HD+ will schnellstmöglich 4K-Fernsehen auf die Satelliten bringen

Der HD-Fernsehdienstleister HD+ will möglichst schnell auch Inhalte in 4K-Auflösung anbieten. Aktuell gibt es zwar noch keinen Termin und es sind noch viele Fragen zu klären, aber angesichts des offenbar hohen Interesses bei den Verbrauchern will das Unternehmen hier nicht zu lange zögern.
Sony, OLED, 4K, ces 2013
Sony
4K oder auch Ultra HD (UHD) ist derzeit noch rar gesät - was einzelne Inhalte angeht, und erst recht komplette Fernsehprogramme. Trotzdem wandern entsprechend ausgestatte Fernseher durchaus schon in nennenswerten Stückzahlen über die Ladentische. Die Stoßrichtung sei daher klar: "Unser Ziel ist es, bei HD+ so rasch wie möglich UHD-Inhalte anzubieten, die deutlich über ein klassisches Demo-UHD-Angebot hinausreichen werden", sagte Firmenchef Wilfried Urner.

Kostenfrage steht im Raum

Um die höhere Auflösung bedienen zu können, wird aber einiges mehr nötig sein, als nur Fernsehsender, die entsprechende Signale einspeisen wollen. Über die ganze Kette vom Sender bis zum Verbraucher müsste hier mehr geleistet werden, als noch bei der HD-Technik - was auch entsprechend höhere Kosten verursacht. Hier wird sich die Frage stellen, ob es möglich ist, die Ausstrahlung so zu optimieren, dass sie finanzierbar ist, ohne zu hohe Aufpreise verlangen zu müssen - denn sonst wäre es durchaus denkbar, dass viele Nutzer dann doch lieber beim eigentlich auch ausreichenden HD bleiben werden.

Was die HD-Übertragung angeht, hat HD+ zumindest erfolgreich gearbeitet. Allein im letzten Jahr konnte die Zahl der HD-Abonnenten mit Satelliten-Empfang um 17 Prozent gesteigert werden. Zum Jahreswechsel empfingen 1,65 Millionen Kunden hochauflösendes Fernsehen. Weitere 1,4 Millionen Haushalte nutzen aktuell die kostenlose Probezeit, hieß es.

Allerdings ist man noch ein gutes Stück davon entfernt, dass HD zum Standard beim Fernsehen gehört. In Deutschland empfangen immerhin 18 Millionen Haushalte ihr TV-Programm über Satellit, womit HD+ gerade einmal auf eine Marktdurchdringung von knapp 10 Prozent kommt.
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