Julian Assange wirbt für Statue seiner selbst und erntet Spott
Ein italienischer Künstler will Julian Assange, Chelsea Manning und Edward Snowden lebensgroß in Bronze gießen. Doch die Unterstützung für dieses Vorhaben hält sich in Grenzen. Assange schaltete sich daher selbst ein, merkte aber immerhin, dass das keine wirklich gute Idee ist.
Auf Kickstarter wirbt der Bildhauer Davide Dormino aktuell um Spenden. Mit diesen will er die drei Statuen finanzieren und sie an verschiedenen Orten auf der Welt jeweils für eine bestimmte Zeit aufstellen. Die drei Figuren sollen dabei auf Stühlen stehen, ein vierter Stuhl bleibt frei und kann von beliebigen Personen genutzt werden. Das, so der Künstler, soll dazu ermuntern, selbst als Whistleblower tätig zu werden.
Während einige Crowdfunding-Projekte, die sich an öffentlichkeitswirksame Themen anhängen, schnell einmal durch die Decke gehen, hält sich die Begeisterung der Nutzer in diesem Fall deutlich in Grenzen. Offenbar auch deshalb verbreitete gestern der Twitter-Account von Wikileaks per Retweet Werbung für das Projekt. Da vielen klar ist, dass der Account unter Kontrolle von Assange ist, ließ der Spott darüber nicht lange auf sich warten.
Denn Assange ist aufgrund seiner fragwürdigen Persönlichkeit bei vielen ehemaligen Unterstützern längst keine Respektsperson mehr. Da kam es wie gerufen, dass dieser nun auch noch darum warb, den Bau einer Statue seiner selbst zu finanzieren. Offenbar hat Assange selbst erkannt, dass der Retweet dem Projekt eher schadet als nutzt und diesen inzwischen gelöscht.
Die geplante Kunstinstallation steht aber auch wegen anderer Aspekte in der Kritik. So glauben viele, dass Manning und Snowden wohl nicht gerade begeistert darüber sind, dass jemand Bronze-Statuen von ihnen aufstellen will. Denn die beiden Whistleblower wirken doch eher bescheiden. Für Widerspruch sorgte auch, dass der Bildhauer in seinen Planungen Mannings Trans-Identität schlicht ignoriert und sie weiterhin als Bradley Manning in die Installation aufnehmen will.
Es sieht derzeit nicht danach aus, dass das Crowdfunding-Ziel erreicht wird. Rund 125.000 Euro will der Bildhauer bis zum Jahreswechsel zusammenbekommen. Aktuell gibt es allerdings gerade einmal Zusagen für 25.000 Euro. Nach den Prinzipien von Kickstarter gibt es allerdings überhaupt kein Geld, wenn das Spendenziel nicht erfüllt wird.
Weitere Informationen: Projektseite "Anything to say"
Während einige Crowdfunding-Projekte, die sich an öffentlichkeitswirksame Themen anhängen, schnell einmal durch die Decke gehen, hält sich die Begeisterung der Nutzer in diesem Fall deutlich in Grenzen. Offenbar auch deshalb verbreitete gestern der Twitter-Account von Wikileaks per Retweet Werbung für das Projekt. Da vielen klar ist, dass der Account unter Kontrolle von Assange ist, ließ der Spott darüber nicht lange auf sich warten.
Denn Assange ist aufgrund seiner fragwürdigen Persönlichkeit bei vielen ehemaligen Unterstützern längst keine Respektsperson mehr. Da kam es wie gerufen, dass dieser nun auch noch darum warb, den Bau einer Statue seiner selbst zu finanzieren. Offenbar hat Assange selbst erkannt, dass der Retweet dem Projekt eher schadet als nutzt und diesen inzwischen gelöscht.
Die geplante Kunstinstallation steht aber auch wegen anderer Aspekte in der Kritik. So glauben viele, dass Manning und Snowden wohl nicht gerade begeistert darüber sind, dass jemand Bronze-Statuen von ihnen aufstellen will. Denn die beiden Whistleblower wirken doch eher bescheiden. Für Widerspruch sorgte auch, dass der Bildhauer in seinen Planungen Mannings Trans-Identität schlicht ignoriert und sie weiterhin als Bradley Manning in die Installation aufnehmen will.
Es sieht derzeit nicht danach aus, dass das Crowdfunding-Ziel erreicht wird. Rund 125.000 Euro will der Bildhauer bis zum Jahreswechsel zusammenbekommen. Aktuell gibt es allerdings gerade einmal Zusagen für 25.000 Euro. Nach den Prinzipien von Kickstarter gibt es allerdings überhaupt kein Geld, wenn das Spendenziel nicht erfüllt wird.
Weitere Informationen: Projektseite "Anything to say"
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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