Apple überrollt nun auch den Markt für Arbeitsspeicher - mit Folgen
Der Computer-Konzern Apple spielt nicht nur auf dem Markt für Flash-Speicher eine herausragende Rolle, sondern legt auch eine sprunghafte Karriere unter den Abnehmern von DRAM-Speichermodulen hin. Das gesamte Segment wird dabei von dem Unternehmen umgekrempelt.
Obwohl insbesondere in den mobilen Endgeräten des Herstellers vergleichsweise geringe Mengen Arbeitsspeicher stecken, wurden die Bestellmengen aktuell deutlich aufgestockt. Laut dem Marktforschungsunternehmen TrendForce sicherte sich Apple in diesem Jahr rund 16,5 Prozent der weltweiten Produktionsmenge an DRAM-Chips, die in mobilen Geräten verbaut werden können. Im kommenden Jahr soll der Anteil auf satte 25 Prozent nach oben gehen.
Während viele Android-Smartphones der Spitzenklasse bereits mit 2 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgerüstet sind, genügt es Apple bei seiner neuesten iPhone-Generation, sich weiterhin auf 1 Gigabyte zu beschränken. Die gestiegenen Absatzzahlen bei den Smartphones führen allerdings trotzdem zu einem höheren Bedarf. Weiterhin ist davon auszugehen, dass die kommenden iPad-Modelle über mehr DRAM verfügen und wohl auch wieder zu einem klaren Absatz-Boom führen werden. Hinzu kommt Gerüchten zufolge, dass Apple auch in seinen kommenden MacBook Pro-Modellen erstmals LPDDR3-Komponenten zum Einsatz bringen wird.
Der große Speicherbedarf Apples, einem durchaus beliebten Kunden der Zulieferer, sorgt nicht nur dafür, dass sich andere Hersteller von Smartphones und Tablets hinten anstellen müssen - wie es schon länger bei Flash der Fall ist. Es entstehen auch Verwerfungen, die in der gesamten Arbeitsspeicher-Industrie zu spüren sind.
"Da Apple bereits ein großer Faktor im Mobile-DRAM-Markt ist, stellen auch Hersteller von DRAM für PCs auf Mobile-DRAM um, damit dessen Nachfrage befriedigt werden kann", erklärte Avril Wu vom Branchenexperten DRAMeXchange, einer Tochter von TrendForce. "Das hat indirekt auch zu Engpässen beim Arbeitsspeicher-Angebot für PCs und Server geführt." Infografik: Entwicklung von Arbeitsspeicher und Prozessor
Sowohl Samsung als auch Hynix arbeiten in ihren Chipfabriken intensiv an Umstellungen, um den Bedarf Apples an Mobile-DRAM zu decken. Bei Micron wurden inzwischen im Werk in Hiroshima allein 70 bis 80 Prozent der gesamten Produktions-Kapazitäten für den Computer-Konzern reserviert. Die Zulieferer arbeiten im Zuge dessen auch an einer beschleunigten Umstellung von 25 auf 20 Nanometer Strukturweite, um die Ausbeute an Chips aus einem verarbeiteten Wafer nach oben zu treiben.
iPhone 6 und iPhone 6 Plus kaufen:
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Der große Speicherbedarf Apples, einem durchaus beliebten Kunden der Zulieferer, sorgt nicht nur dafür, dass sich andere Hersteller von Smartphones und Tablets hinten anstellen müssen - wie es schon länger bei Flash der Fall ist. Es entstehen auch Verwerfungen, die in der gesamten Arbeitsspeicher-Industrie zu spüren sind.
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