Smartphone-Geschäft reißt Samsung noch tiefer in die Krise

Das boomende Smartphone-Geschäft brachte dem südkoreanischen Elektronikkonzern Samsung über Jahre hinweg stetig steigende Gewinne ein. Doch damit ist nun wohl Schluss. Das letzte Quartal des Jahres 2014 wird nach den vorläufigen Bilanzen mit einem durchaus spürbaren Rückgang des Überschusses aus dem operativen Geschäft abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der operative Gewinn voraussichtlich bei 4,7 Milliarden Dollar liegen. Das wären immerhin 37 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die genauen Ergebnisse wird der Konzern dann nach der Durchsicht der Bilanzen durch unabhängige Wirtschaftsprüfer später in diesem Monat veröffentlichen. Dabei kann es zwar zu leichten Abweichungen kommen, die Tendenz ist aber klar.

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Ganz klassisch drückt sich im geringeren Gewinn ein sinkender Umsatz aus. Dieser wird voraussichtlich bei 47 Milliarden Dollar liegen, was immerhin 12 Prozent weniger wären als vor einem Jahr. Wie sich bereits in den letzten Monaten andeutete, schlägt hier vor allem das wankende Smartphone-Geschäft durch. Während der längst weltweit größte Anbieter in diesem Bereich sich über längere Zeit vor allem mit Apple herumschlug, nahmen zahlreiche kleinere Android-Anbieter Fahrt auf und nehmen dem Marktführer mit ebenfalls guten Geräten vor allem im asiatischen Raum spürbar Anteile am Geschäft ab.

Das wirkt sich massiv auf den Gewinn Samsungs aus, denn dieser kam zuletzt immerhin zu gut zwei Dritteln aus dem Smartphone-Markt. Nun aber ist der operative Gewinn aus dem Segment im Jahresvergleich laut den vorläufigen Ergebnissen um satte 74 Prozent eingebrochen.

Entsprechend warten Branchenbeobachter aktuell gespannt auf die bald erscheinenden Daten der Marktforscher. Bereits für das dritte Quartal kamen diese zum Ergebnis, dass Samsungs Marktanteil weltweit von 32,5 auf 23,8 Prozent eingebrochen war. Und nach allen Erwartungen wird es im abschließenden Jahresviertel wohl noch ein gutes Stück nach unten gegangen sein. Der Konzern hatte auf die zunehmenden Probleme bereits mit der Ankündigung reagiert, die Breite seiner Produktpalette bei Smartphones deutlich reduzieren zu wollen, um sich besser auf die Vermarktung einiger Kern-Modelle konzentrieren zu können.
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