Apple: Entwickler zunehmend mit Mac App Store unzufrieden
Der Computer-Hersteller Apple wollte die Erfolgsgeschichte seines App Stores für iOS auch auf seine OS X-Plattform für Desktop-Rechner und Notebooks übertragen. Anfangs ging alles auch gut los, doch inzwischen mehrt sich unter den Entwicklern der Unmut.
Apple hatte den zentralen Download-Store für Anwendungen auf dem Mac im Januar 2011 gestartet. Zwar lief anfangs noch nicht alles rund, doch viele Entwickler hatten Hoffnung, dass hier etwas Großes entsteht. Denn grundsätzlich hat die Präsenz in der Vertriebsplattform für alle Seiten Vorteile: Die Kunden finden einen zentralen Ort, an dem sie neue, nützliche Software entdecken können, die Entwickler werden in direkten Kontakt zu Kunden gebracht und müssen sich nicht um die Abrechnung kümmern und Apple bekommt eine gewisse Kontrolle über die Qualität der Anwendungen, mit denen seine Nutzer konfrontiert sind.
Inzwischen ist aber bei verschiedenen Entwicklern Ernüchterung eingekehrt. Einige Anbieter haben sich bereits aus dem App Store verabschiedet und versuchen wieder, die alte direkte Kundenbeziehung aufleben zu lassen. Denn eine Reihe von Kritikpunkten, die sie als substanziell für ihre Kundenbeziehung sehen, werden von Apple schon seit längerer Zeit nicht behandelt, berichtet der Entwickler Milen Dzhumerov, der in seinem Blog verschiedene Diskussionen mit Kollegen zusammenführte.
So gebe es bis heute keine Möglichkeit, den Nutzern einen Test der angebotenen Software zu ermöglichen. Diese müssen das Produkt ausschließlich auf Grundlage von Screenshots, Videos und Reviews kaufen und können nicht prüfen, ob die Anwendung wie gewünscht funktioniert. Unter iOS können die Anwender womöglich noch verkraften, wenn eine App für unter einem Dollar dann doch nichts wert ist - bei Mac-Applikationen für 30, 50 oder 100 Dollar sieht das aber anders aus.
Auch die Upgrade-Funktionalität steht in der Kritik. Gerade kleinere Software-Anbieter sind darauf angewiesen, mit ihren Apps auch später noch Einnahmen generieren zu können, da der Kundenkreis für ihre oft recht speziellen Anwendungen begrenzt ist. Kostenpflichtige Major-Updates wären hier eine ideale Methode, doch die sind noch immer nicht möglich. Infografik: Apple: Umsatz mit iTunes, Software & Services
Weiterhin missfällt einigen Entwicklern, dass Anwendungen zwingend in einer Sandbox laufen müssen, damit diese im AppStore akzeptiert werden. Einige Funktionen können so allerdings nicht umgesetzt werden. Das führt inzwischen dazu, dass einige Anwendungen im AppStore seit einiger Zeit nicht weiterentwickelt scheinen, die Entwickler sie nun aber direkt mit viel weitergehenden Funktionalitäten bereitstellen.
Dies sind bei weitem nicht alle Probleme, die den Entwicklern auf den Schultern lasten. Insofern wäre es an Apple, zu reagieren und sich mit ihnen gemeinsam Lösungen zu überlegen. Denn wenn die Entwickler sich zurückziehen, wäre das für alle Beteiligten von Nachteil.
Inzwischen ist aber bei verschiedenen Entwicklern Ernüchterung eingekehrt. Einige Anbieter haben sich bereits aus dem App Store verabschiedet und versuchen wieder, die alte direkte Kundenbeziehung aufleben zu lassen. Denn eine Reihe von Kritikpunkten, die sie als substanziell für ihre Kundenbeziehung sehen, werden von Apple schon seit längerer Zeit nicht behandelt, berichtet der Entwickler Milen Dzhumerov, der in seinem Blog verschiedene Diskussionen mit Kollegen zusammenführte.
So gebe es bis heute keine Möglichkeit, den Nutzern einen Test der angebotenen Software zu ermöglichen. Diese müssen das Produkt ausschließlich auf Grundlage von Screenshots, Videos und Reviews kaufen und können nicht prüfen, ob die Anwendung wie gewünscht funktioniert. Unter iOS können die Anwender womöglich noch verkraften, wenn eine App für unter einem Dollar dann doch nichts wert ist - bei Mac-Applikationen für 30, 50 oder 100 Dollar sieht das aber anders aus.
Auch die Upgrade-Funktionalität steht in der Kritik. Gerade kleinere Software-Anbieter sind darauf angewiesen, mit ihren Apps auch später noch Einnahmen generieren zu können, da der Kundenkreis für ihre oft recht speziellen Anwendungen begrenzt ist. Kostenpflichtige Major-Updates wären hier eine ideale Methode, doch die sind noch immer nicht möglich. Infografik: Apple: Umsatz mit iTunes, Software & Services
Weiterhin missfällt einigen Entwicklern, dass Anwendungen zwingend in einer Sandbox laufen müssen, damit diese im AppStore akzeptiert werden. Einige Funktionen können so allerdings nicht umgesetzt werden. Das führt inzwischen dazu, dass einige Anwendungen im AppStore seit einiger Zeit nicht weiterentwickelt scheinen, die Entwickler sie nun aber direkt mit viel weitergehenden Funktionalitäten bereitstellen.
Dies sind bei weitem nicht alle Probleme, die den Entwicklern auf den Schultern lasten. Insofern wäre es an Apple, zu reagieren und sich mit ihnen gemeinsam Lösungen zu überlegen. Denn wenn die Entwickler sich zurückziehen, wäre das für alle Beteiligten von Nachteil.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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