Aufgießen und Strecken: Kinos ziehen immer weniger Besucher an
Die Filmindustrie kann immer weniger Menschen dafür begeistern, ins Kino zu gehen. Das zeigen aktuelle Zahlen für das letzte Jahr aus den USA. Dort wurde für 2014 der tiefste Stand verkaufter Tickets seit zwanzig Jahren verzeichnet, berichtet das Magazin Hollywood Reporter.
Demnach wurden binnen des letzten Jahres nach vorläufigen Daten 1,26 Milliarden Kinokarten verkauft. Das sind immerhin rund 6 Prozent weniger als im vorhergehenden Jahr, das schon nicht mit gerade guten Werten aufgefallen war. Schlechter liefen die Verkäufe an den Kinokassen zuletzt nur in den Jahren 1994 und 1995, als 1,24 Milliarden beziehungsweise 1,21 Milliarden Tickets gelöst wurden.
Die Branche scheint dabei in einem Teufelskreis zu stecken. Die sinkenden Besucherzahlen versucht man mit steigenden Ticket-Preisen auszugleichen, was letztlich nur noch mehr Menschen davon abhalten wird, einfach mal so einen Film im Kino anzuschauen. Im Durchschnitt kletterten die Kosten einer Kinokarte in den USA im Jahresvergleich erneut von 8,13 Dollar auf 8,15 Dollar.
Das stärkste Interesse am Kino wurde in dem Land im Jahr 2002 verzeichnet, als eine ganze Reihe von Blockbustern die Menschen in die Filmtheater lockten: Spiderman, Der Herr der Ringe, Star Wars und Harry Potter sorgten damals mit für einen Rekord von 1,57 Milliarden verkauften Karten. Seitdem ging es bergab und lediglich die Möglichkeit, für 3D-Filme höhere Preise zu verlangen, bremste auch den Umsatzrückgang.
Die Ursachen für die Entwicklung sind vielfältig. Anfangs machte die Filmindustrie vor allem die Filesharing-Angebote verantwortlich, doch es zeigte sich, dass diese Argumentation haltlos ist. Ein wesentlicher Faktor dürfte hingegen sein, dass die Inhalte selbst nicht mehr zünden. Das zeigt sich daran, dass der vielfache Aufguss und das Strecken immer gleicher Grundlagen schlicht nicht mehr wie erwartet funktionieren. Die Schonwiederneuverfilmungs-Fortsetzung "The Amazing Spider-Man 2" wurde ebenso mit schwachen Ergebnissen abgestraft, wie das immer weitere Ausdehnen eines Stoffs in "The Hunger Games: Mockingjay — Part 1".
Hinzu kommt natürlich auch ein sich veränderndes Nutzungsverhalten. Viele potenzielle Kunden haben zuhause über Streaming-Dienste wie Netflix stets Zugang zu fast allem, was sie sich an Filmen wünschen. Hinzu kommt, dass die Bedeutung und Qualität von Serien in den letzten Jahren massiv zugenommen hat. Diese sind bei einer zunehmenden Zahl von Zuschauern inzwischen beliebter als einzelne Filme.
Die Branche scheint dabei in einem Teufelskreis zu stecken. Die sinkenden Besucherzahlen versucht man mit steigenden Ticket-Preisen auszugleichen, was letztlich nur noch mehr Menschen davon abhalten wird, einfach mal so einen Film im Kino anzuschauen. Im Durchschnitt kletterten die Kosten einer Kinokarte in den USA im Jahresvergleich erneut von 8,13 Dollar auf 8,15 Dollar.
Das stärkste Interesse am Kino wurde in dem Land im Jahr 2002 verzeichnet, als eine ganze Reihe von Blockbustern die Menschen in die Filmtheater lockten: Spiderman, Der Herr der Ringe, Star Wars und Harry Potter sorgten damals mit für einen Rekord von 1,57 Milliarden verkauften Karten. Seitdem ging es bergab und lediglich die Möglichkeit, für 3D-Filme höhere Preise zu verlangen, bremste auch den Umsatzrückgang.
Die Ursachen für die Entwicklung sind vielfältig. Anfangs machte die Filmindustrie vor allem die Filesharing-Angebote verantwortlich, doch es zeigte sich, dass diese Argumentation haltlos ist. Ein wesentlicher Faktor dürfte hingegen sein, dass die Inhalte selbst nicht mehr zünden. Das zeigt sich daran, dass der vielfache Aufguss und das Strecken immer gleicher Grundlagen schlicht nicht mehr wie erwartet funktionieren. Die Schonwiederneuverfilmungs-Fortsetzung "The Amazing Spider-Man 2" wurde ebenso mit schwachen Ergebnissen abgestraft, wie das immer weitere Ausdehnen eines Stoffs in "The Hunger Games: Mockingjay — Part 1".
Hinzu kommt natürlich auch ein sich veränderndes Nutzungsverhalten. Viele potenzielle Kunden haben zuhause über Streaming-Dienste wie Netflix stets Zugang zu fast allem, was sie sich an Filmen wünschen. Hinzu kommt, dass die Bedeutung und Qualität von Serien in den letzten Jahren massiv zugenommen hat. Diese sind bei einer zunehmenden Zahl von Zuschauern inzwischen beliebter als einzelne Filme.
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Christian Kahle
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