Amazon-Streiks zu Ostern - Lieferungen sollen aber pünktlich sein
Verdi hat erneut einen groß angelegten Streik über die Feiertage bei Amazon in Deutschland angekündigt. Zu Ostern will die Gewerkschaft tageweise in verschiedenen Logistikzentren die Arbeit niederlegen lassen. Den Auftakt machte bereits das Logistikzentrum Leipzig.
Leipzig gehört vom festen Mitarbeiterstamm her zu den größten Versandzentren von Amazon in Deutschland. Pünktlich zum Start der Buchmesse Leipzig wird der Standort des größten Online-Buchversenders nun bestreikt. Doch der Ausstand in Leipzig soll nur der Beginn eines neuen Streiks für die wichtigsten Standorte von Amazon in Deutschland werden.
Verdi versucht mittlerweile seit über einem Jahr den Versandriesen zu Zugeständnissen zu bewegen. Streitpunkt ist die Einordnung der Mitarbeiter in den Logistikzentren zu den Tarifverträgen der Logistikbranche. Verdi möchte die Tarifbedingungen des Einzelhandels anwenden, was für die Mitarbeiter in vielerlei Hinsicht von Vorteil wäre. Amazon ist zu einem solchen Zugeständnis aber nicht bereit.
Wie wenig Amazon bisher von diesen Arbeitsniederlegungen und von entsprechenden Ankündigungen hält und wie gering die Auswirkungen sind, zeigte erst der letzte große Streikaufruf zum Weihnachtsgeschäft. Auch im Dezember noch hatten die Mitarbeiter an den meisten Standorten zumindest zeitweise die Arbeit niedergelegt, doch Amazon war nicht zurück zum Verhandlungstisch gekommen. Stattdessen wurden die Lieferungen aus dem angrenzenden Ausland verstärkt, um die Kunden in der Adventszeit nicht länger warten lassen zu müssen.
Siehe auch: Verdi verlängert Streiks, Amazon verspricht Pünktlichkeit zum Fest
Flexible Streiks zu Ostern
Ziel ist die Signalwirkung: "Damit die Geschäftsführung begreift, wie wichtig Verlässlichkeit und Sicherheit im Alltag sind, werden die Kolleginnen und Kollegen vor Ostern mit flexiblen Streiks ein weiteres Zeichen setzen und für Unsicherheit im Arbeitsablauf sorgen", erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger in einer Stellungnahme gegenüber der Welt. 150 Mitarbeiter sind Verdis Aufruf gestern bereits gefolgt. Wann die anderen Zentren ebenfalls bestreikt werden, wird noch angekündigt.Verdi versucht mittlerweile seit über einem Jahr den Versandriesen zu Zugeständnissen zu bewegen. Streitpunkt ist die Einordnung der Mitarbeiter in den Logistikzentren zu den Tarifverträgen der Logistikbranche. Verdi möchte die Tarifbedingungen des Einzelhandels anwenden, was für die Mitarbeiter in vielerlei Hinsicht von Vorteil wäre. Amazon ist zu einem solchen Zugeständnis aber nicht bereit.
Wie wenig Amazon bisher von diesen Arbeitsniederlegungen und von entsprechenden Ankündigungen hält und wie gering die Auswirkungen sind, zeigte erst der letzte große Streikaufruf zum Weihnachtsgeschäft. Auch im Dezember noch hatten die Mitarbeiter an den meisten Standorten zumindest zeitweise die Arbeit niedergelegt, doch Amazon war nicht zurück zum Verhandlungstisch gekommen. Stattdessen wurden die Lieferungen aus dem angrenzenden Ausland verstärkt, um die Kunden in der Adventszeit nicht länger warten lassen zu müssen.
Siehe auch: Verdi verlängert Streiks, Amazon verspricht Pünktlichkeit zum Fest
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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