Paramount schließt Übernahme von Warner Bros. Discovery nun ab
Paramount hat die Übernahme von Warner Bros. Discovery für rund 98 Mrd. Euro abgeschlossen. Unter dem Namen Skydance entsteht ein neuer Medienriese, der Hollywood-Studios, Nachrichtensender und Streaming-Dienste unter einem Dach vereint.
Zum Portfolio des neuen Unternehmens gehören nun Marken und Sender wie Paramount Pictures, Warner Bros., HBO, CNN, Comedy Central sowie die Streaming-Dienste Paramount+ und HBO Max. Auch bekannte Rechte an Titeln wie Harry Potter, Star Trek und DC Universe liegen künftig bei Skydance. Für den europäischen Markt gab es bereits im Juli grünes Licht: Die EU-Wettbewerbshüter stimmten der Übernahme unter der Bedingung zu, dass Paramount auf bestimmte Filmvertriebsvereinbarungen in Europa verzichtet.
Auch juristische Hürden mussten überwunden werden. Eine Koalition mehrerer US-Bundesstaaten hatte geklagt, um die Fusion aus kartellrechtlichen Gründen zu stoppen. Eine außergerichtliche Einigung machte den Weg frei. Skydance verpflichtete sich im Gegenzug, die redaktionelle Unabhängigkeit von Sendern wie CNN und CBS News durch ein Gremium abzusichern und in den kommenden fünf Jahren zusätzliche Investitionen in US-Filmproduktionen zu tätigen.
Dieser Sparkurs wird voraussichtlich zu einem Abbau von Arbeitsplätzen führen. Kostensenkungen sollen vor allem durch die Zusammenlegung von Streaming-Technologien und sich überschneidenden Verwaltungsstrukturen erreicht werden. An der Führungsspitze der großen Nachrichtensender setzt Skydance hingegen auf Kontinuität: Die bisherigen Leiter von CNN und CBS News behalten ihre Posten.
Der Medienmarkt ordnet sich neu: Werden Streaming-Dienste für euch durch die Fusion attraktiver oder fürchtet ihr höhere Preise? Teilt eure Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Paramount schloss die Übernahme von Warner Bros. Discovery final ab
- Aus dem milliardenschweren Zusammenschluss entsteht der Riese Skydance
- Bekannte Marken wie HBO, CNN sowie wichtige Filmrechte wechseln den Besitzer
- Ein feindliches Übernahmeangebot verhinderte einen Teilverkauf an Netflix
- Gegen Auflagen einigte sich der Konzern mit klagenden US-Bundesstaaten
- Wegen hoher Schulden sind massive Einsparungen und Jobkürzungen geplant
Große Hollywood-Übernahme perfekt
Paramount hat am Dienstag die Übernahme von Warner Bros. Discovery offiziell abgeschlossen. Aus dem Zusammenschluss geht ein neuer Unterhaltungskonzern namens Skydance hervor, der an der New Yorker Börse ab sofort unter dem Kürzel SKYD gehandelt wird. Der Deal hat ein Gesamtvolumen von umgerechnet rund 98 Milliarden Euro und legt die Kontrolle über einige der größten Filmstudios, Streaming-Plattformen und Nachrichtensender in die Hände von Geschäftsführer David Ellison.Zum Portfolio des neuen Unternehmens gehören nun Marken und Sender wie Paramount Pictures, Warner Bros., HBO, CNN, Comedy Central sowie die Streaming-Dienste Paramount+ und HBO Max. Auch bekannte Rechte an Titeln wie Harry Potter, Star Trek und DC Universe liegen künftig bei Skydance. Für den europäischen Markt gab es bereits im Juli grünes Licht: Die EU-Wettbewerbshüter stimmten der Übernahme unter der Bedingung zu, dass Paramount auf bestimmte Filmvertriebsvereinbarungen in Europa verzichtet.
Monatelanges Tauziehen beendet
Wie der Nachrichtensender CNBC schreibt, ging der endgültigen Einigung ein harter Übernahmekampf voraus. Ursprünglich wollte Warner Bros. Discovery seine Film- und Streaming-Sparten an Netflix verkaufen. Paramount torpedierte das Vorhaben jedoch mit einem feindlichen Übernahmeangebot für den gesamten Konzern und setzte sich schließlich durch.Auch juristische Hürden mussten überwunden werden. Eine Koalition mehrerer US-Bundesstaaten hatte geklagt, um die Fusion aus kartellrechtlichen Gründen zu stoppen. Eine außergerichtliche Einigung machte den Weg frei. Skydance verpflichtete sich im Gegenzug, die redaktionelle Unabhängigkeit von Sendern wie CNN und CBS News durch ein Gremium abzusichern und in den kommenden fünf Jahren zusätzliche Investitionen in US-Filmproduktionen zu tätigen.
Schulden und geplanter Stellenabbau
David Ellison und Co-Geschäftsführer Ynon Kreiz, der zuvor den Spielzeughersteller Mattel leitete, stehen nun vor großen finanziellen Herausforderungen. Das fusionierte Unternehmen übernimmt Schulden in Höhe von schätzungsweise 73 Milliarden Euro. Um die Bilanzen zu entlasten, plant das Management Einsparungen von umgerechnet etwa 5,4 Milliarden Euro innerhalb der nächsten drei Jahre.Dieser Sparkurs wird voraussichtlich zu einem Abbau von Arbeitsplätzen führen. Kostensenkungen sollen vor allem durch die Zusammenlegung von Streaming-Technologien und sich überschneidenden Verwaltungsstrukturen erreicht werden. An der Führungsspitze der großen Nachrichtensender setzt Skydance hingegen auf Kontinuität: Die bisherigen Leiter von CNN und CBS News behalten ihre Posten.
Der Medienmarkt ordnet sich neu: Werden Streaming-Dienste für euch durch die Fusion attraktiver oder fürchtet ihr höhere Preise? Teilt eure Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Wendung bei Warner-Übernahme: Paramount verzögert Milliarden-Deal
- Warner Bros. und Paramount: US-Staaten klagen gegen Mega-Fusion
- Nach der Mega-Übernahme: Paramount+ und HBO Max werden vereint
- Historischer Megadeal: Paramount schnappt sich doch noch Warner
- Warner-Übernahme: Paramount setzt Netflix stark unter Druck
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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