Amazon: Streiks sollen nun Retouren-Zeit treffen
Die Gewerkschaft Verdi sieht auch nach Weihnachten Potenzial, den Online-Händler Amazon unter Druck zu setzen. Die Streiks der letzten Tage könnten also auch nach den Feiertagen fortgesetzt werden.
In den Logistikzentren Bad Hersfeld und Leipzig kam es zuletzt mehrfach zu Arbeitsniederlegungen, die das Unternehmen in der wichtigsten Geschäftszeit des Jahres trafen. Die Tage nach dem Fest sind für Amazon aber fast ebenso wichtig wie die umsatzstarke Vorweihnachtssaison, da dann überdurchschnittlich viele Rücksendungen abgewickelt werden müssen, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner heutigen Ausgabe.
Bei den Retouren handelt es sich meist um Fehlkäufe, die umgetauscht oder zurückgenommen werden sollen. Ein weiterer Streik in der Retouren-Phase dürfte für Amazon umso schmerzhafter sein, da dann ein Großteil der befristet eingestellten Aushilfen für das Weihnachtsgeschäft schon wieder entlassen ist, hieß es.
Zwar betont Amazon bisher, dass der Streik keine Auswirkungen habe, doch einige Kunden dürften die Arbeitsniederlegungen sehr wohl gespürt haben. Allein am vergangenen Montag wurden in Leipzig nach Angaben von Verdi 1.500 Lieferungen nicht als Geschenke verpackt und versendet, weitere 40.000 reguläre Pakete blieben liegen.
Verdi will erreichen, dass die Amazon-Beschäftigten nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandeltarifvertrags entlohnt werden und nicht - wie zurzeit - nach dem in der Regel niedrigeren Logistiktarif. Amazon erhält in der Sache allerdings Rückendeckung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA). Auf Anfrage des Nachrichtenmagazins Focus haben die acht Zweigstellen der Bundesagentur für Arbeit (BA), die mit den Logistikzentren zusammenarbeiten, den Online-Händler überraschend positiv bewertet.
Die Agenturen heben übereinstimmend vor allem hervor, dass der US-Konzern auch Menschen einstellt, die sonst kaum Job-Chancen haben. Das Unternehmen sei für die Region ein wichtiger Arbeitgeber, weil es "keine speziellen Qualifikationsanforderungen an Beschäftigte stellt", teilte beispielsweise die BA-Filiale Leipzig mit. Vermitteln lasse sich, wer motiviert, körperlich leistungsfähig und bereit zur Schichtarbeit sei. "Diese wenigen Anforderungen ermöglichen uns, viele arbeitslose Menschen in Beschäftigung zu bringen, besonders auch Menschen mit niedriger oder vom Arbeitsmarkt nicht nachgefragter Qualifikation", so die Agentur.
Andere Arbeitsagenturen äußern sich ähnlich. Amazon eröffne eine Perspektive für "Ungelernte und ältere Arbeitskräfte" (Hamm), "Personen mit Migrationshintergrund" (Duisburg) und "Menschen, die seit längerer Zeit arbeitslos sind" (Fulda). Das Job-Center Augsburg hebt hervor, "dass Amazon auch Menschen mit Handicaps beschäftigt". So habe man beispielsweise zwei Gehörlose vermitteln können, für die Amazon eigens einen Gebärdendolmetscher bemühe.
Bei den Retouren handelt es sich meist um Fehlkäufe, die umgetauscht oder zurückgenommen werden sollen. Ein weiterer Streik in der Retouren-Phase dürfte für Amazon umso schmerzhafter sein, da dann ein Großteil der befristet eingestellten Aushilfen für das Weihnachtsgeschäft schon wieder entlassen ist, hieß es.
Zwar betont Amazon bisher, dass der Streik keine Auswirkungen habe, doch einige Kunden dürften die Arbeitsniederlegungen sehr wohl gespürt haben. Allein am vergangenen Montag wurden in Leipzig nach Angaben von Verdi 1.500 Lieferungen nicht als Geschenke verpackt und versendet, weitere 40.000 reguläre Pakete blieben liegen.
Verdi will erreichen, dass die Amazon-Beschäftigten nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandeltarifvertrags entlohnt werden und nicht - wie zurzeit - nach dem in der Regel niedrigeren Logistiktarif. Amazon erhält in der Sache allerdings Rückendeckung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA). Auf Anfrage des Nachrichtenmagazins Focus haben die acht Zweigstellen der Bundesagentur für Arbeit (BA), die mit den Logistikzentren zusammenarbeiten, den Online-Händler überraschend positiv bewertet.
Die Agenturen heben übereinstimmend vor allem hervor, dass der US-Konzern auch Menschen einstellt, die sonst kaum Job-Chancen haben. Das Unternehmen sei für die Region ein wichtiger Arbeitgeber, weil es "keine speziellen Qualifikationsanforderungen an Beschäftigte stellt", teilte beispielsweise die BA-Filiale Leipzig mit. Vermitteln lasse sich, wer motiviert, körperlich leistungsfähig und bereit zur Schichtarbeit sei. "Diese wenigen Anforderungen ermöglichen uns, viele arbeitslose Menschen in Beschäftigung zu bringen, besonders auch Menschen mit niedriger oder vom Arbeitsmarkt nicht nachgefragter Qualifikation", so die Agentur.
Andere Arbeitsagenturen äußern sich ähnlich. Amazon eröffne eine Perspektive für "Ungelernte und ältere Arbeitskräfte" (Hamm), "Personen mit Migrationshintergrund" (Duisburg) und "Menschen, die seit längerer Zeit arbeitslos sind" (Fulda). Das Job-Center Augsburg hebt hervor, "dass Amazon auch Menschen mit Handicaps beschäftigt". So habe man beispielsweise zwei Gehörlose vermitteln können, für die Amazon eigens einen Gebärdendolmetscher bemühe.
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