Android 5.0: Root könnte künftig schwierig oder gar unmöglich sein

Die von Google vergangene Woche offiziell vorgestellte nächste Android-Hauptversion mit der Nummer 5.0 ("Lollipop") bringt zahlreiche Neuerungen hinsichtlich Funktionalität und Optik mit. Es ist aber auch möglich, dass mit der finalen Verteilung von Android 5.0 die Möglichkeit zu einem so genannten Root schwieriger oder gar unmöglich wird.
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Google

Beliebter Weg

Das Einrichten eines Root-Zugangs ist auf Googles mobilem Betriebssystem Android eine beliebte und von vielen gerne benutzte Möglichkeit, da man damit dank zahlreicher zusätzlicher Berechtigungen praktisch alles mit seinem Smartphone machen kann. Das ist vor allem für Entwickler wichtig, aber auch viele Nutzer greifen darauf zurück.

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Die bekannte Entwickler-Community xda-developers hat nun aber einen Beitrag veröffentlicht, in dem man schlechte Nachrichten für Root-Freunde mitbringt. Denn dort heißt es, dass die aktuellste Developer Preview-Version von "Lollipop" mit der Nummer LPX13D den "Todeskuss" für gerootete Android-Geräte mit sich bringen könnte.

An sich ist das nicht unbedingt etwas Ungewöhnliches, da ein neuerlicher Root, beispielsweise über spezielle Apps, nach einem Update normal ist. Im Falle der neuesten Android-5.0-Version gibt es aber einige Anpassungen der Sicherheit, um die Daten auf dem Gerät besser schützen zu können.

Dieser Schritt hat sich allerdings bereits abgezeichnet: Der XDA-Nutzer Chainfire, als Senior Recognized Developer und Senior Moderator einer der bekanntesten Namen in dieser Community, warnt bereits seit längerem, dass Root künftig schwierig oder gar unmöglich werden könnte. Denn Preview LPX13D macht einen Root unbrauchbar, was aber eben ganz normal ist. Danach ist es aber "mit einer korrekten Kombination von Faktoren" möglich, dass das Gerät "unrootbar" wird.

Skript beim Booten

Das hängt damit zusammen, dass das Skript nicht länger beim Booten von init.d ausgeführt werden kann und stattdessen aus einem SELinux-Kontext heraus läuft. Laut Chainfire ist nun ein Custom-Kernel nötig, dessen Installation erfordert aber wiederum meistens einen Root-Zugang. Bei einem gesperrten Bootloader ist das aber ein Problem. Für Nexus-Geräte spielt das zwar keine Rolle, da sich hier der Bootloader entsperren lässt, andere Hersteller bekommen nun aber wohl die Möglichkeit, diese beliebte Methode zu unterbinden.

Siehe auch: Android-5.0-FAQ - Wann bekommt welches Gerät das "Lollipop"-Update?
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