Charakter, aber sein Zorn hat mich ja nicht allzu oft getroffen."
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