Android: Fehler im WLAN-Treiber zwingt Geräte zum Neustart
Eine ganze Reihe von Android-Geräten lässt sich per WLAN zu Neustarts zwingen. Die Ursache liegt wohl in einem Fehler im WiFi-Treiber, den Google mit dem Betriebssystem ausliefert. Das Unternehmen wurde bereits im letzten Herbst über das Problem informiert, einen Patch wird es aber wohl nicht geben.
Getestet wurden Angriffe, die auf den Bug abzielen, bei verschiedenen Geräten von Motorola, Samsung, LG und der Nexus-Reihe. Dabei zeigte sich, dass die Android-Versionen 4.1.2 bis 4.4.4 betroffen sind. Bei Versuchen mit den neueren Varianten 5.0.1 und 5.0.2 trat der Fehler nicht mehr zutage. Änderungen am WLAN-Treiber scheinen hier bereits für Abhilfe gesorgt zu haben.
Um erfolgreich zu sein, muss der Angreifer sich in WLAN-Reichweite zu jenen Systemen befinden, die beeinträchtigt werden sollen. Wenn letztere dann nach Systemen suchen, mit denen sie eine direkte Verbindung über WiFi Direct aufbauen können, bei der die Datenübertragung ohne das Zusammenspiel mit dem Access Point funktioniert, werden ihnen IP-Pakete zurückgesandt, die nach einem bestimmten Schema aufgebaut sind.
Werden diese empfangen, erfolgt ein zwangsweiser Neustart des jeweiligen Mobilgerätes. Auf diesem Weg lassen sich zwar keine Informationen entwenden, die Nutzung anfälliger Android-Systeme kann so aber an einem bestimmten Ort so quasi komplett verhindert werden.
Bei Google sieht man die Schwachstelle aber nicht als sonderlich problematisch an. Offenbar nimmt man hier an, dass sich der Fehler höchstens nutzen lässt, um andere Nutzer etwas zu ärgern. Die Entdecker des Bugs sehen hingegen durchaus höhere Risiken. Tatsächlich dürfte der normale Smartphone-Nutzer keine größeren Folgen zu befürchten haben, wenn sein Telefon plötzlich neu startet. Größere Probleme könnte es hingegen mit anderen Geräten geben, die ebenfalls mit Android ausgeliefert werden. So ließen sich eventuell einige Fernseher in der Nachbarschaft dauerhaft stilllegen. Aber auch Embedded-Systeme könnten mit größeren Folgen angegriffen werden.
Um erfolgreich zu sein, muss der Angreifer sich in WLAN-Reichweite zu jenen Systemen befinden, die beeinträchtigt werden sollen. Wenn letztere dann nach Systemen suchen, mit denen sie eine direkte Verbindung über WiFi Direct aufbauen können, bei der die Datenübertragung ohne das Zusammenspiel mit dem Access Point funktioniert, werden ihnen IP-Pakete zurückgesandt, die nach einem bestimmten Schema aufgebaut sind.
Werden diese empfangen, erfolgt ein zwangsweiser Neustart des jeweiligen Mobilgerätes. Auf diesem Weg lassen sich zwar keine Informationen entwenden, die Nutzung anfälliger Android-Systeme kann so aber an einem bestimmten Ort so quasi komplett verhindert werden.
Bei Google sieht man die Schwachstelle aber nicht als sonderlich problematisch an. Offenbar nimmt man hier an, dass sich der Fehler höchstens nutzen lässt, um andere Nutzer etwas zu ärgern. Die Entdecker des Bugs sehen hingegen durchaus höhere Risiken. Tatsächlich dürfte der normale Smartphone-Nutzer keine größeren Folgen zu befürchten haben, wenn sein Telefon plötzlich neu startet. Größere Probleme könnte es hingegen mit anderen Geräten geben, die ebenfalls mit Android ausgeliefert werden. So ließen sich eventuell einige Fernseher in der Nachbarschaft dauerhaft stilllegen. Aber auch Embedded-Systeme könnten mit größeren Folgen angegriffen werden.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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